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Hemmingen DUH: Dudler-Bau in Animation darstellen
Aus der Region Region Hannover Hemmingen DUH: Dudler-Bau in Animation darstellen
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18:03 20.06.2018
So sieht das geplante Quartier aus (Blick von der B3 zwischen Weetzener Landstraße und Berliner Straße). Quelle: Büro Max Dudler
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Hemmingen

Die Unabhängigen Hemminger (DUH) fordern eine Animation zum geplanten Quartier in Hemmingen-Westerfeld nach den Plänen von Max Dudler. Der Film soll zeigen, wie ein Fußgänger das Gebäudeensemble mit der Plaza und Gassen wahrnimmt und wie ein Autofahrer.

Das sogenannte Quartier soll in einigen Jahren an der B3/Ecke Weetzener Landstraße entstehen. Dort sollen nicht nur Büros entstehen, sondern unter anderem auch ein Ärztehaus, gegebenenfalls sogar eine Klinik, sowie Einzelhandel, Gastronomie, Einrichtungen mit Freizeit- und Fitnessangeboten, Dachgärten sowie unter- und oberirdische Parkplätze.

„Die Größenverhältnisse werden durch einen Film sichtbarer“, sagte Holger Falke, Mitglied der DUH im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt. Der Film sollte auch den Bürgern gezeigt werden, schließlich sei der Dudler-Bau ein „prägendes Bauwerk“. Interessant seien vor allem die Proportionen im Verhältnis zu den bestehenden Einfamilienhäusernan der Weetzener Landstraße gegenüber des Dudler-Baus. Der höchste Turm hat elf Stockwerke und ist knapp 40 Meter hoch.

Max Dudler hatte bereits in der Ausschusssitzung, in der er seinen neuen Entwurf vorstellte, von einem Film abgeraten. Dieser sei nicht nur aufwändig in der Herstellung. „Diese Filme täuschen auch etwas vor“, gab Dudler zu bedenken. Silke Meier zu Evenhausen, Mitarbeiterin im Büro Dudler, erläuterte, ein 3-D-Modell sei besser. Dieses gebe es auch schon.Axel Schedler, Fachbereichsleiter in der Stadtverwaltung, hatte vorgeschlagen, die Präsentation im Ausschuss auf die Webseite der Stadt zu stellen, wenn das Büro Dudler und der Bauherr dem zustimmen. Bislang ist sie noch nicht abrufbar.

Max Dudler ist aktuell in vielen anderen Städten – und deutlich größeren als Hemmingen - ein Thema. So entstehen in Berlin-Tegel 50.000 Quadratmeter Einzelhandel nicht in einem Center, denn das gibt es dort schon, sondern in einer Einkaufsstraße. Dudler wirkt an den Plänen mit. Bauherr ist kein Geringerer als der Bauherr der „Mall of Berlin“ mit 270 Geschäften in der Nähe des Potsdamer Platzes.

Auch an einer anderen Stelle in der Bundeshauptstadt werden Pläne von Dudler verwirklicht: in der neuen U-Bahn-Station Museumsinsel, die die Lücke auf der Linie 5 zwischen Brandenburger Tor und Alexanderplatz schließen soll. Die Station bekommt eine kobaltblaue Decke mit hellen Lichtpunkten als Sternenhimmel. Dudler ließ sich dafür von einem Bühnenbild 1816 von Karl Friedrich Schinkel für Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ inspirieren.

Bereits im Mai wurde das neue sogenannte Backstage-Gebäude der Waldbühne Berlin eröffnet, geplant von Max Dudler. Das Besondere: Das Bauvorhaben musste in der spielfreien Zeit von September bis Mai erledigt sein.

Die jüngste Auszeichnung wurde Dudler im Juni auf der „Stone+tec“ in Nürnberg verliehen. Für das beste Ein- und Mehrfamilienhaus aus Sicht der Juroren, das Schwabinger Tor N10 in München, bekam er den Deutschen Naturstein-Preis 2018.

Beim derzeit größten Neubau eines Kunstmuseums in Deutschland hingegen, der Neuen Kunsthalle Mannheim, schied Dudler in der Vorrunde aus. In Reutlingen (Baden-Württemberg) gibt es zurzeit Wirbel um das von Dudler entworfene Stadthallen-Hotel mit 50 Meter hohem Turm. Die Aufstellung des Bebauungsplans ist längst beschlossen, doch eine Fraktion im Gemeinderat fordert jetzt einen Bürgerentscheid.

Von Andreas Zimmer

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