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Garbsen Amazon: Grüne wollen mehr Sicherheit für Radfahrer
Aus der Region Region Hannover Garbsen Amazon: Grüne wollen mehr Sicherheit für Radfahrer
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00:26 25.04.2018
An der Zufahrt zum neuen Amazon-Sortierzentrum an der Burgstraße könnte es für Radfahrer gefährlich werden. Quelle: Anke Lütjens
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 Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat Garbsen sorgt sich um die Sicherheit von Radfahrern angesichts des neuen Logistikzentrums von Amazon an der Burgstraße. Sie hat einen Antrag an den Rat formuliert. Dieser tagt am Montag, 18. Juni, um 18 Uhr im Ratssaal. Bei einem Ortstermin mit dem ADFC haben die Politiker Ideen entwickelt, wie der Radweg sicherer gestaltet werden kann.

„Der Radweg entlang der Burgstraße soll an der Einmündung zur Stichstraße zum Logistikzentrum mehrfach gesichert werden“, schreibt der Fraktionsvorsitzende, Darius Pilarski. Der Vorrang des Radverkehrs vor dem Logistikverkehr soll verdeutlicht und bestmöglich gesichert werden, heißt es in dem Antrag. Dazu machen die Grünen mehrere Vorschläge.

Grüne wollen Verkehr bremsen

Der Geh- und Radweg soll demnach auf eine Bordsteinhöhe oberhalb der Fahrbahn angehoben werden. Die Anhebung wird mit Rüttelschwellen versehen. Damit soll ein deutliches Abbremsen des Verkehrs erzwungen und das Bewusstsein für den beidseitig genutzten Radweg geweckt werden. Außerdem schlagen die Grünen vor, eine gute Beleuchtung mindestens 50 Meter vor und hinter der Einfahrt zu installieren sowie Schilder aufzustellen, die zeigen, dass der Radverkehr Vorrang hat.

Radar-Anlage soll Leben retten

Für die von der Burgstraße abbiegenden Lastwagen soll eine sogenannte Bike-Flash-Anlage angebracht werden. Das überwacht per Radar, ob ein Radfahrer auf dem Weg unterwegsist, erklärt Pilarski. Sollte das der Fall sein, leuchten an einem Pfahl Lampen auf, die in verschiedenen Höhen angebracht sind. „So können sowohl Auto- als auch Lastwagenfahrer früh erkennen, dass ein Radfahrer in der Nähe ist“, sagt der Fraktionschef der Grünen. Das soll vor allem Unfälle im sogenannten toten Winkel beim Abbiegen verhindern. Die Anlage kostet zwischen 15.000 und 20.000 Euro. Eine Husumer Firma hat das neue System entwickelt, es ist unter anderem in den Niederlanden bereits im Einsatz. Ob die Stadt oder Amazon die Kosten übernimmt, ist unklar. „Das sollte uns die Sicherheit aber in jedem Fall wert sein“, findet Pilarski.

Tote Winkel sind lebensgefährlich

Die Fraktion begründet ihren Antrag damit, dass der Autoverkehr an der Burgstraße nach der Eröffnung des Logistikzentrums deutlich zunehmen wird und damit die Gefahren für Radfahrer steigen. Der Radweg werde überwiegend von Pendlern und Schülern genutzt, heißt es im Antrag. Besonders dem lebensgefährlichen toten Winkel bei Lastern müsse entgegengewirkt werden. Nach Meinung der Grünen sind die bisher vorgesehenen Sicherheitsvorkehrungen unzureichend. Daher müsse kurzfristig umgeplant werden.

An der Zufahrt zum neuen Amazon-Sortierzentrum an der Burgstraße könnte es für Radfahrer gefährlich werden. Quelle: Anke Lütjens

      

Von Anke Lütjens und Gerko Naumann

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