Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Hemmingen Kein Osterfeuer mehr in Hemmingen-Westerfeld
Aus der Region Region Hannover Hemmingen Kein Osterfeuer mehr in Hemmingen-Westerfeld
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:38 25.06.2018
Das letzte Mal: Mit einem Gasbrenner zünden Ehrenortsbrandmeister Dirk Grunwald und sein Sohn Christian Grunwald im März 2018 in Hemmingen-Westerfeld eines der größten Osterfeuer in der Region an. Quelle: Stephanie Zerm (Archiv)
Anzeige
Hemmingen

Ob illegale Müllentsorgung oder hohe Auflagen: Viele Gründe haben dazu geführt, dass das Osterfeuer in Hemmingen-Westerfeld ab sofort Geschichte ist. Es war eines der größten Osterfeuer in der Region Hannover. Die Ortsfeuerwehr wird keines mehr ausrichten. Das entsprechende Ergebnis der mehrheitlichen Abstimmung in der jüngsten Quartalsversammlung der Ortsfeuerwehr teilte sie am Montag mit.

Ganz überraschend kommt es nicht. Schon 2016 hatte sie die beliebte Veranstaltung mit bis zu 2000 Besuchern in Spitzenzeiten infrage gestellt. „2017 haben wir nochmal mit den widrigen Umständen gelebt. 2018 war die Probe“, erläutert Ortsbrandmeister Thorsten Heitmann. Doch wieder sei das Osterfeuer zur illegalen Müllentsorgung genutzt worden. „Die Helfer mussten den Brennhaufen durchsuchen, den Müll herausziehen und zum Teil als Sondermüll entsorgen, was mit Kosten verbunden ist.“ Die Palette über die Jahre reicht vom Fensterrahmen bis zum Sofa. Dieses Mal war Heitmann zufolge ein mehrere hundert Kilo schwerer Wurzelteller voller Erde darunter gewesen.

Weitere Kosten seien durch die vielen mitgebrachten Glasflaschen entstanden. Etliche seien zerbrochen gewesen. „Den halben Sonntag haben wir dieses Jahr gebraucht, um den Platz und die Büsche an der Hohen Bünte zu säubern“, sagt Heitmann.

Nach dem Osterfeuer ist zudem die Asche fachgerecht zu entsorgen. Sechs Tonnen seien es in diesem Jahr gewesen. Die Kosten seien in den vergangenen Jahren gestiegen.

Hinzu kommt: „In den vergangenen Jahren wurde eine steigende Gewaltbereitschaft festgestellt, welche die Sicherheit der Besucher gefährdet, sodass bei den jüngsten Veranstaltungen bereits ein Sicherheitsdienst beauftragt und eingesetzt werden musste.“ Damit nicht genug: „Die Auflagen für die Genehmigung des Osterfeuers sind sehr umfangreich, sodass die Umsetzung zum Teil schwer und mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden ist.“

Thorsten Heitmann erläutert, für sämtliche Kosten käme die Ortsfeuerwehr auf. „Das muss erst einmal erwirtschaftet werden.“ Das Ergebnis der Diskussion in der jüngsten Quartalsversammlung fasst er so zusammen: „Die tagelange Vor- und Nachbereitung steht in keinem Verhältnis zum Erfolg des Osterfeuers, sodass die Ortsfeuerwehr schweren Herzens die Entscheidung treffen musste, diese Veranstaltung einzustellen.“

Damit geht eine mehr als 40-jährige Geschichte zu Ende. Anfangs sei das Osterfeuer eine kleine Veranstaltung gewesen. „Dank des ehrenamtlichen Engagements von rund 30 Mitgliedern entwickelte es sich zu einem der größten Osterfeuer in der Region Hannover.“ Im Hemminger Stadtgebiet gibt es somit nur noch drei Ortsfeuerwehren, die Osterfeuer ausrichten: in Arnum, Devese und Hiddestorf. Es gibt aber noch zwei weitere Osterfeuer: in Harkenbleck, ausgerichtet vom Kleingartenverein, und in Wilkenburg, ausgerichtet vom Motorradclub.

Wohin die Besucher, die bisher in Hemmingen-Westerfeld waren, nun ausweichen, lässt sich Heitmann zufolge nicht vorhersagen. Unter den Gästen in Hemmingen-Westerfeld seien stets einige auch Besucher aus anderen Hemminger Stadtteilen gewesen, aber zum Beispiel auch aus Hannover.

Hemmingen ist mit dem Problem nicht allein. So hat es zum Beispiel in Ingeln-Oesselse 2017 erstmals nach mindestens 50 Jahren kein Osterfeuer mehr gegeben. Einer der Gründe war der hohe Aufwand bei sinkenden Besucherzahlen.

Von Andreas Zimmer

Hemmingen Arnum/Ronnenberg/Wettbergen - Besucher feiern unterm schützenden Dach

Das Sommerfest des Arnumer Tierschutzvereins Hände für Pfoten musste wegen des schlechten Wetters vom Hof ins Gebäude verlegt werden. Die Besucher erfreuten sich unter anderem am Tierflohmarkt und anderen Ständen.

28.06.2018

Von Konstruktionen mit Zahnstochern bis zur Stadt aus Holzwürfeln: „Bauen ohne Grenzen“ lautete das Motto des Sommerfestes der Grundschule Hiddestorf.

25.06.2018

Unbekannte sind in den städtischen Kindergarten Arnum I eingedrungen. Laut Stadtverwaltung haben die Täter nichts gestohlen, der Schaden beträgt jedoch etwa 1500 Euro.

28.06.2018
Anzeige