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Garbsen Hadaschik: Stadt muss weiter in IGS investieren
Aus der Region Region Hannover Garbsen Hadaschik: Stadt muss weiter in IGS investieren
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00:18 27.10.2018
Neubau oder Sanierung? Die Zukunft der IGS Garbsen beschäftigt Rat, Verwaltung und die Schulleitung. Quelle: Gerko Naumann
Garbsen-Mitte

 Seit Wochen wird in Garbsen kein anderes politisches Thema so kontrovers diskutiert wie die Zukunft der maroden IGS. Experten haben im August ihre jüngsten Gutachten zu den Problembereichen Brandschutz und Statik abgeliefert – mit teils ernüchternden Ergebnissen. Das in den Siebzigerjahren entstandene Gebäude erfüllt die gesetzlichen Vorgaben an vielen Stellen nicht. Das hat die Stadt dazu bewogen, einen Neubau als einzig mögliche und sinnvolle Alternative vorzuschlagen. Die Kosten könnten nach heutigen Schätzungen etwa 75 Millionen Euro betragen. Diese Summe stößt bei der Mehrheit der Politiker im Rat auf Skepsis. Sie wollen nun prüfen lassen, ob eine Sanierung nicht doch vorstellbar und deutlich günstiger wäre.

Schulleiter Andreas Hadaschik hat die Diskussion aufmerksam verfolgt und sich so seine Gedanken gemacht. Er befürchtet, dass sich eine Entscheidung für einen Neubau noch lange hinziehen wird – und dass Schüler und Lehrer darunter leiden müssen. „Ich gehe heute davon aus, dass es noch zehn bis 15 Jahre dauern kann, bis wir in ein neues Gebäude einziehen“, sagt Hadaschik. Er selbst sei zwar auch für einen Neubau. Das dürfe aber nicht bedeuten, dass die Stadt am alten Gebäude nur noch das Nötigste macht – „obwohl das aus rein wirtschaftlicher Sicht sogar nachvollziehbar wäre“, wie der Schulleiter selbst sagt.

Sanierungsstau ist ein Ärgernis

Aus Hadaschiks Sicht wirkt sich der Sanierungsstau allerdings schon jetzt negativ auf das Klima in der IGS aus. „Wir haben hier 1800 Schüler und 200 Lehrer. Die müssen sich wohlfühlen“, sagt der Schulleiter und zeigt einige Räume, in denen das kaum noch möglich sei. Im Labor etwa sieht der PVC-Boden völlig löchrig aus, weil die Stuhlbeine Spuren im Boden hinterlassen haben. „Das ist besonders ärgerlich, weil hier Schüler aus der ganzen Region zum Experimentieren und Lernen herkommen“, findet Hadaschik.

Im Labor sieht der Fußboden löchrig aus. Quelle: Gerko Naumann

Bei Begehungen haben Verantwortliche der Stadt immer mal wieder versprochen, Abhilfe zu schaffen – aufgrund der unklaren Zukunft der IGS wird diese Investition nun wohl mindestens verschoben. Ähnliches gilt für die veraltete Lehrküche, die für den Hauswirtschafts-Unterricht genutzt wird und für die sichtlich sanierungsbedürftigen Teppiche und Decken in einigen Klassenräumen. Ein großes Ärgernis sind – wie an vielen Schulen in Deutschland – zudem die Toiletten. „Hier werden immer nur die größten Schäden ausgebessert, schön ist das nicht“, sagt Hadaschik. Die Stadt müsse in diesen Bereichen weiter investieren, fordert er.

"Ich weiß das große Gelände zu schätzen": Schulleiter Andreas Hadaschik setzt sich für seine IGS ein. Quelle: Gerko Naumann

„Wir haben Platz ohne Ende“

Grundsätzlich ist der Schulleiter mit dem aktuellen Standort aber durchaus zufrieden. „Ich weiß die Größe unseres Geländes zu schätzen, wir haben hier Platz ohne Ende“, sagt Hadaschik. Seine wichtigste Forderung bei der Planung eines Neubaus ist deshalb auch die, dass das Gebäude nicht kleiner werden darf. Das habe vor allem mit dem zukünftigen pädagogischen Konzept zu tun, bei dem die Schüler deutlich eigenständiger lernen sollen. „Dafür und als Schwerpunktschule für Inklusion brauchen wir ganz einfach die Räume“, fordert Hadaschik.

Brandschutz und Sicherheit

Beim Thema Sicherheit ist der Schulleiter derweil um Sachlichkeit bemüht. Trotz der Brandschutzmängel steht für Hadaschik fest: „Kein Elternteil braucht Bedenken zu haben, seine Kinder auf unsere Schule zu schicken. Es ist alles im grünen Bereich.“ In diesem Punkt ist sich der Schulleiter mit der Verwaltung einig. Die will demnächst eine Außentreppe als weiteren Fluchtweg anbauen lassen. Zudem üben die Schüler regelmäßig mit der Feuerwehr Garbsen, wie sie das Gebäude im Notfall schnellstmöglich verlassen. „Mittlerweile unterschreiten wir die geforderten Zeiten deutlich“, lobt Hadaschik seine Schützlinge.

Die Feuerwehr Garbsen kommt regelmäßig zu Brandschutzübungen an die IGS. Quelle: Gerko Naumann

Von Gerko Naumann

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