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Stehende Ovationen für Herbert Pannwitz

Garbsen Stehende Ovationen für Herbert Pannwitz

Stehende Ovationen für ein unumstrittenes Vorbild: Herbert Pannwitz ist am Freitagabend nach Siegfried Döbbecke und Roland Schumüller zum dritten Stelinger Ehrenortsbrandmeister ernannt worden.  

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Herbert Pannwitz.
 

Quelle: Markus Holz

Stelingen.   Herbert Pannwitz ist eher ein Mann der leisen Töne. Nach der Ernennung zum Ehrenortsbrandmeister am Freitagabend wurde er noch ein bisschen leiser. „Ich widme diese Ehrung meiner Familie. Sie hat mich immer unterstützt. Ohne diese Unterstützung geht es nicht“, sagte er, dankte und nahm den ungeteilten Applaus der Feuerwehrleute bescheiden mit einem Lächeln entgegen. 

Pannwitz hatte ab 1999 die Verantwortung für die Ortsfeuerwehr 18 Jahre lang getragen und  2017 an Daniel Voigland abgegeben. Siegfried Döbbecke war 30 Jahre lang Ortsbrandmeister (1951-1981), Roland Schumüller 18 Jahre (1981-1999) – drei Ortsbrandmeister in 66 Jahren, das ist eine hohe personelle Konstanz. In seiner Laudatio nannte Bürgermeister Christian Grahl Herbert Pannwitz ein Vorbild, „zum dem jeder aufsieht und der hier lange Zeit für alles die Verantwortung trug.“

Für Voigtland war es die erste Jahresdienstversammlung als Ortsbrandmeister. 1322 Stunden haben seine Mitglieder in Dienste, Einsätze, Ausbildung und Veranstaltungen wie den Weihnachtsmarkt investiert. „Ohne diese Zeit, ohne Euch und die Feuerwehr gäbe es kein Dorfleben in Stelingen“, sagte Voigtland. 57 Einsätze hat die Feuerwehr geleistet, wegen des Orkans Xavier und starker Regenfälle zehn mehr als 2017. Sie verfolgt zusammen mit anderen Ortsfeuerwehren ein neues Ausbildungskonzept mit realistischen Szenarien, hat die erfolgreichste Wettkampfgruppe der Stadt, wird unterstützt von einem Förderverein und bietet Aktivitäten für Sechs- bis fast 90-Jährige wie Siegfried Döbbecke an. Die Zahl der Mitglieder stieg um fünf auf 326. Besonders stark sind die Minis (26 Mitglieder) und die Jugendfeuerwehr (18). Stelingen hatte die erste Mini-Gruppe für Sechs- bis Neunjährige im Stadtgebiet.

Personell hat sich am Freitagabend das Karussel der Verantwortung gedreht: Jugendwart Daniel Niehoff hat sein Amt aus beruflichen Gründen niedergelegt, Nachfolger ist Eike Hornbostel. Melina Stafetzky, bisherige Leiterin der Minis, ist Hornbostels neue Stellvertreterin. Die Minis übernimmt Sina Milde. Die fünf Anwärter Jaqueline Voges, Timo und Ole Schmitz, Lennart Lassen und Niklas Krügener haben ihren Grundlehrgang 2017 mit Bestnote abgeschlossen und wurden befördert. „Ihr engagiert euch vorbildlich und seid immer da, wenn etwas zu tun ist – danke“,  sagte Voigtland. Jaqueline Pichler und Lena Bollinger wechseln aus der Jugend zu den Aktiven, Niklas Krügener, Jaqueline Oppermann, Lennart Hoffmann und Natalie Klapp (ab 2019) steigen quer ein.

Jürgen Hornbostel ist für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt worden. Daniel Voigtland wurde zum Brandmeister, sein Stellvertreter Rouven Schmitt zum Ersten Hauptlöschmeister und Tim Latka zum Oberlöschmeister befördert. Christian Hemmer trägt jetzt den Rang eines Oberfeuerwehrmannes. 

Als erstes Gerätehaus in Garbsen wird Stelingen in diesem Jahr mit drei neuen Rolltoren ausgestattet. Die Sanierung der Tore steht in nahezu allen Gerätehäusern an, weil sie den Sicherheitsstandards nicht mehr entsprechen. In Stelingen ist zusätzlich die Elektrik ausgefallen, darum hat die Wache jetzt Vorrang. 

Der gemeinsame schriftliche Gruß der mehr als 100 Aktiven und Fördernden ging am Freitag in ein Krankenhaus: Reinhard Pietzowsky, ehemaliger stellvertretender Ortsbrandmeister und seit vielen Jahren Motor der sehr aktiven Alterabteilung, konnte die Versammlung aus gesundheitlichen Gründen nicht besuchen.

Von Markus Holz

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