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Garbsen Per Rad auf den Spuren der Flüchtlinge im Balkan
Aus der Region Region Hannover Garbsen Per Rad auf den Spuren der Flüchtlinge im Balkan
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00:16 22.05.2016
Die Studenten Florian Volz (links) und Timo Schmidt wollen per Rad die Balkanroute von Flüchtlingen erkunden. Quelle: privat
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Garbsen/Leiden

Start ist in Den Haag. Über unter anderem die Stationen München, Wien, die Balkanstaaten Slowenien, Kroatien, Serbien und Bulgarien wollen sie bis Istanbul fahren und von der Türkei aus nach Lesbos übersetzen. Die beiden Studenten verhehlen nicht, dass auch ein Schuss Abenteuerlust dabei ist. Und sie wollen sich persönlich weiterbilden. „Das ist eines unserer Kernziele“, sagt Volz.

Zweitens wollen sie ihre Eindrücke in einer umfangreichen filmischen Dokumentation festhalten. Ab Mitte September bis Ende Dezember wollen sie ihren Film bei öffentlichen Vorführungen und Informationsveranstaltungen zeigen – und damit aufklären helfen. Ein Produktionsteam in Den Haag wird parallel die Videosequenzen verarbeiten, sodass gleich nach der Reise bereits an der Endfassung gearbeitet werden kann.

Drittens wollen sie in den zwei Monaten bis Anfang August ihr akademisches Wissen über Migration durch eigene Erfahrung bereichern und die Ergebnisse des Balkan-Projekts in weitere Studienprojekte einfließen lassen. Auf ihrer Internetseite haben sie einen Flyer in zwölf Sprachen deponiert, darunter Arabisch, Serbisch, Türkisch. In dem Flyer informieren sie kurz über ihr Projekt und bitten die Bevölkerung der Länder, die sie durchqueren, um Unterstützung mit Essen oder einer Übernachtungsmöglichkeit.

Florian Volz und Timo Schmidt studieren International Studies in Leiden, Niederlande, Volz mit dem Schwerpunkt Afrika, Schmidt mit dem Fokus auf den Nahen Osten. Beide haben sich in Projekten schon mit dem Thema Migration auseinandergesetzt. Volz’ Familie wohnte bis vor Kurzem in Frielingen, ist dann nach Bordenau gezogen. Er ging in die Grundschule Frielingen und machte 2012 sein Abitur an der IGS. „Garbsen ist und bleibt meine Heimat“, sagt Volz, ich denke, dass die menschenfreundliche und offene Atmosphäre in Garbsen mich dauerhaft geprägt hat.“

Auch auf Facebook sind sie präsent. Dort wollen die beiden Fragen beantworten. Auch für den Notfall haben sie vorgesorgt: Falls ihnen etwas passieren sollte, werden im Flugblatttext Ansprechpartner in Deutschland und Österreich genannt. Auf der Website refugeeroads.com gibt es mehr Informationen zu dem Projekt. Wer möchte, kann dort das Projekt auch mit einer Spende unterstützen.

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