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Gehrden Auf dem Papier stehen die Häuser schon
Aus der Region Region Hannover Gehrden Auf dem Papier stehen die Häuser schon
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16:07 07.11.2018
Am westlichen Dorfrand soll auf einer rund 2,5 Hektar großen Ackerfläche kommunales Bauland entstehen. Quelle: Wirausky
Lenthe

Das Neubaugebiet Im Wehrkampe nimmt allmählich konkrete Formen an. Auf der Ortsratssitzung am Donnerstagabend wurde erstmals ein städtebaulicher Entwurf vorgestellt und gezeigt. „Er hat keine Rechtskraft“, betonte Ortsbürgermeister Jürgen Ermerling. Es könnten jederzeit noch Veränderungen vorgenommen werden. Überhaupt: Der Ortsrat habe häufig in seinen Sitzungen dieses Thema auf die Tagesordnung gesetzt, damit die Bürger die Möglichkeit haben, alle neuen Informationen zu erhalten und aktuellen Entwicklungen verfolgen zu können. „Wir haben uns mit der Entwicklung eines Planes bewusst Zeit gelassen“, sagte Ermerling.

Geplant ist, dass auf einer Ackerfläche zwischen den Straßen Im Wehrfeld und der Werner-von-Siemens-Straße unmittelbar hinter dem westlichen Abschluss der Wohnbebauung des Dorfes etwa 30 Grundstücke in einer Größe zwischen 500 und 620 Quadratmetern entstehen sollen. Dafür soll ein etwa 2,5 Hektar großes Feld in der Verlängerung des Pagenburgweges in kommunales Bauland umgewandelt werden. „Der Bedarf nach neuem Wohnraum im Ort ist groß“, sagte Ermerling. Der Beweis: Es gibt aktuell 236 Bewerber für einen Bauplatz in dem neuen Baugebiet.

Ursprünglich sollte dieses Gebiet in zwei Abschnitten vermarktet werden. Davon hat die Stadt inzwischen Abstand genommen. „Wirtschaftlich gesehen ist eine komplette Erschließung des Gebietes allerdings die deutlich günstigere Lösung“, teilte Ermerling den rund 50 interessierten Bürgern mit. Ein Umstand, der nicht jedem Lenther gefällt. „Das ist keine behutsame Entwicklung und Bebauung des Dorfes“, sagte ein Kritiker.

Der Entwurf sieht vor, dass Doppelhäuser, Einfamilienhäuser sowie Mehrfamilienhäuser mit bezahlbaren und barrierefreien Wohnungen errichtet werden. Dazu soll ausreichend öffentlicher Parkraum angelegt werden. Erschlossen werden kann das Neubaugebiet über die Straßen Im Wehrfeld, Werner-von-Siemens-Straße und Pagenburgweg. Letzterer müsste laut Ermerling in diesem Zusammenhang ausgebaut werden. Noch nicht abschließend geklärt ist, ob die Straßenausbaubeitragssatzung beim Umbau der Anliegerstraßen für das Neubaugebiet angewandt werden wird.

Das Baugebiet soll im nächsten Jahr erschlossen werden; zuvor rücken allerdings noch die Archäologen an. Ermerling geht jedoch nicht davon aus, dass die Experten sensationelle Funde machen werden. Die ersten Häuser könnten ab 2020 gebaut werden, meinte er.

Bevor der Entwurf endgültig Realität wird, soll er noch einmal mit allen Details öffentlich erörtert werden. Der Ortsrat lädt deshalb alle interessierten Bürger und Bauwilligen für Dienstag, 20. November, zu einer Informationsveranstaltung in die Alte Schule ein. Beginn ist 19 Uhr.

Von Dirk Wirausky

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