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Gehrden Das Dorfgemeinschaftshaus soll saniert werden
Aus der Region Region Hannover Gehrden Das Dorfgemeinschaftshaus soll saniert werden
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11:18 07.11.2018
Die Toreinfahrt des Dorfgemeinschaftshauses befand sich an der Harenberger Straße. Quelle: Heidi Rabenhorst
Everloh

In Everloh ist es wie in den Nachbardörfern Ditterke und Lenthe: Das ehemalige Schulhaus ist längst zum Dorfgemeinschaftshaus umfunktioniert worden – und es muss saniert werden. Der Erhalt dieses Gebäudes ist für die Bürger wichtig, weil es die einzige Begegnungsstätte und der einzige Veranstaltungsort in dem Gehrdener Ortsteil ist.

Und dass das Everloher Dorfgemeinschaftshaus saniert werden muss, ist schon seit Jahren bekannt. Zwar ist die mehr als 150 Jahre alte Schule immer wieder modernisiert worden, doch nun muss das Dach dringend erneuert werden. Schon unter dem ehemaligen Stadtdirektor Hans Bildhauer sind im Haushalt für das Jahr 1999 dafür 140 000 Mark eingestellt worden, mittlerweile sind es 200 000 Euro.

Eine konkrete Planung für die Sanierung der ehemaligen Dorfschule, die 1886 erbaut wurde, hat Anfang des Monats begonnen. An der Spitze des vor zwei Jahren gegründeten Arbeitskreises steht Ortsratsmitglied Cordt Bartels. Mit dem Everloher Architekten hat das Gremium einen Mann vom Fach an der Hand. „Die Untersuchung des Gebäudes dauert rund drei Monate und soll Ende Februar abgeschlossen sein“, berichtete er bei der Ortsratssitzung am Dienstagabend. Neben einer zeichnerischen Planung müssen unter anderem die Baukosten ermittelt werden. Parallel werden für eine denkmalgerechte Umsetzung der geplanten Baumaßnahmen Informationen aus alten Unterlagen und Fotos ausgewertet. „Sowohl aus dem Landesarchiv als auch aus dem 1987 erschienenen Buch Beiträge zur Dorfgeschichte konnten bereits viele Informationen gewonnen werden“, berichtete Bartels. Bei einer Begehung mit dem Denkmalpfleger Manfred Kohler hatten sich Cordt Bartels und Jan Garberding von der Stadt Gehrden ein Bild vom Dachgeschoss gemacht.

Begehung des Dachgeschosses in der alten Everloher Schule: Jan Garberding (von links), Cordt Bartels und Manfred Kohler. Quelle: Rabenhorst

Das heute als Dorfgemeinschaftshaus genutzte Gebäude soll auch laut Beschluss des Ortsrates Everloh nun saniert werden. „Insbesondere bauliche Mängel an der Baukonstruktion sowie der Gebäudetechnik als auch die Barrierefreiheit, der Brandschutz und Energieaspekte sollen geprüft werden“, berichtete Bartels. Um den Sanierungsbedarf festzustellen, sei zunächst eine Bedarfsanalyse mit Substanzuntersuchung erforderlich.

In der Sitzung des Ortsrates erzählte Bartels auch etwas zur Entstehungsgeschichte. So habe sich die Gemeinde Everloh in den fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts zum Bau eines neuen Schulhauses entschlossen, dessen Kosten am 9. November 1859 mit 3012 Reichtalern und 29 Groschen und 6 Pfennigen veranschlagt wurden. Die Planung umfasste seinerzeit einen Klassenraum, eine Wohnung für den Lehrer sowie zwei Ställe innerhalb des Gebäudes. Für Heiterkeit sorgte eine kleine Anekdote aus den historischen Unterlagen. „Der damalige Baurevisor sich hat sich in die Planung der Schule eingebracht und unter anderem eine Tür für die Schweine im Gebäude einplanen lassen, damit diese nicht die Tenne verunreinigten“, erzählte Bartels. Diese Tür sei aber offensichtlich nicht gewollt gewesen, da vom Schulvorstand befürchtet wurde, dass dann kein Garten neben dem Gebäude angelegt werden kann. Als das königliche Konsistorium 1860 den Bau aber genehmigt hatte, sei dem Schulvorstand nahegelegt worden, der Empfehlung des Baurevisors zu folgen und den Zugang zu berücksichtigen.

Cordt Bartels sucht noch historische Aufnahmen oder auch Geschichten des Gebäudes. Für eine Unterstützung bei der Recherche können Interessierte eine Mail an kontakt@cb-arch.de senden oder sich bei ihm unter der Telefonnummer (0 51 08) 8 79 02 61 melden.

Von Heidi Rabenhorst

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