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Hemmingen Das plant der neue Wirtschaftsförderer
Aus der Region Region Hannover Hemmingen Das plant der neue Wirtschaftsförderer
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19:57 07.12.2018
Der Gewerbepark Hemmingen unter anderem mit dem Real-Markt hat für Wirtschaftsförderer Gert Rönnau ein gutes Erscheinungsbild. Quelle: Andreas Zimmer
Hemmingen

In Hemmingen gibt es keine Werbegemeinschaften. Warum ist das so? Dieser Frage will Gert Rönnau, seit etwa fünf Wochen neuer Wirtschaftsförderer der Stadt, nachgehen. „Zu hinterfragen ist, ob generell kein Interesse besteht oder ob sie nicht miteinander können“, sagte er. Denn schließlich gebe es sonst im Stadtgebiet „ein reges Vereinsleben und ein aktives Bürgerengagement“.

Die Arnumer Interessengemeinschaft hatte sich im Februar 2017 aufgelöst – 22 Jahre nach ihrer Gründung. Das Engagement habe abgenommen, und die Auflagen für Veranstaltungen seien zu hoch geworden, sagten damals Mitglieder des Vorstandes.

Rönnau kündigte am Donnerstagabend im Ausschuss für Wirtschaft, Finanzen und Inneren Service zudem einen „Relaunch“ des Internetauftrittes der Stadt an, darunter auch des Unterpunktes „Wirtschaft entwickeln“. Die letzte größere Überarbeitung der Präsenz im Netz war im Sommer 2014. „Das Standort- und Stadtmarketing sind optimierbar.“

Der Wirtschaftsförderer kündigte zudem regelmäßige Beratungstermine im Rathaus für Firmen an, voraussichtlich Montag nachmittags, und eine erste Teilnahme am Hemminger Unternehmerfrühstück Anfang 2019. Er plant ferner eine Firmenumfrage. „Die letzte war 2008. Das schreit nach einem Update.“ Rönnau sagte, er baue zudem ein „Flächenmanagement“ auf und wies auf die Bedeutung hin, die Gewerbegebiete in Richtung B-3-neu zu erweitern, um einen „Flächenpool“ vorhalten zu können. Er sammele zudem Daten für eine Standortanalyse für sein Konzept zur Wirtschaftsförderung, das er mit der Verwaltungsleitung und „relevanten lokalen Akteuren“ abstimmen möchte. In einer „internen Betriebsdatei“ wolle er die Betriebsbesuche auswerten, um Sorgen und Nöte der Gewerbetreibenden besser ermitteln und maßgeschneiderte Angebote erstellen zu können. „Der direkte Kontakt ist wichtig: Wer kennt den Standort besser als die Unternehmer?“ Er habe bereits Kontakt zu den Wirtschaftsförderern von Hemmingens Nachbarkommunen aufgenommen. Rönnau gab aber auch zu bedenken: „Ich bin eine One-Man-Show.“

Das Gebäudeensemble nach den Plänen von Max Dudler, das an der B3/Ecke Weetzener Landstraße in Hemmingen-Westerfeld entstehen soll, bezeichnete er als sehr interessant. „Ich verspreche mir davon einen Entwicklungsschub.“ Denn bei den Gewerbegebieten in Hemmingen-Westerfeld und Arnum sowie dem Gewerbepark Hemmingen gebe es eine „unterschiedliche Erscheinungsqualität“. Insgesamt seien die Gewerbegebiete aber gut aufgestellt. Rönnau sagte, er finde das Thema Urbane Logistik für Hemmingen interessant, also auf welchen Wegen Bevölkerung, Handel und Industrie mit Waren versorgt werden.

Zweierlei sei in Hemmingen besonders: die „häufige Verzahnung von Wohnen und Gewerbe“ und dass es in Hemmingen trotz seiner nahezu 20.000 Einwohner keine klassische Innenstadt gebe, aber immerhin „ein kleines Stadtzentrum am Rathausplatz“.

Von Andreas Zimmer

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