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Garbsen So hat sich die Kriminalität in Garbsen entwickelt
Aus der Region Region Hannover Garbsen So hat sich die Kriminalität in Garbsen entwickelt
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00:45 08.03.2018
Uwe Rischbieter, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes, und Ulrich Knappe, Leiter der PI Garbsen, stellen die Kriminalstatistik für das Jahr 2017 vor. Quelle: Linda Tonn
Garbsen

 Die Zahl der Straftaten in Garbsen ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig konnten die Ermittler die Aufklärungsquote um vier Prozent auf 58,5 Prozent steigern. Das geht aus der Kriminalstatistik 2017 hervor. „Diese hohe Aufklärungsquote macht uns sehr stolz“ , sagte Uwe Rischbieter, der Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes. Bei der Zahl der Straftaten nähere man sich einem Fünf-Jahres-Tief und liege unter dem Mittelwert der vergangenen fünf Jahre. 

255 Straftaten weniger

Für das Jahr 2017 zählten die Ermittler insgesamt 3590 Fälle, im Jahr 2016 waren es noch 3845. Die Zahl der Straftaten sei in fast allen Deliktsbereichen zurückgegangen, sagte Rischbieter.  Zugenommen habe allerdings die Gewaltbereitschaft gegen Polizisten. 18 Mal seien Beamte im vergangenen Jahr in Garbsen angegriffen worden. Dieser Trend sei allerdings kein stadtspezifisches Problem oder an bestimmte Brennpunkte geknüpft, sondern im Land Niedersachsen flächendeckend vorhanden.

Einbrüche sind Schwerpunkt

Nach wie vor liegt der Schwerpunkt der Arbeit der Polizeiinspektion Garbsen auf der Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen. Das müsse auch weiterhin so bleiben, sagte Ulrich Knappe, der Leiter der Polizeiinspektion (PI) Garbsen. Seit 2014 werden alle Einbrüche von der zentralen Ermittlungsgruppe Eigentum bearbeitet. Dadurch sei es gelungen, die Fallzahlen zu reduzieren und die Aufklärungsquote zu steigern, sagte Knappe. Im Vergleich zum Vorjahr ist 2017 die Zahl der Wohnungseinbrüche um neun auf 142 zurückgegangen. 

Täter von Serien gefasst

Außergewöhnlich sei die hohe Aufklärungsquote von knapp 45 Prozent. Dieser Wert habe nur erreicht werden können, weil die Täter zu zwei Einbruchserien gefasst werden konnten, sagte Rischbieter: „Für die Aufklärung ist das ein Glücksfall.“ Im November 2016 war es in den Stadtteilen Altgarbsen, Auf der Horst, Havelse und Garbsen-Mitte zu einer Serie von 30 Einbrüchen gekommen – drei Beschuldigte wurden gefasst. Auch 16 Einbrüche in Berenbostel im Februar 2017 wurden von zwei Tätern verübt. Die Polizei ertappte den 24- und 26-Jährigen auf frischer Tat.

Betreuung von Opfern

Im Bereich der Wohnungseinbrüche beschäftige die Polizei nicht nur die Aufklärung der Fälle an sich – vielmehr sei ein intensiver Kontakt zu den Geschädigten notwendig, sagte Rischbieter. „Auch wenn der Schaden an Haus oder Wohnung bei einem versuchten Einbruch häufig nicht hoch ist, bleibt doch eine psychische Belastung.“ Um die Opfer besser betreuen zu können, werde in der dunklen Jahreszeit von Oktober bis April die Ermittlungsguppe aufgestockt, sagte Knappe. Daran werde man festhalten.

Ulrich Knappe ist Leiter der Polizeiinspektion Garbsen. Mit ihm sprach unsere Mitarbeiterin Ann-Christin Weber.

Ulrich Knappe, Leiter der Polizeiinspektion Garbsen Quelle: Ann-Christin Weber

Herr Knappe, warum liegt die Aufklärungsquote deutlich über denen der Vorjahre?

 Weil wir unser Personal in Spurensuche und -auswertung besser geschult haben und weil wir Ermittlungsgruppen gebildet haben, die sich speziell um bestimmte Delikte kümmern. Die Spezialisierung zahlt sich aus.

 Kann die Polizei bei der Aufklärung von Wohnungseinbrüchen besser werden? 

Ja, wir werden die Ermittlungsgruppe in der dunklen Jahreszeit aufstocken. Wir lassen auch nichts unversucht, um alle Möglichkeiten der Technik und der Ausbildung auszuschöpfen. Einbrüche sind ein Schwerpunktthema, wir investieren unsere ganze Kraft.

Wie erklären Sie die deutlich zugenommene Gewalt gegen ihre Einsatzkräfte?

Das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Wir haben in Garbsen allgemein einen Anstieg der Roheitsdelikte wie Körperverletzung oder Nötigung. Handgreiflichkeiten unter Alkohol und Drogen nehmen zu. Polizisten bekommen das als erste vor Ort zu spüren. 

Von Linda Tonn

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