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Gehrden Klinikum setzt Robert Koch ein Denkmal
Aus der Region Region Hannover Gehrden Klinikum setzt Robert Koch ein Denkmal
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00:18 13.08.2018
Der kaufmännische Direktor des Klinikums, Manfred Glasmeyer (links), und der Fördervereinsvorsitzende Manfred Mücke (rechts) bedanken sich bei Künstler Wolfgang Tiemann (Zweiter von links) und Sparkassen-Filialleiter Andria Orsulic. Quelle: Ingo Rodriguez
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Gehrden

Er war zu Lebzeiten Nobelpreisträger, ist Namensgeber für das Klinikum in Gehrden – und nun hat Robert Koch (1843 – 1910) posthum auch noch die Grundlage für eine neue Männerfreundschaft gelegt. „Ich habe mich so lange um dieses Robert-Koch-Porträt bemüht, dass der Künstler und ich bei den vielen Gesprächen über das Projekt Freunde geworden sind“, sagte der Vorsitzende des Krankenhausfördervereins, Manfred Mücke, bei der offiziellen Präsentation des neuen Kunstwerks im Eingangsbereich des Klinikums.

Gut eine Woche ist es nun her, dass dort die hochwertige Kopie eines wertvollen Robert-Koch-Gemäldes aufgehängt wurde. Das Porträt hatte der studierte Künstler Wolfgang Tiemann aus Kirchwehren vor einigen Jahren im Auftrag des Automobilkonzerns Volkswagen (VW) für eine Wanderausstellung in China angefertigt. Nach dem Ende der Reise hatte VW aber keine Verwendung mehr für das Bildnis des bekannten Mediziners und Mikrobiologen. Tiemann hatte Mücke deshalb nach mehreren Treffen genehmigt, einen hochwertigen Digitaldruck von dem Porträt anfertigen zu lassen und als Dauerleihgabe vor dem Krankenhaus aufzuhängen. Das Original hätte der Förderverein nicht bezahlen können: Der geschätzte Wert liegt bei rund 35 000 bis 50 000 Euro. „Das Original ist in meinem Atelier. Es hätte langfristig nicht die Temperaturschwankungen im Freien überstanden“, sagte der Künstler bei der Präsentation der Kopie.

Den hochwertigen Nachdruck als Dauerleihgabe aufstellen zu lassen, ist aber auch nur durch Unterstützung möglich geworden. Karsten Höhns aus dem Förderverein hatte die notwendige Schutzvorrichtung für das wertvolle Porträt gestiftet. Es wurde in einer Fensterfabrik eingerahmt und wird in einem Kasten aus Panzerglas belüftet sowie vor Feuchtigkeit geschützt. Für den Digitaldruck hatte der Förderverein 2140 Euro bezahlt. „Mit einem nennenswerten Zuschuss der Sparkasse“, wie Mücke jetzt betonte.

Um dem Künstler und Sponsoren zu danken, hatten der Förderverein und der kaufmännische Direktor des Klinikums, Manfred Glasmeyer, auch den Gehrdener Sparkassen-Filialleiter Andria Orsulic eingeladen. „Das Bild ist ein echtes Schmuckstück“, sagte Glasmeyer. Mücke stellte das Projekt auf eine höhere Stufe. „Aus einem stillen Kunstwerk ist jetzt ein öffentliches Denkmal geworden.“

Ein Schild nennt die wesentlichen Projektdaten. Quelle: Ingo Rodriguez

Von Ingo Rodriguez

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