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Hemmingen Für 900 Hemminger ist es tagsüber sehr laut
Aus der Region Region Hannover Hemmingen Für 900 Hemminger ist es tagsüber sehr laut
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17:51 31.07.2018
Der Lärm an den Hauptverkehrsstraßen wie hier an der Göttinger Landstraße führt teilweise zu erheblichen Lärmbelastungen. Quelle: Tobias Lehmann
Hemmingen

In Arnum und Hemmingen-Westerfeld sind rund 900 Bürger tagsüber und 700 nachts einer erheblichen Lärmbelastung von mehr als 50 Dezibel ausgesetzt. Mit einer Lautstärke von mehr als 70 Dezibel liege die Belastung für rund 100 Bürger sogar im gesundheitsgefährdenden Bereich. Das geht aus dem Entwurf des aktualisierten Lärmaktionsplans der Stadt hervor. Nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz müssen Städte und Gemeinden seit 2008 einen Lärmaktionsplan haben und alle fünf Jahre aktualisieren.

Bei den betroffenen Hemmingern handelt es sich ausschließlich um Bürger, die entlang der Bundesstraße 3 wohnen. Die Verwaltung weist in dem jetzt vorliegendem Planentwurf darauf hin, dass eine „Lärmminderung im Bereich der Bundesstraße zwingend erforderlich“ sei. Lärmprobleme sieht die Verwaltung aber auch an den Kreisstraßen wie der Dorfstraße und der Weetzener Landstraße in Hemmingen-Westerfeld und Vorm Dorfe in Devese.

Durch den Bau der Ortsumgehung sei mit einer deutlichen Minderung des Lärmpegels zu rechnen. Die Stadt geht von einer Halbierung des Verkehrs und einer Reduzierung der Lastwagen aus, was eine Lärmminderung von mehr als drei Dezibel zur Folge haben sollte. Für weniger Lärm in der Stadt dürfte auch das angeordnete Tempo 30 auf der Ortsdurchfahrt Hiddestorf, der Landesstraße 389, sorgen. In Arnum werden zudem die Ampeln nachts abgeschaltet, was zu einer Verstetigung des Verkehrs und damit auch zu einer Lärmminderung führen soll.

Die Verwaltung schlägt vor, Tempo 30 sowie eine Verstetigung des Verkehrs zum Beispiel durch eine „Grüne-Welle-Ampelschaltung“ auch noch für andere Orte einzuplanen, an denen der Lärmschutz bisher nicht ausreicht. Auch die Verlängerung der Stadtbahn nach Hemmingen, die 2023 abgeschlossen sein soll, könne eine Reduzierung des Verkehrs und damit auch des Lärms zur Folge haben. Weiterhin wolle die Stadt auch für den Ausbau und die Steigerung der Attraktivität des Radwegenetzes sorgen.

In dem Entwurf wird aber auch darauf hingewiesen, dass durch den Bau der Ortsumgehung zur Entlastung stark befahrener Ortsdurchfahrten an einigen anderen Punkten Belastungen auftreten. Betroffen seien davon „in geringem Umfang“ die Ortsdurchfahrten Devese und Hiddestorf. Ziel sei jedoch, dass durch die B3neu keine weiteren unzumutbaren Belastungen auftreten. So sind verschiedene Projekte zum Schutz gegen den Lärm vorgesehen, wie zum Beispiel der Bau von Wänden und Wällen.

Um den Lärm an den Kreisstraßen 220 und 221, den Ortsdurchfahrten in Hemmingen-Westerfeld und Devese, zu begrenzen, wird vor allem Tempo 30 für sinnvoll erachtet. In Devese gilt dies bereits. Allerdings wird die Regelung gerade vom Verkehrsministerium überprüft. Auch für die gesamte Ortsdurchfahrt des Alten Dorfs in Hemmingen-Westerfeld wäre dies eine sinnvolle Anordnung, heißt es in dem Entwurf.

Die Verwaltung weist darauf hin, dass das menschliche Ohr Pegelunterschiede von drei Dezibel kaum wahrnehmen kann. Zu berücksichtigen sei aber, dass das persönliche Lärmempfinden unabhängig von der tatsächlichen Lautstärke subjektiv unterschiedlich sei. Dazu könne zum Beispiel allein die Sichtbarkeit einer Lärmquelle beitragen. Es wird deshalb empfohlen, auch Projekte wie eine Verstetigung des Verkehrs, die den Lärm nur um ein bis zwei Dezibel lindern, weiter zu verfolgen.

Der Entwurf wird in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am Donnerstag, 23. August, ab 19 Uhr im Ratssaal des Rathauses öffentlich präsentiert.

Von Tobias Lehmann

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