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Garbsen Keine Ampel für die Leistlinger Straße
Aus der Region Region Hannover Garbsen Keine Ampel für die Leistlinger Straße
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14:05 25.10.2018
Politiker, Verwaltungsmitarbeiter und Anwohner haben am Donnerstagmorgen über die Verkehrssituation an der Leistlinger Straße in Meyenfeld diskutiert. Quelle: Gerko Naumann
Meyenfeld

Wie kann die gefährliche Situation im Berufsverkehr für Eltern und Kinder an der Leistlinger Straße entschärft werden? Mit dieser Frage beschäftigen sich Politik und Verwaltung in Garbsen seit Jahren. Am Donnerstagmorgen haben sie sich vor dem Kindergarten zu einem Ortstermin getroffen. Zuletzt hatte der Ortsrat zum wiederholten Mal gefordert, dass an der Stelle eine Ampel aufgestellt werden soll. Damit setzten sich die Politiker über eine Vorlage der Verwaltung hinweg, die eine „Überquerungshilfe“ oder eine Verengung der Fahrbahn vorgeschlagen hatte.

Die Tempo-30-Zone an der Leistlinger Straße ist vor Kurzem erweitert worden. Quelle: Gerko Naumann

Chaos im Berufsverkehr

Die stellvertretende Ortsbürgermeisterin Angela Thimian-Milz machte klar, das an der Stelle dringend und schnell etwas geschehen muss: „Im Berufsverkehr ist hier richtig Chaos“, sagte sie. Vor allem in den Morgenstunden, wenn die Eltern ihre Kinder zur Kita bringen, sei die Lage unübersichtlich, weil viele vor der Kita auf der viel befahrenen Leistlinger Straße parken. Für Fußgänger sei es dann so gut wie unmöglich, sicher auf die andere Straßenseite zu gelangen. „Deshalb müssen wir endlich eine gute Lösung finden, um die Sicherheit für alle zu gewährleisten“, forderte Thimian-Milz.

Politiker, Verwaltungsmitarbeiter und Anwohner haben am Donnerstagmorgen über die Verkehrssituation an der Leistlinger Straße in Meyenfeld diskutiert. Quelle: Gerko Naumann

Dieser Meinung schloss sich Dirk Perschel, Leiter des Fachbereichs Umwelt, Verkehr und Stadtgrün bei der Stadt Garbsen, grundsätzlich an. Eine vom Ortsrat geforderte Ampel werde allerdings nicht aufgestellt. Dafür seien die gesetzlichen Grundlagen nicht gegeben, sagte Perschel und lieferte frische Zahlen. Eine Messung kurz vor den Herbstferien hatte ergeben, dass selbst in Spitzenzeiten maximal 16 Menschen die Straße vor der Kita überquert hatten. „Um eine Ampel zu rechtfertigen, müssten es mindestens 50 Menschen pro Stunde sein“, berichtete Perschel.

Unterstützung erhielt der Stadtmitarbeiter von Manfred Lockemann. „An den Fakten hat sich seit 2015 nichts geändert“, sagte der Teamleiter im Fachbereich Verkehr der Region Hannover. Damals hatte die Behörde schon einmal abgelehnt, dass vor der Kita eine Ampel errichtet wird. Und die habe sich an Recht und Gesetz zu halten, betonte Lockemann.

Anwohner hoffen auf Ausnahme

Mit dieser Antwort gab sich Manfred Kammler (AfD) nicht zufrieden. „Wir sollten uns nicht starr auf die Gesetze zurückziehen, sondern bürgerfreundlich diskutieren“, sagte er. Ähnliches forderte die Anwohnerin und Mutter Susanne Höfer, die als Polizistin arbeitet: „Es muss doch eine Möglichkeit geben, hier eine Ausnahme zu machen, um die Sicherheit für die Kinder zu verbessern.“

"Nicht warten, bis etwas passiert": Judita (links) und Anja Opitz müssen die unübersichtliche Straße jeden Tag mit ihren Kindern überqueren. Quelle: Gerko Naumann

Thimian-Milz sagte, sie könne den Unmut der Bürger verstehen. In Schloß Ricklingen und Frielingen gäbe es sogenannte Bedarfsampeln an Orten, die weitaus weniger frequentiert seien als die Leistlinger Straße. Das führe dazu, dass sich die Meyenfelder benachteiligt fühlen. In ihrem Fazit einigten sich die Ortsratsmitglieder darauf, dass sie sich wenn möglich schon bei der nächsten Sitzung wieder mit den Vorschlägen der Verwaltung beschäftigen wollen, die Straße zu verengen und ein Halteverbot vor der Kita einzurichten.

Von Gerko Naumann

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