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Garbsen So will die Polizei Einbrüche verhindern
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00:19 01.11.2018
Silke Gottschalk und ihr Kollege Maik Reinert gegen Tipps zum Schutz vor Einbrüchen. Quelle: Anke Lütjens
Garbsen-Mitte

Gerade mit Beginn der dunklen Jahreszeit nimmt die Zahl der Einbrüche zu, weil die Täter leicht prüfen können, ob jemand zu Hause ist. Generell gehen die Einbruchszahlen seit 2014 auch in Garbsen zurück, auch weil die Landeskriminalämter ihre Prävention verstärkt haben. 2017 ist die Zahl der Einbrüche in der Stadt um neun auf 142 zurückgegangen. Das führen Polizeibeamtin Silke Gottschalk und ihr Kollege Maik Reinert, der für die zentrale Sachbearbeitung von Einbrüchen im Bereich der Polizeiinspektion Garbsen (PI) zuständig ist, auf mehrere Faktoren zurück.

Polizei betreibt offensiv Prävention

„Der Schutz hat sich verbessert, und wir haben auch mehr Täter ermittelt“ sagte Reinert. Vor allem aber sei offensiv Prävention betrieben worden, ergänzt Gottschalk. So bietet die Polizei viele Informationsstände bei Veranstaltungen, in Supermärkten oder auf Märkten an. Fußstreifen oder Kontaktbeamte stehen den Bürgern für Fragen zur Verfügung. Gottschalk informiert zudem in Vorträgen und über die Presse über Einbruchsschutz.

Kinospot macht auf Thema aufmerksam

Bei der Polizeiinspektion in Garbsen sind zahlreiche Broschüren wie „Sicher wohnen“, zu Alarmanlagen, Nachbarschaftshilfen oder staatlichen Förderungen kostenlos erhältlich. „Außerdem können sich Haus- und Wohnungsbesitzer im Netzwerk Zuhause sicher beraten lassen, dem die Stadt Garbsen angehört“, sagte Gottschalk. Noch bis Mitte November macht die Kriminalprävention bundesweit mit einem Kinospot auf das Thema aufmerksam. Er soll die Bevölkerung auch für effektive Sicherungsmöglichkeiten sensibilisieren.

Polizisten geben Tipps zum Einbruchsschutz

Der Spot ist der aktuellste Teil der dokumentarisch angelegten Youtube-Serie „Die Elster. Ein Profieinbrecher packt aus“. Diese begleitet den fiktiven Einbrecher auf seinen chaotischen Streifzügen und vermittelt nebenbei die von der Polizei empfohlenen Verhaltenstipps zum Einbruchsschutz. Davon haben auch die Garbsener Polizisten einige parat. An erster Stelle stehen für sie das Aufrüsten von Fenstern und Türen. „Wenn Bewohner das Hause verlassen, sollten Fenster geschlossen und Türen abgeschlossen werden“, sagte Gottschalk. Sie rät, Schlüssel nicht draußen zu verstecken. Wenn ein Schlüssel verloren geht, sollte der gesamte Schließmechanismus ausgetauscht werden.

Täter informieren sich über Abwesenheit

Täter informieren sich auch über Anrufe und soziale Medien, ob Bewohner verreist sind. „Daher sollten diese Anrufbeantworter nicht mit ihrer Abwesenheit besprechen oder Urlaubsfotos posten“, sagte Gottschalk. Einbrecher kann es abschrecken, wenn „der Einduck entsteht, dass Leute zuhause sind“, ergänzte Reinert. Das könne auch mit Hilfe von Nachbarn gelingen, wenn die zu unterschiedlichen Zeiten Licht anmachen, den Wäscheständer vor die Tür oder ein Auto vor die Garage stellen.

Polizei kümmert sich auch um Nachsorge

Hilfreich ist auch eine sogenannte Wertgegenstandsliste, in der Wertgegenstände katalogisiert werden können. Polizisten klingeln auch an Haustüren und verteilen Info-Material. „Wir müssen nachhaltig dranbleiben. Die Kombination führt zum Erfolg“, betonte Reinert. Nach einem Einbruch leiden viele Leute unter Nachwirkungen. Hier leistet die Polizei Nachsorge oder bietet Hilfe über den Weißen Ring an.

Weitere Informationen sind auch unter www.polizei-beratung.de und www.k-einbruch.de erhältlich.

Von Anke Lütjens

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