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Garbsen Quartiersmanager de Buhr verliert die Horst
Aus der Region Region Hannover Garbsen Quartiersmanager de Buhr verliert die Horst
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00:18 28.06.2018
Quartiersmanager Marc Müller-de Buhr. Quelle: Archiv (B.Riedel)
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Garbsen

Marc Müller-de Buhr ist nicht mehr Quartiersmanager im Projekt Soziale Stadt Auf der Horst. Er bleibt aber für den Kronsberg Berenbostel zuständig. Die Stadt musste den Vertrag neu ausschreiben.

Alter Vertrag stammte aus 2008

Die Personalie kommt überraschend: Am Freitag hat die Stadtverwaltung Rat und Presse informiert, die Entscheidung gilt aber schon seit 31. Mai. Weder Politik noch Stadtteilbeirat waren zuvor über Vertragsverhandlungen zwischen Müller-de Buhrs Arbeitgeber BauBeCon Sanierungsträger GmbH in Bremen und der Stadt informiert worden. Das sei ein Geschäft der laufenden Verwaltung, der Rat sei nicht beteiligt, erklärt Stadtsprecher Benjamin Irvin.

Zum Hintergrund: Die BauBeCon hat seit 2008 den Auftrag, das Thema Soziale Stadt, die Beteiligungsmöglichkeiten und Aktivitäten in der Bevölkerung bekannt zu machen, Projekte zu koordinieren und Mitmacher zu gewinnen. Dies, die Arbeit des Stadtteilbeirates, die Betreuung der Internetseite www.garbsenaufderhorst.de und das Stadtteilbüro als Anlaufstelle sind Aufgaben des Quartiersmanagers. Müller-de Buhr hatte die Aufgabe im April 2014 mit 19 Stunden pro Woche von Vorgängerin Monika Dehmel übernommen. Grundlage seiner Arbeit ist der Vertrag zwischen BauBeCon und Stadt von 2008.

Ibis gewinnt die Ausschreibung

Der Vertrag ist nicht mehr aktuell. Müller de-Buhr ist seit 2016 auch Quartiersmanager im zweiten Sanierungsgebiet – Kronsberg Berenbostel. Die 2008 fixierte Entlohnung für das Stundenkontingent war nicht mehr zeitgemäß. „Solche laufenden Verträge dürfen aber nicht angepasst werden, wenn sie ausgeschrieben waren“, erklärt Stadtsprecher Irvin. Der BauBeCon sei nichts anderes übrig geblieben, als den Vertrag zu kündigen. Daraufhin schrieb die Stadt das Quartiersmanagement europaweit neu aus. Gewonnen hat die Firma Ibis (Institut für interdisziplinäre Beratung und interkulturelle Seminare). Sie stellt ab 1. Juli einen neuen Quartiersmanager für die Horst. Sanierungsträger bleibt die BauBeCon; sie betreut für die Stadt im Wesentlichen die Anträge auf Zuschüsse aus dem Städtebauförderungsprogramm.

Bund, Land und Stadt haben seit 2006 insgesamt rund 6,7 Millionen Euro in die Infrastruktur investiert. Das sind Wege und Plätze, das ist der Platanenhain mit Fitness- und Bouleanlage, der sanierte Hérouville-St.-Clair-Platz, Straßenbeleuchtung, Spielplätze und jetzt zuletzt der Stadtteilpark am Fuß der A2. Die Städtebauförderung läuft nach heutigem Stand 2020/21 aus, kann aber verlängert werden.

Schütte: „Es wird für die Stadt teurer“

Müller-de Buhr verliert die Aufgabe auf der Zielgeraden der Sanierungszeit. Er hat sich in vier Jahren zum Gesicht dieses Prozesses entwickelt. „Wir bedauern die Entscheidung sehr“, sagt BauBeCon-Geschäftsführer Rolf Schütte, „Herr de-Buhr hat vorbildliche Arbeit geleistet.“ Schütte hätte sich eine andere Lösung gewünscht, zumal es für die Stadt teurer werde, zwei Quartiersmanager zu bezahlen, „als für einen moderat das Gehalt anzuheben“, sagt Schütte. Andererseits sei die neue Ausschreibung eine rechtlich saubere Lösung und so vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt vorgegeben. „Wir haben die Ausschreibung verloren, aber so sind die Regeln“, sagt Schütte. Weder Stadt noch Schütte befürchten negative Folgen für die Arbeit im Stadtteil. „Ibis hat eine sehr überzeugende Bewerbung abgegeben“, sagt Irvin.

Ansprechpartner für den Übergangszeitraum im Juni sind Bettina Schlomka und Jana Kropp in der Stadtverwaltung, Telefon (05137) 980073. Die Sprechzeiten im Stadtteilbüro entfallen vorerst.

Von Markus Holz

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