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Garbsen Neue Wasserstelen für Friedhöfe
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16:14 09.11.2017
Beate Butsch und Wilhelm Meine von der Stadtverwaltung präsentieren eine der neuen Wasserstelen auf dem Friedhof Berenbostel. Quelle: Anke Lütjens
Berenbostel

 Die Abteilung Stadtgrün und Friedhöfe der Stadtverwaltung hat auf dem Friedhof Berenbostel 15 von insgesamt 20 Wasserbecken gegen Wasserstelen ausgetauscht. Acht Wasserschöpfbecken bleiben vorerst erhalten. Nach und nach sollen weitere Wasserstelen auf den städtischen Friedhöfen in den Stadtteilen Auf der Horst, Stelingen und Schloß Ricklingen aufgestellt werden.

Die alten Becken waren in die Jahre gekommen und brachten einen hohen Wartungsaufwand mit sich. Sie mussten regelmäßig von Algen und Laub befreit werden, Ersatzteile waren kaum noch zu beschaffen.  „Sie sind von den Kosten und der Unterhaltung her günstiger“, sagte Wilhelm Meine, der bei der Stadt für die Friedhöfe zuständig ist. Die Wassersäulen kosten 1200 Euro das Stück. „Das ist sehr gut, was sie hier gemacht haben“, sagte eine Friedhosfsbesucherin.

Städtische Friedhöfe sind überkonfessionell

Abteilungsleiterin Beate Butsch wies darauf hin, dass die städtischen Friedhöfe überkonfessionell seien. „Sie dienen der Bestattung aller Personen, die bei ihrem Tod Einwohner der Stadt waren – unabhängig von Alter, Geschlecht, Abstammung oder Glauben“, sagte sie.  Auf dem Friedhof Auf der Horst gibt es auch ein Gräberfeld für Muslime. Die Gesamtgröße aller vier Friedhöfe beträgt 15,45 Hektar.

Quelle: Anke Lütjens

Auf den kommunalen Friedhöfen wird eine Vielfalt unterschiedlicher Bestattungsmöglichkeiten angeboten, die vielen Bürgern nach Ansicht der Verwaltungsmitarbeiter vielleicht noch nicht bekannt sind. Zeitlich befristet sind Reihengräber, pflegefreie Rasenreihengräber und anonyme Gräber für Erd- und Feuerbestattungen. Zeitlich verlängerbar sind Wahlgräber für Erd- und Feuerbestattungen sowie Kindergräber. Auf den Friedhöfen gibt es für die Gräber unterschiedliche Gestaltungsvorschriften.

Friedhöfe stehen vor hartem Wettbewerb

Die Zahl der Beisetzungen auf den vier Friedhöfen pro Jahr schwankt nach Angaben der Verwaltung erheblich. Durchschnittlich waren es zuletzt 310 pro Jahr. Mit 175 zu 135 werden aktuell mehr Urnen als Särge beigesetzt. Meine prognostiziert einen härteren Wettbewerb für die Friedhöfe. Alternativangebote können zu einem Rückgang der Beisetzungszahlen führen, was Mehrbelastungen für alle Garbsener zur Folge haben könnte. Das Bestattungswesen sei im Wandel begriffen, daher versuche die Stadt, den Bedürfnissen gerecht zu werden. 

Stadt hat in Kapelle investiert

Jährlich entstehen der Stadt Kosten von knapp einer Million Euro für die Unterhaltung der Gebäude und Außenanlagen sowie der Bewirtschaftung. Hinzu kommen noch Investitionen wie zuletzt bei der Kapelle, wo eine neue Infrarotheizung, neue Scheiben und LED-Leuchten eingebaut wurden. Geplant ist auch, die Kühlzellen zu erneuern.

Weitere Informationen gibt es im Friedhofswegweiser, von dem 2018 eine neue Auflage erscheint. Er ist im Bürgerbüro erhältlich.   

Von Anke Lütjens

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