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Gehrden Ortsrat will Hartmut Hische nicht mehr
Aus der Region Region Hannover Gehrden Ortsrat will Hartmut Hische nicht mehr
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00:17 08.02.2019
Da war noch alles harmonisch: Der Everloher Ortsrat nach der konstituierenden Sitzung mit Ortsbürgermeister Hartmut Hische (links). Nun haben Mitglieder des Gremiums seine Abberufung beantragt. Quelle: Archiv
Everloh

Dieser Vorgang ist in der Geschichte der Stadt Gehrden einmalig. Vier Vertreter des sechsköpfigen Ortsrates in Everloh haben die Abberufung des amtierenden Ortsbürgermeisters Hartmut Hische beantragt – mit sofortige Wirkung. Abgestimmt wird über den Antrag auf der Sitzung am Donnerstag, 14. Februar, im Dorfgemeinschaftshaus. Beginn ist um 19 Uhr.

Über die Gründe für das Vorgehen schweigen sich die Beteiligten aus. „Wir haben es uns nicht leicht gemacht“, sagt Ortsratmitglied Gisela Wicke. Und alle seien sich auch bewusst, dass es ein unangenehmer Vorgang sei. Aber es seien Dinge vorgefallen, die nicht mehr hingenommen werden sollen. Das i-Tüpfelchen sei die turbulente Ortsratssitzung im vergangenen Herbst gewesen. Konkreter wollte die grüne Politikerin nicht werden.

Formal müssen das die Antragsteller auch nicht. Die Abberufung eines Ortsbürgermeisters muss laut Niedersächsischem Kommunalverfassungsgesetzes nicht begründet werden. Die Abberufung ist lediglich davon abhängig, dass der Beschluss mit der Mehrheit von zwei Dritteln der Ortsratsmitglieder gefasst wird. Sollte das erreicht werden, verliert der Ortsbürgermeister umgehend sein Amt.

Laut Wicke ist die Nachfolgefrage noch ungeklärt. In der nächsten Woche werde es noch ein vorbereitendes Treffen geben. Fest steht: Für den stellvertretenden Ortsbürgermeister Heiko Revery ist eine Kandidatur kein Thema. „Ich werde mich nicht um das Amt bewerben“, kündigt er unmissverständlich an.

Hartmut Hische war im November 2016 zum neuen Everloher Ortsbürgermeister gewählt worden. Er trat damit die Nachfolge von Gerhard Finger an, der nicht mehr kandidiert hatte. Beim Wahlgang im Ortsrat hatte er allerdings Konkurrenz. Auch Gisela Wicke bewarb sich ebenfalls um das Amt; allerdings verlor sie die nötige Stichwahl gegen Hische. Zu dem aktuellen Antrag will er sich nicht äußern. Nur so viel: „Ich kann das Vorgehen nicht verstehen“, sagt er. Er werde auch auf jeden Fall Mitglied im Ortsrat bleiben.

Als neuer Ortsbürgermeister beschritt Hische neue Wege. Er wollte mehr Bürgerbeteiligung und unmittelbar nach der Sitzung des Ortsrates waren interessierte Bürger ins Dorfgemeinschaftshaus zu einem Klönabend eingeladen. Zuletzt gab es allerdings auch Kritik an Hisches Amtsführung. So wurden in der Sitzung im November vergangenen Jahres diverse vermeintliche Alleingänge Hisches kritisiert.

Von Dirk Wirausky

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