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Garbsen Technik-Salon der Uni präsentiert Mikroflitzer
Aus der Region Region Hannover Garbsen Technik-Salon der Uni präsentiert Mikroflitzer
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00:17 25.06.2018
Helge Herrmann, Geschäftsführer von Räderwerk, zeigt beim Aktionstag zur Mikromobilität am PZH sein knallgelbes Velomobil. Quelle: Jutta Grätz
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Garbsen

Wie werden sich rund 5000 Menschen täglich zum Campus Maschinenbau und wieder zurück bewegen? Der Technik-Salon am Donnerstagabend im Produktionstechnischen Zentrum Hannover (PZH) hat Anstöße gegeben. Aber ein reifes Konzept fehlt noch. Besucher flitzen mit Tretrollern, elektrischen Rollern und klappbaren Minirädern durch das PZH. Es leuchtet und blinkt. Kein Gefährt macht Krach, keines nimmt viel Platz weg oder bräuchte einen Autostellplatz. 15 Aussteller haben sich beteiligt. „Wir wollen hier mal zeigen, welche Fortbewegungsmittel für die letzte Meile zwischen ÖPNV und Arbeitsplatz, Campus oder Zuhause auf dem Markt sind“, sagt Eckhard Stasch, Regisseur des Technik-Salons.

Der Salon ist das Fenster zur Stadt

Der Technik-Salon der Leibniz Universität will das Schaufenster zur Stadt sein. Organisator Eckhard Stasch arrangiert seit 2014 rund 15 Veranstaltungen pro Jahr mit Themen aus den ingenieur-technischen Fakultäten Bau, Maschinenbau und Elektrotechnik/Informatik. Der Aktionstag Mikromobilität war der dritte Salon in Garbsen. Die meisten Veranstaltungen finden im Hauptgebäude der Uni und in der Technischen Informationsbibliothek am Welfengarten statt, Exkursionen zu Unternehmen und Instituten gehören ebenso zum Angebot. Die Reihe ist öffentlich, sie wendet sich an das Uni-Personal genauso wie an die Bevölkerung. Der Eintritt ist –außer bei Exkursionen –immer frei. Das Programm für Herbst/Winter 2018/19 ist noch nicht veröffentlicht. Der Technik-Salon informiert im Internet auf www.technik-salon.de über die Termine und Programme./lz

Wenige Parkplätze am neuen Campus

Der Campus Maschinenbau Garbsen (CMG) geht im Oktober 2019 in Betrieb. Rund 5000 Studierende und Mitarbeiter werden täglich einpendeln, vornehmlich aus Herrenhausen, Nordstadt, Linden/Limmer. Nicht einmal ein Zehntel von ihnen wird am CMG einen klassischen Autoparkplatz finden. Das ist keine Fehlplanung, es war so gewollt. Außerdem sind die knappen Flächen zu kostbar für Parkplätze. Die meisten Pendler kommen morgens auf einen Schlag: Nach einer sechs Jahre alten Erhebung des Fachschaftsrates Maschinenbau werden es zwischen 9 und 10 Uhr bis zu 1200 Menschen sein. Die meisten werden die Linie 4 nutzen und an der Haltestelle Schönebecker Allee in die neue Pendelbus-Linie 404 zum Campus umsteigen. Der Bus alleine wird den morgendlichen Ansturm vermutlich kaum bewältigen.

Die Folge sind Wartezeiten, viele werden zu Fuß laufen und den einzigen Weg zum Campus belegen, der so dringend gebraucht wird für die Mikromobilisten mit ihren Rollern, Boards oder Rädern. Ein Konzept für diese Spitzenzeit gibt es nicht. Stadt und Region haben mit dem Pendelbus für „normale“ Phasen vorgesorgt. Die Planung des Radschnellweges zwischen Uni/Innenstadt Hannover und Garbsen stockt im Rathaus Hannover.

Innovativ und ungewöhnlich

Es gäbe viele Alternativen zu Auto oder Bus – das zeigt der Technik-Salon deutlich. Ob elektrische Longboards, leichte Tretroller mit und ohne Elektroantrieb oder elektrische Einräder – die Palette der Mikrofahrzeuge ist ebenso innovativ wie ungewöhnlich. Eines der wohl kuriosesten Fortbewegungsmittel zeigt Helge Herrmann, Konstrukteur und Geschäftsführer der hannoverschen Firma Räderwerk. Sein knallgelbes Velomobil, das an einen Formel-1-Wagen erinnert, funktioniert nur mit Muskelkraft: „Wenn man richtig reintritt, fährt es bis zu 90 Stundenkilometer schnell“, sagt Herrmann. Das Fahrzeug aus leichtem Karbon wiegt nur knapp 19 Kilogramm und kann ganzjährig genutzt werden. Preis ab 9000 Euro. Räderwerk liefert die Fahrzeuge in die ganze Welt. „300 Exemplare gibt es aktuell“, sagt Herrmann. „Mit einem fährt sogar ein Mitglied der australischen Regierung.“

Der Salon dauerte vier Stunden, aber das Thema Mobilität rund um den Campus bleibt. Stadt, Uni, Freundeskreis Garbsen und andere arbeiten daran, auch an einem Leihfahrrad-System sowie Fahrradgaragen. Zufrieden war Eckhard Stasch am Ende nicht mit der Resonanz. „Wir haben uns hier richtig Bambule gewünscht, weil ja auch alles zum Ausprobieren war. Aber das Publikum ist interessiert, die Vorträge waren gut besucht. Jetzt sollte das Thema in Garbsen fortgesetzt werden.“

Von Jutta Grätz und Markus Holz

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