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Gehrden SPD-Spitze schwört Basis auf Erneuerung ein
Aus der Region Region Hannover Gehrden SPD-Spitze schwört Basis auf Erneuerung ein
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00:38 02.05.2018
Landtagsabgeordente Claudia Schüßler (von links), Sylvie Müller, Matthias Miersch und Gehrdens SPD-Abteilungsvorsitzender Kai Stahn eröffnen beim Frühjahrsgespräch im Vierständerhaus nach den Ansprachen die Klönphase und das Büfett. Quelle: Ingo Rodriguez
Gehrden

 Was es denn für Neuigkeiten in Gehrden gebe? Auf diese Frage hat die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Gehrden, Sylvie Müller, unmittelbar vor dem Beginn des traditionellen Frühjahrsgespräch gleichzeitig mit einem Schulterzucken, aber auch erleichtert reagiert. „Es gibt keine sensationellen neuen Nachrichten, aber das muss ja nichts Schlechtes bedeuten“, sagte Müller beim Eintreffen der ersten Besucher im Vierständerhaus.

Immerhin: Seit Anfang des Jahres seien acht Neumitglieder in den Ortsverein eingetreten. „Das ist bei derzeit rund 200 Mitgliedern immerhin ein Anstieg von etwa 7 Prozent“, sagte Müller. Und: Nach dem Basisentscheid der Mitglieder über den Eintritt in eine Große Koalition seien keine Austritte zu verzeichnen gewesen. Keine Scheineintritte: Das spreche für Neuzugänge mit Ambitionen zur politischen Mitarbeit.

Mitgestalten – das war es auch, worauf die kommunalen und regionalen Spitzenkräfte die Sozialdemokraten aus Gehrden in ihren Ansprache einschwören wollten. Schon beim Parteitag des SPD-Unterbezirks Hannover in Garbsen hätten rund 250 Mitglieder intensiv miteinander geredet, berichtete Müller in ihrer Begrüßung. Keine großen Reden schwingen, sondern arbeiten: Diese Parole sei dort ausgegeben worden. Vor dem Hintergrund des katastrophalen Ergebnisses bei der Bundestagswahl und angesichts eines dringend notwendigen Erneuerungsprozesses innerhalb der Partei zitierte Müller Willy Brandt: „Der beste Weg, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie zu gestalten.“

Was genau zu tun ist, führte der SPD-Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch aus. Er forderte Kurskorrekturen: Die SPD müsse sich künftig wieder mehr für Solidarität mit sozial schwächer gestellten Bürgern einsetzen. Das sei auch in Gehrden gleich nach seiner Ankunft deutlich geworden: „Mir wurde gesagt, dass die SPD sich wieder um die kleinen Leute kümmern muss, wenn sie nicht dauerhaft unter einem Wahlergebnis von 20 Prozent landen wolle“, berichtete Miersch. Er habe daraus längst seine Schlüsse gezogen: „Pflegekräfte müssen genau so viel verdienen, wie Mechaniker und Anwälte. Das regelt nicht der Markt, sondern das müssen Gesetze festlegen“, forderte Miersch. Die SPD müsse auch für Alte, Kranke und Arbeitslose Rezepte vorlegen, die Sicherheit garantierten. „Ich rufe Sie dazu auf, diese Erneuerung vor Ort mitzugestalten“, sagte Miersch. 

Das forderte auch die Ortsvereinsvorsitzende – bevor sie das von Gehrdener Mitgliedern selbst zubereitete Büfett eröffnete: „Wir sind ein kleiner starker Kreis, der von den Mitgliedern sehr geschätzt wird, deshalb wollen wir nun die Gelegenheit nutzen, Kontakte zu pflegen und ungezwungen Gespräche zu führen“, sagte Müller.

Von Ingo Rodriguez

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