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Hemmingen Rat legt Schwerpunkte für Seniorenarbeit fest
Aus der Region Region Hannover Hemmingen Rat legt Schwerpunkte für Seniorenarbeit fest
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17:30 31.10.2018
Einer der Punkte im Konzept Seniorenarbeit sind Handy- und Smartphone-Schulungen. Beim Debüt im Oktober im Bürgersaal in Hemmingen-Westerfeld zeigt Bürgermeister Claus Schacht (links) Alt-96er Hans Siemensmeyer (Zweiter von links), wie man auch Fußball auf dem Smartphone schauen kann. Johann Diekmann und Doris Siemensmeyer schauen zu. Quelle: Torsten Lippelt
Hemmingen

Das Thema Seniorenbeirat in Hemmingen ruht – aber nur solange, bis es genug Bewerber für das Gremium geben sollte. Auf diese Linie hat sich der vertraulich tagende Verwaltungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung verständigt. Das teilte Bürgermeister Claus Schacht auf Anfrage dieser Zeitung mit.

Damit folgt der Verwaltungsausschuss der Linie des Ausschusses für Bildung, Familie, Jugend, Senioren und Integration. In dessen jüngster Sitzung berichtete Susanne Giese, Mitarbeiterin im Seniorenbüro der Stadt, dass sich in jüngster Zeit nur ein Bewerber gemeldet habe. „Dieser wollte aber nicht gewählt, sondern berufen werden.“

In der Sitzung des Fachausschusses hatte Schacht über seine Seniorensprechstunden berichtet. Sie wurden angeboten, nachdem sich der Beirat im August 2017 mangels Mitglieder aufgelöst hatte. „Die Intention war nicht die Arbeit des Seniorenbeirates zu ersetzen, sondern aktiv zuzuhören“, sagte Schacht. „Ich bin 63, Hörgeräteträger und bekomme ein künstliches Knie – da ist man dann gleich beim Thema.“ Schachts Erfahrung lautet: „Die Senioren nehmen kein Blatt vor den Mund.“ Er sagte, die zweite Runde der Sprechstunden in nahezu allen Stadtteilen – für Hiddestorf und Ohlendorf gibt es eine gemeinsame – sei entspannter gewesen. „Bei der ersten war der Besuch des Bürgermeisters offenbar doch nicht alltäglich.“ In Devese gebe es keine regelmäßigen Seniorentreffen. Die Stadt könne dort anstoßen solche zu organisieren.

Mobilität sei vielerorts ein großes Thema, die meist bei Bewohnern ab 80 Jahren deutlich eingeschränkt sei. Umso bedauerlicher, dass das Wohngebiet Bockstraße im größten Hemminger Stadtteil Arnum nicht ans Linienbusnetz angebunden ist. Möglicherweise könnten aber zwei Busse der Seniorenresidenz, die für die Tagespflege unterwegs sind, auch andere Fahrgäste mitnehmen. „Wir müssen dort über Alternativen nachdenken.“ Schacht gab auch zu bedenken, dass ältere Menschen Verkehr vielerorts „als Bedrohung empfinden“. Deswegen setze die Stadt ihre neue Radarpistole, die seit Oktober im Einsatz ist, zum Beispiel an der Wülfeler Straße in Wilkenburg ein.

Ob eine Begleitung für eine 93-Jährige, die Angst hat allein spazieren zu gehen, oder Schubkarren auf dem städtischen Friedhof: Vieles könne unbürokratisch geregelt werden. Die Seniorensprechstunden sollen auch 2019 weiterlaufen. Das Handy-Training im Bürgersaal als neues Angebot der Bürgerstiftung – Debüt war vorige Woche – werde am Mittwoch, 14. November, 16.30 Uhr, fortgesetzt. Damit werde auf den Wunsch von Senioren nach Schulungen im Umgang mit Handy und Smartphone reagiert.

Die jüngste Sitzung des Fachausschusses hatten zwei Vertreter des Laatzener Seniorenbeirates verfolgt, die über die Zeitungsberichterstattung auf das Thema Seniorenbeirat aufmerksam geworden waren: Vorsitzender Winfried Kahle und Beisitzer Dieter Mahler. Sie berichteten über ihre Arbeit mit zurzeit 13 Mitgliedern, darunter regelmäßige Sprechstunden, und dass die Situation in Laatzen in einem Punkt der in Hemmingen ähnele: „Es ist schwierig Ehrenamtliche zu finden.“

Der Beirat ist einer der Punkte im städtischen Konzept für die Seniorenarbeit, mit dem sich der Hemminger Rat am Donnerstag, 1. November, befassen wird. Die Sitzung ist öffentlich und beginnt um 19 Uhr im Rathaus in Hemmingen-Westerfeld. Thema wird auch das Projekt Frühe Hilfen sein. Auch der Verwaltungsausschuss befürwortet, dass der Arbeitsbereich der zuständigen Mitarbeiterin in der Hemminger Verwaltung um 8,5 Wochenstunden erweitert werden soll. Das Programm Frühe Hilfen setzt schon vor der Schwangerschaft an, damit Paare wissen, was bei einer Familiengründung auf sie zukommt.

Von Andreas Zimmer

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