Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Burgwedel Der Festsaal der Waldschänke fällt schon
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Der Festsaal der Waldschänke fällt schon
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:51 23.04.2018
Der Festsaal der Waldschänke wird abgerissen. Mitarbeiter der Firma Jütte trennen Holzteile, Dämmwolle und Metall. Quelle: Jarolim-Vormeier
Wettmar

Der Blick von der Hauptstraße aus auf die ehemalige Waldschänke verrät noch nicht viel Neues. Auf der Rückseite des Gebäudes wird aber bereits der Festsaal abgerissen. Dort, wo einst ungezählte Geburtstage, Hochzeiten und andere Feste gefeiert wurden, sortieren jetzt Arbeiter die verschiedenen Materialien auseinander: Sie trennen Metall von Holz und Dämmwolle von Bauschutt. „Das ist ganz viel Kleinarbeit und wird noch einige Tage dauern“, sagt Lothar Jütte vom gleichnamigen Abrissunternehmen.

Die Waldschänke – letzte Kneipe und Gastronomie im Dorf - hatte zum Jahreswechsel für immer die Tür geschlossen. 20 Jahre lang hatte das Wirtsehepaar Friederike und Walter Renke die Waldschänke samt Festsaal betrieben. Am Silvestertag hatten die Renkes das letzte Bier gezapft.

Blick zurück mit Wehmut

„Der Abriss der Waldschänke beschäftigt uns alle“, sagt Ortsbürgermeister Erwin Fette wehmütig. Er fragt sich, wo nun künftig etwa die Seniorenweihnachtsfeier und die Awo-Feier stattfinden sollen. Das Dorfgemeinschaftshaus am Meitzer Weg verfüge zwar über einen ausreichend großen Raum, aber dieser liegt in der ersten Etage. „Der Raum ist nicht barrierefrei und deshalb für Senioren ungeeignet.“ Zudem fehle eine Bewirtschaftung. Das gilt auch für die Westerfeldhalle und die Aula der Grundschule – auch dort müsste jeweils ein Caterer engagiert werden. „Wir werden wahrscheinlich in das Gemeindehaus der St.-Marcus-Kirche ausweichen müssen“, sagt Fette. Bedauerlich sei auch, dass die Wettmarer nun über kein Gasthaus mehr verfügten, wo sie beispielsweise am Sonntagmittag speisen können. „Das wurde immer gern angenommen“.

Ortsratsmitglied Michael Kranz ist ebenfalls traurig, dass es keine Schänke mehr im Dorf gibt. Auch für ihn stellt der Raum im Dorfgemeinschafthaus keine Ausweichoption dar. Vielmehr habe das Gemeinschaftshaus seine Lebenszeit hinter sich gebracht. Seine CDU hat deshalb einen Vorstoß im Ortsrat unternommen: Kranz schlägt vor, dass die Feuerwehr das gesamte Gebäude nutzen solle. Nach seiner Vorstellung könnte direkt dann daneben ein neues Dorfgemeinschafthaus entstehen. Ihm schwebt in zentralen Lage ein schlichter Hallenbau mit Sitzgelegenheiten im Außenbereich vor. „Wir sind dabei zu planen“, sagt Kranz. „Damit würde mein langgehegter Wunsch in Erfüllung gehen.“

Derweil schreiten die Abrissarbeiten am Saal der Waldschänke voran. „Anfang Mai reißen wir dann die eigentlich Gaststätte ab“, kündigt Unternehmer Jütte an. An gleicher Stelle sind ein Doppelhaus und vier Einfamilienhäuser geplant.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

Strandfreunde können den Frühsommer dieser Tage bereits im Liegestuhl am Silbersee genießen. Der Erfolg dieser Saison ist für den neuen Pächter der Gastronomie entscheidend.

23.04.2018

Zu dem bereits bestehenden Programm der „Woche der Demenz“ vom Montag, 23., bis Freitag, 27. April, in Burgwedel kommen noch weitere Angebote hinzu.

20.04.2018

1204 Verkehrsunfälle haben sich 2017 in Burgwedel und Isernhagen ereignet – eine Steigerung, aber die Folgen waren weniger schwer als 2016. Das geht aus der nun vorgestellten Statistik hervor.

22.04.2018