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Garbsen Diebstahl in Massen: Mann muss in Haft
Aus der Region Region Hannover Garbsen Diebstahl in Massen: Mann muss in Haft
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15:32 01.11.2018
Der Angeklagte muss wegen gewerbsmäßigen Diebstahls für zwei Jahre und acht Monate ins Gefängnis. Quelle: dpa
Garbsen/Seelze/Hannover

Ein 52-Jähriger aus Letter ist am Donnerstag am Amtsgericht Hannover wegen gewerbsmäßigen Diebstahls zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden. Der ehemalige Mitarbeiter des Logistik-Unternehmens Arvato soll über mehrere Jahre Markenkleidung von seinen Arbeitsplätzen in Garbsen und Hannover gestohlen haben, offenbar um sie weiterzuverkaufen. Der Schaden soll sich laut Anklageschrift auf mindestens 3150 Euro belaufen.

Polizei entdeckt Beute durch Zufall

Aufgeflogen sind die Diebstähle rein zufällig: Seelzer Polizisten hatten die Schwester des 52-Jährigen in Letter mit einem Durchsuchungsbeschluss in der Hand aufgesucht, um deren Führerschein sicherzustellen. Bei der Durchsuchung der Wohnung war ihnen ein abgeschlossener Raum aufgefallen. Als die Ermittler diesen ebenfalls durchsuchten, entdeckten sie „unglaubliche Massen noch verpackter Markenkleidung mit originalen Etiketten“, wie sich ein Polizist am Donnerstag als Zeuge erinnerte.

Bei der Auswahl seiner Beute war der 52-Jährige offenbar nicht wählerisch. Die Beamten stellten unter anderem Lederjacken, Kleider, Hosen, Geldbörsen, Handtaschen, Slips und Modeschmuck sicher. Zwei leitende Angestellte von Arvato sagten aus, dass es sich eindeutig um Ware aus den Logistikhallen in Garbsen und Hannover handele. Das sei unter anderem an den Nummern auf den Etiketten und an der Art der Verpackung zu erkennen. Außerdem sei bei einem Abgleich festgestellt worden, dass genau diese Ware „als Verlust gemeldet“ worden war. Wie der Angeklagte die Ware vom Gelände geschafft hat, blieb vor Gericht rätselhaft. Der stellvertretende Betriebsleiter des Unternehmens sagte, die Taschen jedes fünften Mitarbeiters würden am Werkstor durchsucht, um solche Diebstähle zu verhindern.

Verteidigerin fordert Freispruch

Der Angeklagte schwieg vor Gericht. Auch seine Schwester machte von ihrem Recht Gebrauch, nicht aussagen zu müssen. Die Verteidigerin des Mannes forderte Freispruch. Aus ihrer Sicht sei nicht erwiesen, dass ihr Mandant der Täter sei. Er habe zur Zeit der Durchsuchung gar nicht mehr in der Wohnung in Letter gelebt. Der Staatsanwalt sah das völlig anders. „Ich habe überhaupt keine Zweifel, dass der Angeklagte der Täter war“, sagte er und forderte eine Haftstrafe von drei Jahren und zwei Monaten. Der Fall ist nach Ansicht der Staatsanwaltschaft außergewöhnlich, weil Ermittler sicher nachweisen konnten, dass die Beute aus den Arvato-Standorten in Garbsen und Hannover stammt, wo der Mann gearbeitet hat.

Das überzeugte auch das Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Ulrich Kleinert. Es sei deshalb auch kein anderer möglicher Täter erkennbar, sagte Kleinert in der Urteilsbegründung. Der Angeklagte sei bereits mehrfach wegen Diebstahls vorbestraft und habe sich eine außergewöhnlich lange Serie von Taten geleistet. Deshalb könne er nicht mehr mit einer Bewährungsstrafe rechnen – „erst recht nicht, wenn er vor Gericht nicht zu seinen Taten steht“, sagte Kleinert.

Von Gerko Naumann

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