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Garbsen Oberschule: 460 Schüler sollen mit Tablets arbeiten
Aus der Region Region Hannover Garbsen Oberschule: 460 Schüler sollen mit Tablets arbeiten
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00:16 14.01.2018
Julien (13) schaut sich den fertigen Film auf dem Tablet an. Quelle: Anke Lütjens
Berenbostel

 Bewerbungen schreiben, Referate vorbereiten, mit dem Taschenrechner Matheaufgaben lösen oder einen Film drehen: Die Möglichkeiten von Tabletcomputern sind fast unerschöpflich. Das haben jetzt die achten Klassen der Oberschule Berenbostel erfahren. Sie gehören zu den ersten Schülergruppen, die lernen, wie man mit den Geräten umgeht. Am Donnerstag haben sie unter der Leitung von Norbert Thien vom Multimediamobil der Fortbildungsregion Süd-Niedersachsen eine Fortbildung zum Umgang mit Ipads absolviert.

Alle Schüler mit Tablets ausstatten

Ziel der Schule ist, alle 460 Schüler mit Tablets auszustatten. Zwei sechste Klassen  arbeiten bereits damit, bis zum Sommer kommt der komplette fünfte Jahrgang mit sechs Klassen dazu. „Es machen sich immer mehr Schulen auf den Weg. Wir sehen uns da als Schule in der Pflicht“, sagt Lehrer Bernd Boeck. Deutschland hinke seiner Ansicht nach beim Thema digitale Medien im Unterricht hinterher. Die Oberschule sehe das allerdings als wichtig an, weil die Schüler auch später im Beruf mit Tablets, PCs und dem Internet verantwortungsvoll umgehen müssten.

So nutzen die Schüler die Tablets

Digitale Offensive an der Oberschule Berenbostel: Sie möchte im Laufe der nächsten Schuljahre alle Klassen mit Tablets ausstatten. Ziel ist, die Geräte in allen Fächern zu nutzen. In den Naturwissenschaften können zum Beispiel Versuche dokumentiert werden. Es gibt Rechen-Apps für den Mathematikunterricht.

Im Sportunterricht können Bewegungsabläufe gefilmt werden. Für Arbeit und Wirtschaft lernen die achten Klassen gerade, Bewerbungen und Lebensläufe für Praktika zu schreiben. Auch für Musik, Englisch und Deutsch gibt es zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten wie Töne aufnehmen oder Aufsätze zu schreiben. Die Tablets werden auch zur Recherche im Internet genutzt. Außerdem können damit Referate für Geschichte oder Geografie gestaltet werden.

An der Schule gibt es außerdem die Arbeitsgemeinschaft Tablet-Scouts, damit Schüler das Gelernte an ihre Mitschüler weitergeben. Auch Filme über die Schule werden gedreht.

Finanzierung ist für viele Eltern schwierig

Ein Problem ist allerdings, dass die Eltern die Geräte selbst kaufen müssen. Das Tablet kostet 360 Euro. Im Bildungs- und Teilhabepaket, das viele der Schüler unterstützt, sei das damals nicht vorgesehen gewesen, sagt Boeck. Daher hat sich die Schule zusammen mit dem Hersteller überlegt, dass die Geräte in Raten von 13 Euro pro Monat abbezahlt werden können. „Wir wünschen uns einfachere Lösungen wie beispielsweise in Seelze, wo die Stadt die Hälfte der Kosten übernimmt“, sagt Boeck.

Klare Regeln sind einzuhalten

Rund ein halbes Jahr hat es gedauert, bis die Technik wie DSL und Wlan an der Schule eingerichtet war. Nur so kann die Arbeit mit dem Tablet funktionieren. Voraussetzung für den Unterricht mit Tablets ist ein pädagogisches Konzept. Beim sinnvollen Umgang mit sozialen Medien zögen Schüler, Eltern und Lehrer an einem Strang, sagt Boeck. „Klare Regeln sind einzuhalten.“ Die Schüler dürfen die Geräte mit nach Hause nehmen, allerdings können die Lehrer mit einer App jedes einzelne Tablet kontrollieren.  Wenn die Schüler mit den Geräten arbeiten, übertragen sie die Inhalte auf Bildschirme, die im Klassenraum installiert sind.

Lehrer lernen mit den Schülern

Auch für die Lehrer verändert sich einiges. Sie müssen sich für das Lernen mit dem Tablet fortbilden. „Das ist eine andere Lehrerrolle, wir lernen mit den Schülern. Und die Schüler lernen oft in Gruppenarbeit“, sagte Boeck. Bei der Fortbildung der beiden achten Klassen, dem Ipad Projekttag, haben die Schüler zunächst kurze Texte über sich auf dem Tablet verfasst. Dann übten sie die Filmfuktion und stellten mit ausgeschnittenen Figuren das Märchen „Rumpelstilzchen“ nach. 

Von Anke Lütjens

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