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Garbsen Wie weit kommt man mit 50 Euro? IGS-Schüler testen es
Aus der Region Region Hannover Garbsen Wie weit kommt man mit 50 Euro? IGS-Schüler testen es
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00:16 28.06.2018
Wandern, paddeln, radeln: IGS-Schüler müssen mit 50 Euro pro Woche auskommen. Quelle: Collage HAZ
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Garbsen-Mitte

„Am Ende sind alle über sich hinaus gewachsen“, sagt Kristina Schulze. Die Lehrerin an der IGS Garbsen hat wieder ein Gruppe von knapp 20 Siebt- und Achtklässlern auf die Reise geschickt, um sich selbst gestellten Herausforderungen zu stellen. Mit nur 50 Euro in der Tasche waren fünf Schülergruppen acht Tage lang vom 15. bis 22. Juni unterwegs. „Wir sind mit dem Kanu über Leine und Aller bis nach Hodenhagen gefahren“, sagt Lou Isernhagen. Zwischen sechs und 12 Kilometer paddelten die 13-Jährige und ihre drei Mitstreiter am Tag, übernachtet wurde im Zelt, das sie auf Grundstücken von Sportvereinen und Kirchengemeinden aufgestellt hatten.

Schüler planen die Tour

„Die Schüler planen ihre Tour selbstständig“, sagt Schulze. Dafür kommen sie ein halbes Jahr lang einmal in der Woche in der AG Herausforderung zusammen. Begleitet werden sie von Lehrern und Studenten der Leibniz Universität Hannover. Ohne Handy und mit einem kleinen Budget ausgestattet müssen sie den Weg finden und sich selbst versorgen. „Es war toll zu sehen, wie viele hilfsbereiten Menschen es gibt“, sagt Runa Passauer. Sie freut sich, dass sie nach acht Tagen wieder trocken und gesund nach Garbsen zurückgekehrt ist.

Blasen an den Füßen hatten dagegen Can Cakmak und Phillip Bachmann, die gemeinsam mit Mitschülern durch den Harz gewandert sind. „Das war richtig anstrengend“, sagt Bachmann. Trotzdem kämen die meisten Schüler mit leuchtenden Augen zurück, sagt Schulze: „Sie sind stolz und haben gelernt, das man ohne Handy mit vielen Menschen ins Gespräch kommt.“

Diese Aufgaben haben die Gruppen bewältigt:

Mit 15 Kilogramm durch den Deister wandern

„Wir wollten alle wandern und der Deister ist sehr nah“, beschreibt Tamina Arndt die Herausforderung, die sie sich zusammen mit ihren Mitschülern Finn Bless, Cem Kilian Cinkilik und Antonia Guadagno gestellt hat. Mit knapp 15 Kilogramm auf dem Rücken ging es dann los – einmal durch die Berge. Übernachtet haben die Achtklässler in Räumen von Sportvereinen, Kindergärten und Privatpersonen. „Die Menschen waren sehr hilfsbereit“, sagt Guadagno. „Da gab es oft auch noch ein großes Frühstück.“ Gekocht habe die Wandergruppe in Eigenregie, an Geld habe es ihnen nicht gemangelt, sagt Cinkilik, der die Herausforderung immer wieder annehmen würde. „Am schönsten war für mich der Ausblick von den Deister Klippen.“

Finn Bless (v.li), Cem Kilian Cinkilik, Antonia Guadagno, Tamina Arndt und Betreuerin Kristina Schulze. Quelle: Linda Tonn

Für die Übernachtung erst den Stall ausmisten

Für die meisten ihrer Übernachtungen mussten Vivien Wandscheer, Celina Zimmermann, Charleen Becker und ihre drei Mitstreiter erst einmal zur Mistgabel greifen. Sie radelten von Garbsen über Winsen (Aller) zum Weinberghof nach Ibsen und packten dort mit an. „Mit dem Geld sind wir sehr gut ausgekommen“, sagt Zimmermann. „Wir haben die 50 Euro pro Person zusammengeworfen und hatten am Ende sogar noch etwas übrig – für die Rückreise mit dem Zug.“ Allerdings habe sie sich vor allem beim Einkaufen zurückhalten müssen. „Dann fragt man sich, was man wirklich braucht“, sagt Wandscheer. Für ihr Geld zu arbeiten, hat den Schülerinnen nichts ausgemacht. „Schwierig war es manchmal nur ohne Handy auszukommen“, sagt Becker.

Celina Zimmermann (v.li), Charleen Becker, Vivien Wandscheer und Begleiterin Inga Lazic halfen auf dem Weinberghof aus. Quelle: Linda Tonn

311 Kilometer mit dem Rad nach Berlin fahren

311 Kilometer wollten die Schülerinnen Merle Erbsen, Kaja Poppe und zwei weitere Mitstreiter mit dem Rad zurücklegen. „Einmal von Garbsen bis nach Berlin“, sagt Poppe. Am Ende wurden es 400 Kilometer. „Wir haben uns mindestens einmal pro Tag verfahren“, erzählt Erbsen. Doch die Erfahrung ohne Handy, dafür aber mit der Hilfe von fremden Menschen voran zu kommen, sei eine schöne gewesen. Übernachtungsmöglichkeiten fanden die Schülerinnen in Kindergärten, Schulen und Kirchengemeinden. Viele Menschen hätten ihnen auch immer wieder Essen angeboten und der erste platte Reifen ließ bis zum letzten Tag auf sich warten. „Es war tolle, die Strecke bewältigt zu haben“, sagt Poppe. „Aber es war auch sehr anstrengend.“

Kaja Poppe (v.li), Merle Erbsen und Begleiter Simon Krull radelten 311 Kilometer nach Berlin. Quelle: Linda Tonn

Von Linda Tonn

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