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Hemmingen Ricklinger Marienkantate wird uraufgeführt
Aus der Region Region Hannover Hemmingen Ricklinger Marienkantate wird uraufgeführt
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15:30 26.10.2018
Der evangelische Posaunenchor St. Thomas (Foto) und die Ricklinger Kantorei Michaelis sind an der Aufführung beteiligt. Quelle: privat
Hemmingen/Pattensen/Ricklingen

Bei einer Ökumenischen Marienvesper in St. Augustinus wird am Sonntag, 28. Oktober, erstmals die vom evangelischen Kirchenmusiker und Organisten Andreas Schmidt komponierte Ricklinger Marienkantate aufgeführt. Den Text für das Werk hat die Pastorin Sigrid Lampe-Densky geschrieben. Zur katholischen Kirchengemeinde gehören Hemmingen, Pattensen und Ricklingen.

Beginn ist um 17 Uhr in der Kirche an der Göttinger Chaussee 145 in Ricklingen. Der Eintritt ist frei, es wird um Spenden gebeten. Die Begrüßung übernimmt Pfarrer Thomas Berkefeld.

Das Stück setzt sich aus den drei Teilen „Ave maris stella“, „Ave Maria“ und „Halleluja“ zusammen, die von einem dreistimmig gemischten Chor, Posaunenchor und Orgel präsentiert werden, erläutert der Komponist. Diese einzelnen Teile werden von Lesungen unterbrochen, zu denen Schmidt auf der Orgel improvisiert. Grundlage für die Vertonungen sei das gregorianische „Ave maris stella“. Daraus stammen auch die Melodienfragemente für die Zwischenmusik für Posaunenchor und Orgel.

Inhaltlich dreht sich die Kantate um Maria, die Raum und Zeit überwindet und diese Dimensionen miteinander verknüpft. Darauf bezieht sich auch Andreas Schmidt: „Ich überbrücke die Zeit, indem ich einen Bogen von der Zeit der Komposition um das Jahr 1000 bis zur Moderne schlage.“ Dabei nutze er unter anderem Kompositionstechniken des Barock.

Der evangelische Posaunenchor St. Thomas und die Ricklinger Kantorei Michaelis (Bild) sind an der Aufführung beteiligt. Quelle: privat

Die Überbrückung des Raums sei durch den Ort der Aufführung gegeben: Die Orgel befindet sich auf der Empore, im Altarraum stehen der Posaunenchor und der Chor. „Wie in der venezianischen Mehrchörigkeit ist hierbei das akustische Problem zu lösen“, sagt Schmidt. Durch den Raum entstünden Klangverzögerungen. „Ich löse das Problem pragmatisch, indem zum Beispiel Orgel, Chor und Posaunenchor nie gemeinsam beginnen.“ Die einzelnen Gruppen könnten sich so aufeinander einstellen.

Als Verknüpfung von Raum und Zeit sieht Schmidt die Verbindung des alten „Ave maris stella“ mit dem neuen Text von Sigrid Lampe-Densky durch das Stilmittel der Improvisation. Während der Text gelesen wird, will Schmidt an der Orgel drauf reagieren und über das gregorianische „Ave maris stella“ improvisieren.

Sigrid Lampe-Densky hat den Text für die Marienkantate verfasst, Andreas Schmidt komponierte die Musik. Quelle: privat

Für die Ricklinger Marienkantate hätten Lampe-Densky und Schmidt sich von einem vorgegebenen Schema gelöst. „Üblicherweise wird in einer Kantate ein vorgegebener Text vertont“, sagt Andreas Schmidt. „Wir gehen dieses Mal aber einen anderen Weg. Der Text von Sigrid Lampe-Densky wird gelesen, ich habe dazu alte Marientexte vertont.“ Neben Andreas Schmidt an der Lobback-Orgel wirken der evangelische Posaunenchor St. Thomas unter der Leitung von Volker Hartmann mit sowie die Ricklinger Kantorei Michaelis unter der Leitung von Roland Baumgarte.

Laut Winfried Dahn, der für die Musik in St. Augustinus verantwortlich ist, sei die Uraufführung der Ricklinger Marienkantate ein Zeichen dafür, dass die katholische Pfarrgemeinde insbesondere durch die Musik ökumenisch mit den evangelischen Schwes­tergemeinden zusammengewachsen ist. „Die ökumenische Zusammenarbeit der drei Kirchengemeinden in Ricklingen besteht seit 30 Jahren“, sagt Dahm. In diesem Jahr bieten die Gemeinden erstmals Musikveranstaltungen gemeinsam an. Diese Kooperation soll künftig fortgesetzt werden.

Von Daniel Junker

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