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Garbsen Rentner warnt vor unseriöser Gewinnspiel-Post
Aus der Region Region Hannover Garbsen Rentner warnt vor unseriöser Gewinnspiel-Post
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13:25 08.11.2018
Solche Schreiben über vermeintliche Gewinne erhält Klaus Hackbarth in den vergangenen Wochen regelmäßig. Quelle: Gerko Naumann
Stelingen

 Als Rentner Klaus Hackbarth vor einigen Tagen aus einem Kurzurlaub nach Stelingen zurückkehrte, war sein Briefkasten prall gefüllt. Bei genauer Durchsicht der Post stellte der 75-Jährige fest, dass sich darunter stapelweise Schreiben von Gewinnspiel-Betreibern befanden. Je nach Anbieter sollte er einmal ein „Geschenk im Wert von über 300 Euro“ oder sogar eine „10-Jahres-Rente im Wert von 120.000 Euro“ erhalten.

Stelinger wendet sich an die Polizei

„Ich bin ein skeptischer Mensch und habe mir die Briefe und Karten genau durchgelesen“, berichtet Hackbarth. Die erwecken durchaus einen seriösen Anschein, schon durch auffällige Begriffe wie „Dringend“ oder „Wichtige Mitteilung“. Alle Schreiben haben aber eines gemeinsam: Bevor der angebliche Gewinn übergeben wird, muss der angebliche Gewinner eine Hotline anrufen. Das tat Hackbarth natürlich nicht. Stattdessen wandte er sich an die Beamten in der Polizeistation in Berenbostel. Die versprachen, den Fall zu prüfen.

In der Zwischenzeit will Hackbarth nun selbst handeln und andere Garbsener vor dieser Masche warnen. „Man liest ja immer wieder von Strauchdieben, die älteren Menschen das Geld mit Tricks aus der Tasche ziehen wollen“, sagt Hackbarth und meint damit beispielsweise den Enkeltrick. Deshalb rät er anderen Senioren, das gleiche mit der Gewinnspiel-Post zu tun, was er auch gemacht hat. „Dazu hat man schließlich einen Papierkorb“, sagt der Rentner.

Verbraucherschützer kennen die Masche

Die Mitarbeiter der Verbraucherschutzzentrale Niedersachsen beobachten das Vorgehen unseriöser Gewinnspiel-Anbieter seit Jahren. „Das ist ein Dauerbrenner bei uns“, bestätigt Mona M. Semmler, Referentin für Verbraucherrecht. Wie genau die Anbieter an die Daten der meist älteren Menschen kommen, ist nicht bekannt. Sicher sei jedoch, „dass solche Firmen nichts zu verschenken haben“.

Deshalb lautet der grundsätzliche Rat der Expertin: „Lesen Sie sich solche Schreiben genau durch. Wenn es sich erkennbar um einen Betrugs-Versuch handelt, wenden Sie sich an uns oder an die Polizei.“ Hackbarts Reaktion, die Schreiben zu entsorgen, sei in jedem Fall richtig gewesen. Ganz wichtig sei es, keine Daten an Unbekannte weiterzugeben, sagt Semmler. Und sollte doch mal jemand auf Betrüger hereingefallen sein, gilt: „Machen Sie von Ihrem Rücktrittsrecht Gebrauch.“

Von Gerko Naumann

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