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Gehrden Sabine Hartmann erhält Bundesverdienstkreuz
Aus der Region Region Hannover Gehrden Sabine Hartmann erhält Bundesverdienstkreuz
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14:10 07.12.2018
Sabine Hartmann (Mitte) nimmt die Glückwünsche der stellvertretenden Regionspräsidentin Michaela Michalowitz und des stellvertretenden Gehrdener Bürgermeisters Henning Harter entgegen. Quelle: Region Hannover/Claus Kirsch
Gehrden/Hannover

Sie hat ihr Leben der Musik gewidmet – und der Unterstützung benachteiligter Kinder. Seit mehr als zwanzig Jahren engagiert sich Sabine Hartmann im kulturellen und sozialen Bereich. Am Freitag ist die 73-jährige Gehrdenerin dafür mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden – in Kurzform als Bundesverdienstkreuz bekannt.

Stellvertretend für Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hob die stellvertretende Regionspräsidentin Michaela Michalowitz bei der Feierstunde in Hannover den Einsatz der gebürtigen Essenerin im sozialen und künstlerischen Bereich hervor. „Sabine Hartmann war unter anderem im Jahr 1997 an der Gründung der Bürgerstiftung Hannover beteiligt und ist bis heute Mitglied des Stiftungsrates. Die Bürgerstiftung initiiert und unterstützt gemeinnützige kulturelle und soziale Projekte“, sagte Michalowitz. Hartmann habe „durch ihren langjährigen Einsatz für die Förderung von Musik und Theater in sozial eher am Rand stehenden Kreisen einen wichtigen Beitrag für die Kultur in und um Hannover geleistet“.

Die Preisträgerin selbst gab zu, zunächst etwas überrascht und unsicher gewesen zu sein, als sie von der Auszeichnung gehörte habe. Zunächst habe sie gar nicht gewusst, ob sie sich wirklich darüber freuen sollte, erklärte sie. „Nach und nach habe ich mich jedoch damit angefreundet, und nun freue ich mich sehr über diese große Ehre, die mir zuteil wird“, sagte Hartmann, die selbst nicht gerne im Mittelpunkt steht und betont, dass sie alles nur durch Unterstützung zahlreicher Ehrenamtlicher geschafft habe.

„Ich lebe für die Musik. Wenn ich mit und durch Musik anderen Menschen helfen und sie damit glücklich machen kann, dann habe ich doch mein Ziel erreicht“, sagte die ehemalige Sonderschullehrerin. Auch ihr eigenes Leben sei durch die Musik geprägt worden. „Schon als kleines Kind wollte ich Geige spielen. Ich habe meine Mutter so lange gelöchert, bis ich mit neun Jahren endlich zum Geigenunterricht gehen konnte“, erinnert sich die dreifache Mutter und siebenfache Großmutter, die im März 1945 in den letzten Kriegstagen das Licht der Welt erblickte.

Musik blieb jedoch nicht reiner Selbstzweck für sie. Weil sie auch andere Menschen dafür begeistern wollte, rief Hartmann 2009 das Projekt „Musikpatenschaften“ (Mupa) unter dem Dach der Bürgerstiftung ins Leben, um Kindern aus sozial benachteiligten Familien zu ermöglichen, ein Instrument zu erlernen. Der Erfolg des Förderprojektes, das mit drei Kindern begann, ist überwältigend: Bis heute konnten in der Stadt Hannover und in der Region 320 Kinder und Jugendliche gefördert werden und einen qualifizierten Musikunterricht erhalten.

Sabine Hartmann lebt für die Musik. Ohne ihre Geige ist die 73-Jährige fast nie unterwegs. Quelle: Heidi Rabenhorst

Um das Projekt zu stärken und bekannt zu machen, organisierte die 73-Jährige, die seit 1986 am Burgberg lebt, mehrfach Benefizaktionen wie die Instrumenten-Auktion „Schlummernde Instrumente“ und eine Veranstaltung auf dem Rittergut Eckerde. Darüber hinaus fand Hartmann nach ihrem beruflichen Umzug ins Calenberger Land auch privat durch die Musik schnell neue Freunde. Seit 1992 musiziert sie im von ihr gegründeten Kammerorchester Sinfonietta Nuova Hannover. Viele Jahre war sie dort, wie vormals auch im Gehrdener Kammerorchester, als Konzertmeisterin tätig.

Über das musikalische Engagement hinaus ist Hartmann Vorsitzende des Kulturkreises Kloster Wennigsen. Dort liegt ihr ein Projekt ganz besonders am Herzen: „Wir öffnen mit den Kinderkonzerten den Klostersaal, um die jüngere Generation neugierig auf einen Konzertbesuch zu machen“, erzählt sie – und wieder liegt das gewisse Strahlen und Leuchten in ihren Augen, wenn sie von der Musik spricht.

Von Heidi Rabenhorst

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