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Gehrden Geteilte Meinungen zur neuen Bäckerei
Aus der Region Region Hannover Gehrden Geteilte Meinungen zur neuen Bäckerei
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14:01 25.10.2018
Auf der Grünfläche zwischen Kreisel und Kleingartenkolinie will die Bäckerei Bosselmann eine Filiale bauen. Quelle: Wirausky
Gehrden

Das hannoversche Bäckereiunternehmen Bosselmann will zwischen Kreisel und der Kleingartenkolonie eine Bäckerei eröffnen. Laut Bosselmann richtet sich diese Filiale vor allem an Autofahrer und Pendler; eine Konkurrenz zu den ortsansässigen Bäckereien solle es nicht sein. CDU und SPD haben dem Projekt zugestimmt.

Dennoch: Die Meinungen sind gespalten. Die Gruppe Grüne/Linke hat in einer Pressemitteilung noch einmal deutlich gemacht, dass sie das Vorhaben ablehnt. Eine große Bäckerei an dem vorgesehenen Standort werde in jedem Fall eine Konkurrenz zu den seit vielen Jahren etablieren, innerstädtischen Bäckereien und Konditoreien werden - „zumal Herr Bosselmann an Sonntagen drei Stunden länger öffnen will als die innerstädtischen Bäckereien“, sagt Eva Kiene-Stengel.

Auch der Standort am Rande der Kernstadt behagt der Gruppe nicht. „Wir wollen doch unsere Innenstadt beleben, wir müssen die Bürger über die innerstädtischen Bäckereien in die Innenstadt holen und nicht an die Peripherie locken“, meint Kiene-Stengel. Auch die AfD und die FDP haben im Ausschuss für Bau- und Städteplanung gegen das Vorhaben gestimmt.

Nicht nur der Standort wird heiß diskutiert, hinsichtlich der geplanten Eröffnung einer neuen Bäckereifiliale gehen die Meinungen der Gehrdener Bürgerinnen und Bürger weit auseinander. So kommt klare Ablehnung von Michael Tambach (61). „Der Standort am Kreisel ist Quatsch! Die Bäcker in der Fußgängerzone reichen völlig aus“, sagt er. Weiter fürchtet der Gehrdener, der Konkurrenzdruck auf die kleineren Handwerksbäckereien, die seit langem das Stadtbild prägen, könnte zu groß sein. Und mit dieser Sorge ist er nicht allein. „Die Innenstadt sollte lieber belebt werden. Die Qualität einer Großbäckerei kann mit den Traditionsbäckern sowieso nicht mithalten.“, meint Ingrid Breitenbuch (64).

Aber nicht jeder sieht die Neuerung derart kritisch. Svenja Weper (50) stimmt dem Vorhaben zwar auch nicht bedingungslos zu, sieht aber zumindest keine Gefahr für die Handwerksbäcker. „Qualitätsbäcker bleiben attraktiv“, davon ist sie überzeugt. Durchweg positiv gestimmt ist der Gehrdener Alfred Lyssy. „Ich finde das Geschäft passt nach Gehrden. Gerade das Industriegebiet könnte von Durchreisenden profitieren.“ Unentschlossen ist dagegen Gerhard Sperling. „Einerseits stärkt es die Wirtschaft, andererseits ist die Konkurrenz eine Gefahr für die Traditionsbäcker“, resümiert er.

Das Unternehmen Bosselmann hat den Antrag gestellt, im Kreuzungsbereich von K 230 und K 231 einen Bäckereibetrieb mit Gastronomie bauen zu dürfen. Ziel des Unternehmens ist nach eigenen Angaben, „ein Gebäude zu errichten, in dem es von Frühstück über leichte Bäckersnacks und Nudelgerichte zum Mittag bis zum Flammkuchen am Abend für den Autofahrer, Pendler und Nachbarn alles gibt“. Zudem soll auf dem Grundstück Platz für kleinere Veranstaltungen geschaffen werden. Die zu beplanende Freifläche zwischen Kreisel und Kleingartenkolonie ist etwa 3400 Quadratmeter groß und wird direkt durch die Kreisstraßen erschlossen.

Von Dirk Wirausky und Finn Bachmann

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