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Miriam Hoffmann genießt ihr Heimspiel vor der Segelpause

Großenheidorn / Internationale Deutsche Jugendmeisterschaften Miriam Hoffmann genießt ihr Heimspiel vor der Segelpause

„Man kennt sich.“ Steuerfrau Miriam Hoffmann aus Wunstorf hat gerade zusammen mit ihrem Bruder Daniel ihren 420er mit der Segelnummer GER-52762 aus dem Wasser gezogen. „Wir treffen hier immer Freunde“, sagt sie und man sieht ihr die rund sieben Stunden Arbeit auf dem Wasser nicht an.

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Miriam und Daniel Hoffmann (Segelnummer 52762 im Vordergrund) fahren auf ihrem Heimatrevier ganz vorne mit.

Quelle: jpw

Großenheidorn (jpw). Die 18-jährige stammt aus einer Wunstorfer Seglerfamilie, ein echtes Eigengewächs der Baltischen Segler-Vereinigung.

Sie ist schon lange in der Bootsklasse dabei, hat viele Erfolge eingefahren und sie genießt rund um die Regatten auf dem Heimatrevier ihr „Heimspiel“.

Die Deutschen Jugendmeisterschaften auf dem Steinhuder Meer werden zumindest vorerst ihre letzte große Regatta sein, Segelpause ist angesagt: „Ich studiere jetzt erst einmal“, sagt sie „und in welche Bootsklasse ich dann steige, das habe ich noch nicht entschieden.“

In den ersten Tagen der Meisterschaft ist Miriam Hoffmann ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und nach einem neunten Platz als Streichresultat ganz an die Spitze des Feldes von 105 Booten gefahren. Am vierten Tag, der wegen einer Flaute gleich zu Beginn eigentlich erst der dritte Wettkampftag war, erwischte sie in einem Rennen keinen optimalen Start und fuhr wieder auf dem neunten Platz ein.

„Ein optimaler Start macht 50 Prozent des Ergebnisses aus“, sagt Pressesprecher Emke Hillrichs, der nicht nur Miriam Hoffmann, sondern auch viele der anderen Starter vom Steinhuder Meer von Kleinauf kennt. Er schmunzelt über die Unordnung auf dem Rasen vor dem Clubhaus der Baltischen Segler-Vereinigung, wo Anhänger, Boote, Planen und einige andere Kleinteile im bunten Durcheinander liegen: „Jugend eben“, sagt er, „aber das ist Leben.“

Viele Boote werden aufgereiht hinter den Motorbooten der Begleiter wieder in die Häfen gezogen, einige Jungsegler nehmen erst einmal ein ausführliches Bad im rund 18 Grad kalten Meerwasser.

Am Ufer fällt das Wort vom „Schweinerennen“, das der Wettfahrtleiter Ralf Tietje wieder wegen Flaute „abschießen“ musste, ein echter Seglerausdruck für eine schon irreguläre Wettfahrt, in der die Boote eher auf dem Wasser dümpeln, als sich vorwärts zu bewegen.

„Eine Gruppe hat jetzt acht und die andere Gruppe neun Wettfahrten“, erläutert Hillrichs. Selbst wenn der letzte Wettkampftag auch noch dem Wetter zum Opfer fallen würde – die Meisterschaften könnten gewertet werden, vier Wettfahrten hätten bereits genügt, aber es ist offen, ob Tietje am heutigen Freitag vom geplanten Start, am Vormittag um 11 Uhr an, doch noch die geplanten insgesamt zwölf Wettfahrten starten lassen kann.

Auch Miriam Hoffmann und ihr Bruder Daniel werden heute wieder den 420er startklar machen und nach Möglichkeit noch einmal angreifen, um in der Finalserie in der Endabrechnung ganz vorne zu landen. Die Siegerehrung ist etwa zwei Stunden nach dem Ende der Protestzeit der letzten Regatta vorgesehen.

Um die Atmosphäre zu genießen, hat sich das Geschwisterpaar gemeinsam mit den Eltern mit dem Wohnmobil auf der Anlage der Baltischen Segler-Vereinigung einquartiert. Für die Wunstorferin „wäre es schön“, einen erfolgreichen Schlusspunkt zu setzen und mit einem Titel aus der Klasse auszusteigen. Bis dahin, so war es jedenfalls noch gestern abend, geht am Ufer des Steinhuder Meeres noch einmal die Sonne unter.

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