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Hemmingen Kindergartengruppe bleibt in Arnum
Aus der Region Region Hannover Hemmingen Kindergartengruppe bleibt in Arnum
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00:36 10.06.2018
Kinder aus Arnum werden auch weiterhin in Arnum betreut. (Symbolfoto) Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Hemmingen

Eltern aus Arnum können ihren Nachwuchs weiterhin in einen städtischen Arnumer Kindergarten bringen und brauchen nicht nach Hiddestorf zu fahren. Bürgermeister Claus Schacht teilte in der Ratssitzung am Donnerstagabend mit, dass das Landesjugendamt eine Ausnahme macht und die Betreuung der sogenannten Notgruppe im Mehrzweckraum in der Kita I um ein weiteres Jahr verlängert.

Die Behörde habe unter anderem berücksichtigt, dass die Stadt etliche Flüchtlingskinder unterzubringen hat, was so nicht absehbar war. „Auch die wohnortnahe Versorgung wird anerkannt“, sagte Schacht im Gespräch mit dieser Zeitung. „Wir freuen uns über das Verständnis des Landesjugendamtes.“

Nun werde überlegt, wie ein Mehrzweckraum in der Kita I geschaffen werden könne, denn diesen schreibt das Gesetz vor. „Wir haben mit der Kita-Leitung gesprochen. Es gibt Ideen“, sagte Schacht in der Ratssitzung. Ursprünglich war geplant ab August 25 neue Plätze in Hiddestorf zu schaffen, weil in Arnum laut Stadtverwaltung kein Raum mehr frei ist. Eltern kritisierten dies. Manche wohnen nah am Arnumer Kindergarten oder Geschwisterkinder besuchen bereits die Einrichtung. Einige Eltern hatten ihrem Unmut in der Sitzung des Fachausschusses am Montagabend geäußert und verfolgten auch die Ratssitzung. Bei der Ankündigung von Schacht am Donnerstagabend, dass die Gruppe in Arnum bleibt, gab es von den Zuhörerreihen Applaus.

Jan Dingeldey (CDU) sprach von einer „erst mal guten Lösung“, fügte aber hinzu: „Die Hausaufgaben sind noch nicht beendet.“ SPD-Fraktionschef Jens Beismann gab zu bedenken: „Wir können nicht in jedem Stadtteil eine Kitagruppe auf Vorrat haben.“ Es sei zu prüfen, ob Container eine Alternative seien. Durch die Verlängerung der Notgruppe „sinkt die Qualität der Kinderbetreuung ein Stück weit“. Doch der Stadt bleibe nichts Anderes übrig: „Wir müssen in den sauren Apfel beißen.“

Einstimmig hat der Rat am Donnerstagabend auch die Personalkosten für die Betreuung von elf Kindern in der ehemaligen Hausmeisterwohnung der KGS in Hemmingen-Westerfeld beschlossen. Dieser Raum, bislang vom Hort genutzt, wird wegen der Ganztagsgrundschule frei. Im April 2019 soll diese Gruppe in den dann fertigen Neubau des Kindergartens an der Weetzener Landstraße in Hemmingen-Westerfeld ziehen. Elternvertreter Thorsten Langner hatte im Fachausschuss am Montagabend Bedenken geäußert, wenn die Kinder inmitten einer Baustelle betreut werden. Die frühere Hausmeisterwohnung grenzt an das Campus-Gelände, das zurzeit umgestaltet wird. Die Verwaltung kündigte an, sie werde die Eltern entsprechend darüber informieren, andere Räume seien aber so kurzfristig aber nicht frei.

Von Andreas Zimmer

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