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Burgwedel Vögel begleiten die Querflöte beim Gartenkonzert
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Vögel begleiten die Querflöte beim Gartenkonzert
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00:25 07.06.2018
Bratschistin Veiser von Anna Vardanian am E-Piano, Initiatorin Annette Langehein blättert die Noten um. Quelle: Jürgen Zimmer
Wettmar

„Welch ein Singen, Musizieren, Pfeifen, Zwitschern, Tirilieren“: Unweigerlich drängte sich einem die Zeile aus dem Kinderlied „Alle Vögel sind schon da“ auf, als die zahlreichen gefiederten Bewohner in den alten Bäumen auf dem Hof Meixner mit der Querflöte von Bernadette Schachschal in Wettstreit traten. So geschehen in Wettmar bei den Burgwedeler Gartenkonzerten.

Alle Beteiligten freuten sich über den regen Zulauf. Rund 100 Besucher wollten sich die „Sommernachtsfantasien“ am Sonnabendabend nicht entgehen lassen. Besonders angetan war das Publikum von den Variationen des Franzosen Francois Borne zu George Bizets „Carmen“. Hier konnte die Querflöte brillieren, konnte die Künstlerin ihr Können mit fliegenden Fingern unterstreichen, konnte Tatiana Bergh auf dem E-Piano voll in die Tasten gehen, um es salopp auszudrücken. Geiger Julian Dedu begeisterte mit den Zigeunerweisen von Pablo Saraste und Lukas Helbig mit dem Violoncello bei den Fantasiestücken Opus 73 von Robert Schumann. Alle bekamen am Ende stehenden Applaus, was Initiatorin Annette Langehein besonders freute: „Ich habe euch in all den Jahren noch nie stehen sehen.“ Wenn auch junge Besucher wie Carlotta Truman und Jonas Hermann aus Bissendorf, deren Musikrichtung normalerweise Rock und Heavy Metal sind, das Konzert „cool“ fanden, stimmt wohl die Richtung.

Traditionell besteht das Gartenkonzert in Wettmar aus der Matinee am Sonntag, verbunden mit einem anschließenden Picknick und der Serenade am Vorabend, bei der stets ein Instrument im Mittelpunkt steht. Diesmal hatte die Bratsche diesen Vorzug, allerdings war die Reihenfolge vertauscht. So erfuhren die Besucher von Orchester-Bratschistin Diana Veiser interessante Details über die Viola, so eine andere Bezeichnung, ausnahmsweise am Sonntag. Unter dem Titel „Freudenreiche Tränen“ beschrieb sie humorvoll und kenntnisreich ihr Instrument und dokumentierte mit zahlreichen Beispielen dessen Einsatz in einem Orchester. Welcher Laie weiß schon, dass im Unterschied zur Violine die Bratsche keinen Druck mit dem Bogen verträgt? Der Spieler muss dem spröden Instrument die Töne mit gefühlvollem Streichen und Ziehen entlocken. Einfühlsam begleitet wurde Veiser von Anna Vardanian auf dem E-Piano.

Außer Musik war wie stets auch die Darstellende Kunst vertreten. Holzskulpturen von Jörg Pfluger aus Fuhrberg und Glasmosaikarbeiten von Gastgeberin Dagmar Regelsberger komplettierten das üppige Gartenkonzert-Wochenende.

Von Jürgen Zimmer

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