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Hemmingen Hundespielplatz anstatt Auslauffläche?
Aus der Region Region Hannover Hemmingen Hundespielplatz anstatt Auslauffläche?
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17:30 25.10.2018
Zusammen mit ihrem Parson-Russell-Terrier Percy erläutert die Pattenser Hundetrainerin Wiltrud Remstedt ihren 160 Zuhören in der Aula der Wäldchenschule die Lernschwäche des Menschen aus Sicht des Hundes. Quelle: Torsten Lippelt
Hemmingen

Hundebesitzer haben einen Hundespielplatz in Hemmingen vorgeschlagen. Die Idee kam am Mittwochabend aus der Zuhörerschaft während eines Informationsabends der Stadt. Etwa 160 Frauen und Männer hatten sich in der Aula der Arnumer Wäldchenschule versammelt, um Informationen und Anregungen für eine bessere Hundehaltung daheim zu erhalten.

In der anschließenden kleinen Fragerunde war dann der Hundespielplatz Thema. „Mit der Suche nach einer geeigneten Auslauffläche sind wir in Hemmingen bisher nicht erfolgreich gewesen. Aber ein Hundespielplatz ist eine interessante neue Idee“, sagte Fachbereichsleiter Sven Bertram.

Die Stadt hatte das Thema Ende 2014 zu den Akten gelegt. Zuvor hatte die Verwaltung das gesamte Stadtgebiet auf mögliche Flächen geprüft. Es gibt zwar ein etwa 10.000 Quadratmeter großes Gelände, das der Stadt gehört und als Freilauffläche infrage kommt, doch dieses sehen Experten der Tierärztlichen Hochschule Hannover skeptisch. Den Grünzug in Verlängerung des Heisterkampes in Hemmingen-Westerfeld zwischen den Kleingärten und dem Hemminger Gewerbepark betrachten sie als relativ schmal. Außerdem werde er bereits von vielen Radfahrern und Spaziergängern genutzt.

Hauptthema des Abends in Arnum war „die Lernschwäche des Menschen aus Sicht des Hundes.“ Hundetrainerin Wiltrud Remstedt aus der Pattenser Ortschaft Oerie erläuterte dies in etwa eineinhalb Stunden auch praktisch mit Vorführungen, unterstützt von ihrem Parson-Russell-Terrier Percy. Zu den oft gemachten Fehlern bei der Hundehaltung zählt Remstedt zufolge eine mangelnde und von beiden Seiten falsch verstandene Hund-Mensch-Kommunikation zwischen Anweisen und Folgen ebenso wie Futter als Bestechung statt Belohnung und eine Überbelastung des Tieres durch zu ungenaue und zu viele Befehle zugleich. Die Hundetrainerin demonstrierte auf der Bühne mit Percy anschaulich, wie der Mensch am oberen Ende der Leine dem Tier am unteren Ende verdeutlichen muss, was er eigentlich genau möchte – und die Umsetzung dieses Wunsches als „artenübergreifende Kommunikation“, so Remstedt, geht schließlich sogar ohne Leine, nur durch Tonfall und Körpersprache. „Und denken sie daran: Jeder Hund hat seine Individualzone – auch zu anderen Hunden, die er nicht kennt. Aber auch Hunde brauchen Freundschaften und sollten mit anderen Hunden, die sie mögen, herumtollen.“

Seit 2009 bietet die Stadt die Informationsabende zum Thema Hundehaltung einmal im Jahr an, um sich auf lebendige und anschauliche Weise mit Hundehaltern und -freunden auszutauschen. Die Themen reichten bisher von „Der will doch nur spielen!“ über „Wie kommunizieren Hunde?“ bis hin zu „Der Alltagsstress eines Hundes“ im vergangenen Jahr. Die Reihe soll Fachbereichsleiter Bertram zufolge im Spätsommer 2019 fortgesetzt werden.

Von Torsten Lippelt

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