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Gehrden Gehrke-Haus: Bebauungsplan muss angepasst werden
Aus der Region Region Hannover Gehrden Gehrke-Haus: Bebauungsplan muss angepasst werden
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00:33 30.03.2018
Noch haben die Hochbauarbeiten am Steinweg nicht begonnen. Quelle: Marcel Sacha
Gehrden

 Noch ist von der neuen Fassade des Gehrke-Hauses nichts zu sehen. Geht es nach Projektleiter Eduard Schmidtheisler, soll der Neubau mit Traditionsoptik bereits Ende des Jahres stehen. Was allerdings bislang noch gefehlt hat, war die Baugenehmigung für den vorderen Bereich in Richtung Steinweg. Nun hat die Region Hannover als Genehmigungsbehörde allerdings grünes Licht erteilt. „Seit heute sind alle Schwierigkeiten aus unserer Sicht aus dem Weg geräumt“, sagte Regionssprecher Klaus Abelmann am Dienstag. Das Bauprojekt könne daher weitergehen.

Probleme bereitete der Region ihm zufolge vor allem die Grenzbebauung. Diese entspräche nicht dem aktuellen Bebauungsplan der Stadt, sagte er. Dennoch habe die Behörde aus baurechtlicher Sicht grundsätzlich keine Einwände gegen die Pläne des Investors – vorausgesetzt, die Gehrdener Politik beschließt eine entsprechende Änderung des derzeit gültigen Bebauungsplans. Dieser umfasst die Grundstücke Steinweg 16 mit dem Gehrke-Haus sowie der dahinterliegenden Fläche bis zur Hornstraße 3. Das 2500 Quadratmeter große Areal soll über eine Zufahrt von der Hornstraße aus erreichbar sein. Für einen entsprechenden Änderungsbeschluss hat die Stadt bereits ein Planungsbüro beauftragt.

Die Firma IPS aus Braunschweig will auf dem Grundstück drei Wohngebäude mit insgesamt 30 Mietwohnungen bauen. Die Fassade des Neubaus in Richtung Steinweg soll weitgehend dem historischen Original entsprechen. Damit ist allerdings nicht die zuletzt bekannte und den Gehrdenern noch gut in Erinnerung gebliebene Optik gemeint, sondern die ursprüngliche Fassade aus dem Jahr 1743. 

Die Fassade des Naubaus soll weitestgehend der der ehemaligen Bäckerei entsprechen. Quelle: Carsten Fricke / Archiv

Die Wohngebäude im hinteren Bereich nehmen derweil schon Form an. Zwar habe der anhaltende Frost der vergangenen Wochen die Arbeiten ein wenig ausgebremst, sagt der Projektleiter. Mittlerweile gehe es jedoch „in großen Schritten weiter voran“. Die Rohbauphase sei kurz vor dem Abschluss, sagt er. Sobald dieser erfolgt sei, würden unmittelbar die Arbeiten an den Außengewerken folgen. Die Wohnungen befinden sich laut Schmidtheisler bereits in der Vermarktung.

Das Fachwerkhaus soll jedoch auch als sozialer Treffpunkt fungieren. Der Verein Mehrgenerationenhaus plant, dort ein breit gefächertes Angebot von Kulturveranstaltungen über Projekte für Flüchtlinge bis zu einem Café als Ort des Zusammenkommens aller Generationen zu errichten. „Wir stehen nach wie vor miteinander im Kontakt“, sagt Schmidtheisler. Ein Nutzungsvertrag liege jedoch noch nicht vor.

Von Marcel Sacha

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