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Gehrden Neujahrsbaby lässt den Bürgermeister lächeln
Aus der Region Region Hannover Gehrden Neujahrsbaby lässt den Bürgermeister lächeln
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00:17 03.02.2019
Bürgermeister Cord Mittendorf (rechts) überbringt im Rathaus Vater Mohammad Abed Sharifi (von links), dem Neujahrsbaby Maryam, Mutter Zainab sowie den Brüdern Sobhan-Ali (11) und Erfan (12) die Glückwünsche der Stadt Gehrden. Quelle: Ingo Rodriguez
Gehrden

Nur ein kurzes Seufzen, dann ein herzergreifendes Räkeln und genussvolles Gähnen – aber auch nur, um sofort wieder die Augen zu schließen und ungeniert den vorgezogenen Mittagsschlaf fortzusetzen: Die kleine Maryam ist zwar erst knapp einen Monat alt. Wie man bei Gehrdens Bürgermeister Cord Mittendorf mit unbekümmerten Gesten schnell glänzende Augen und fürsorgliches Strahlen hervorrufen kann, muss sie aber offenbar nicht erst lernen. Bei ihrem Antrittsbesuch im Rathaus hat die erstgeborene Gehrdener Neubürgerin des Jahres am Donnerstag immerhin für wenige Sekunden ihren Schlaf unterbrochen. Doch damit hatte sie den Verwaltungschef schon um den Finger gewickelt. „Der Empfang des Gehrdener Neujahrsbabys ist für mich immer einer der schönsten Termine des Jahres“, sagte Mittendorf sichtlich gerührt und lächelte verzückt.

Es ist in Gehrden schon lange ein guter Brauch des Bürgermeisters, am Anfang des Jahres den ersten Nachwuchs aus dem Stadtgebiet und den Eltern die besten Glückwünsche der Stadt zu überbringen, um das Baby willkommen zu heißen. In diesem Jahr war es eine etwas größere Besuchergruppe: Maryam hatte nicht nur ihren Vater Mohammad Abed Sharifi und Mutter Zainab Sharifi mitgebracht. Auch die großen Brüder Sobhan-Ali (11) und Erfan (12) waren mitgekommen. Ihre kleine Schwester hatte am 3. Januar um 20.50 Uhr im Klinikum Robert Koch das Licht der Welt erblickt. Knapp einen Monat später haben die beiden Schüler des Matthias-Claudius-Gymnasiums ihre Schwester schon gut kennengelernt. „Sie schläft viel, wacht dann kurz auf und weint manchmal, aber dann schläft sie wieder“, sagte der zwölfjährige Erfan grinsend.

Für seinen elfjährigen Bruder war die Schwester auch ein Geschenk. „Maryam kam mit der Mama genau am 7. Januar, seinem Geburtstag, aus dem Krankenhaus nach Hause“, erzählte der stolze Vater. Der 49-Jährige Sharifi war schon vor 19 Jahren aus Afghanistan nach Deutschland gekommen. Sechs Jahre später kam sein Frau nach. „Alle Kinder wurden in Deutschland geboren“, sagte der gelernte Uhrmacher. Seit 2008 wohnt die Familie in Gehrden. Sharifi arbeitet seit Jahren in einer Buchbinderei in Empelde. Auch seine Eltern und drei Brüder leben in Gehrden und der Umgebung. Auch deshalb kam der stolze Vater dem Bürgermeister gleich bekannt vor. „Ich kenne seinen Bruder, der seit Jahren in einer Gehrdener Bäckerei arbeitet. Sie sehen sich sehr ähnlich“, sagte Mittendorf.

Bevor sich die Familie nach dem herzlichen Treffen mit einem Blumenstrauß des Bürgermeisters auf einen Spaziergang begab, verriet der Vater noch einen sehnlichen Wunsch. „Nach dem Familienzuwachs suchen wir eine größere Wohnung mit vier Zimmern in Gehrden“, sagte der 49-Jährige. Die Familie fühle sich in der Kernstadt sehr wohl. Auch diese Einschätzung entlockte dem Bürgermeister noch einmal ein frohes Lächeln.

Von Ingo Rodriguez

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