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Gehrden Jugendliche stören Musikschulunterricht
Aus der Region Region Hannover Gehrden Jugendliche stören Musikschulunterricht
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00:28 10.06.2018
Problematisches Nachbarschaftsverhältnis: Immer wieder kommt es zu Störungen des Musikunterrichts, weil Besucher des Jugendpavillons zu viel Lärm machen. Quelle: Ingo Rodriguez
Gehrden

Ärger zwischen Musikschule und Jugendpavillon: Laut Alfons Schleinschock wird der musikalische Unterricht immer wieder von Jugendlichen gestört. Die Heranwachsenden, die ihre Freizeit im Jugendpavillon verbringen, würden bewusst und massiv stören, klagte der Leiter der Calenberger Musikschule im Ausschuss für Sport, Kultur und Soziales. Selbst die Polizei musste schon gerufen werden. Lehrkräfte und Kinder hätten sogar Angst, den Unterricht zu besuchen.

Jugendpfleger Christian Hilgers widerspricht Schleinschock. Zwar bezeichnete Hilgers die Situation „grundsätzlich als nicht ideal“, einige Jugendliche einer etwa 30-köpfigen Großclique würden sehr eigenwillig agieren und es habe auch „unschöne Situationen mit Musikschullehrerinnen“ gegeben, und dennoch: „Es ist nicht einseitig“, betonte Hilgers. Einige der Lehrkräfte hätten sich äußerst barsch gegenüber den Heranwachsenden verhalten. Es habe unter anderem Provokationen gegeben, weil den Jungen und Mädchen das Fußball spielen vor dem Jugendpavillon verboten worden sei. „Die Jugendlichen fühlen sich überall vertrieben“, sagte Hilgers. Allerdings müsse niemand Angst haben. Auch sei niemand der Musikschüler oder Lehrer bedroht worden. Und Hilgers sieht nicht ausschließlich die Jugendpflege in der Verantwortung. Bis 15.30 Uhr sei die Oberschule für die Kinder und Jugendlichen im Jugendpavillon zuständig.

Für Schleinschock ist angesichts der Vorkommnisse klar: Musikschule und Jugendpavillon passen nicht zusammen in ein Gebäude. „Die unterschiedlichen Bedürfnisse sind nicht kompatibel“, meinte Schleinschock. Es bestehe akuter Handlungsbedarf und es sei mittelfristig eine Lösung nötig. „Aktuell sehe ich keine Perspektiven“, bekräftigte Schleinschock. Das sieht auch Hilgers so. Der Konflikt sei aufgrund der räumlichen Situation nicht beizulegen.

Ursache für das Probleme ist aus Sicht von Schleinschock die aktuelle Raumsituation. Der gegenwärtige Zustand sei nicht mehr zumutbar. Eine große Sorge Schleinschocks ist, dass die Musikschule den wichtigen Grundbereichsraum am Eingang zur Turnhalle aufgeben solle. „Uns fehlt aber eine Alternative dazu“, sagte er. Dort würden die musikalischen Grundkurse für Kinder bis sechs Jahren angeboten. „Das ist ein existentiell wichtiger Raum für uns“, sagte Schleinschock.

Auch die Hoffnung, dass die Musikschule im neuen Gebäude der Grundschule Am Langen Feld einziehen kann, hat sich offenbar zerschlagen. „Das ist offenbar nicht vorgesehen“, bedauerte Schleinschock. Dabei hat er mit seinen Mitarbeitern sogar ein Konzept erstellt; außer die Gruppe Grüne/Linke habe sich dafür aber niemand interessiert, sagte Schleinschock.

2012 musste die Calenberger Musikschule ins Jugendpavillon umziehen, weil Platz für die Oberschule geschaffen werden musste. Was ursprünglich als Übergangslösung gedacht war, ist inzwischen zum Dauerzustand geworden.

Im Rathaus sind die Verantwortlichen zumindest hellhörig geworden. „Es werden konkrete Lösungen geprüft“, sagte der Erste Stadtrat André Erpenbach. Und eine solche wolle die Verwaltung in Kürze auch präsentieren. „Noch ist es aber nicht spruchreif“, bat Erpenbach um Geduld.

Von Dirk Wirausky

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