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Garbsen Architekt stellt Pläne für Neue Mitte vor
Aus der Region Region Hannover Garbsen Architekt stellt Pläne für Neue Mitte vor
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00:17 28.10.2018
Eine direkte Sichtachse vom Rathaus aus in die Landschaft hinein wird nach den Plänen von Architekt Ferdinand Heide verschwinden. Quelle: Gerko Naumann
Garbsen-Mitte

„Urban“ ist das Wort, das Ferdinand Heide bei seiner Präsentation im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung oft wiederholt. Der Architekt aus Frankfurt hat den Ausschussmitgliedern einen Entwurf vorgestellt, wie Garbsens neue Stadtmitte rund um das Rathaus künftig aussehen kann – nach den Vorgaben des Rats, mit Wohnungen, Parkplätzen, einem Hotel und Bereichen für Einzelhandel und Gewerbe. „Wir schlagen vor, das Quartier im klassischen urbanen Stil zu entwickeln“, sagt Heide. Das heißt, dass sich auf dem Platz zwischen Europa-Allee und Meyenfelder Straße blockartige Gebäude relativ eng gruppieren sollen. Heides Entwurf sieht klare Strukturen und Kanten vor. „Wir knüpfen mit unserem Plan an die vorhandene Nutzung des Zentrums mit Rathaus, Stadtbibliothek und Einkaufszentrum im Osten und neue Wohnquartiere im Norden an.“ Vier- bis fünfgeschossig sollen die Gebäude sein, die sowohl Wohnungen als auch Geschäfte beherbergen sollen. Diese Nutzung gibt das Investor-Unternehmen Röther vor. „Die Häuser müssen mindestens viergeschossig sein, damit von außen direkt klar ist, dass das ein Stück Stadt ist“, so der Architekt.

Fußgängerzone zum Rathaus

Sein Entwurf sieht für das Zentrum des Rathausplatzes den Bau eines Hotels vor, hinter dem sich ein „grünes Band“ anschließt, das den Platz mit den Grünflächen jenseits der Europa-Allee verbindet – eine direkte Sichtachse zwischen Rathaus und Grün wird das allerdings nicht sein. Eine Fußgängerzone mit Geschäften soll die Europa-Allee mit dem Rathausplatz verbinden, außerdem sind bis zu 800 Stellplätze vorgesehen. Die Zufahrt zum neuen Zentrum erfolgt Heides Entwurf zufolge durch eine Einfahrt an der Europa-Allee. „Unsere Herausforderung war es, das große Volumen des Kinos in den Plan zu integrieren“, erklärt der Architekt. Angrenzend an das Kino-Gebäude soll ein größeres Bekleidungshaus entstehen.

Heides Entwurf stieß im Umweltausschuss auf geteilte Reaktionen. Er sei erschrocken über die Kompaktheit der Gebäude, sagte Waldemar Wachtel vom Naturschutzbund. „Das ist doch keine richtige offene Stadtmitte.“ Uwe Kuhn (SPD) bezweifelt, dass sich der Verkehr allein über eine Zufahrt von der Europa-Allee abwickeln lässt. „Die Europa-Allee ist leistungsfähig“, sagte Dirk Perschel, Leiter der Abteilung für Verkehr. Man habe Anfang der Zweitausenderjahre noch mit viel mehr Verkehr und Stellplätzen für die Neue Mitte gerechnet. Ratsmitglied Günther Petrak (Die Unabhängigen) warf die Frage ein, ob Garbsen ein weiteres Hotel brauche und regte an darauf zu achten, dass bei der Bebauung keine toten Ecken entstehen. Der Architekten-Plan sei eine Art Masterplan, so Stadtbaurat Frank Hauke. „Er wird weiterentwickelt. Die Nutzungen für die Gebäude sind nicht vorgeschrieben.“ Heinrich Dannenbrink (CDU) lobte den Ansatz, stellte aber auch die entscheidenden Fragen, auf die es noch keine Antworten gab: „Wie weit sind wir mit den Investoren? Mit wem können wir weiter rechnen?“

Von Linda Tonn

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