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Hemmingen Der erste Spatenstich ist gemacht
Aus der Region Region Hannover Hemmingen Der erste Spatenstich ist gemacht
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00:22 07.06.2018
Der symbolische Spatenstich ist gemacht (von links): die Ratsmitglieder Dorit Miehe (Bündnisgrüne), Kathrin Heise (DUH), Kerstin Liebelt (SPD), Bürgermeister Claus Schacht, Architekt Robert Marlow und Bauleiter Eckhard Grübbel. Quelle: Andreas Zimmer
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Hemmingen-Westerfeld

Etlichen standen die Schweißperlen auf der Stirn. Was den offiziellen ersten Spatenstich am Montag für den neuen Kindergarten in Hemmingen-Westerfeld angeht, war dazu überhaupt kein Grund. Alles sei im Zeitplan, sagte Architekt Robert Marlow von Mosaik Architekten in Hannover. Doch die Mittagssonne heizte der Gruppe mit etwa 20 Frauen und Männern auf dem freien Feld neben dem Friedhof an der Weetzener Landstraße kräftig ein.

Vielleicht kommen noch mehr Schweißperlen dazu, wenn in Kürze die archäologischen Arbeiten beginnen. Dietmar Juschkewitz, Leiter der städtischen Tiefbauabteilung, geht davon aus, dass kein Römerlager wie in Wilkenburg gefunden wird, aber möglicherweise Spuren einer Siedlung wie 2014 an der KGS-Buswendeschleife in Hemmingen-Westerfeld.

Außer einem Zaun um das Feld und zwei Bauschildern ist zurzeit an der Weetzener Landstraße noch nicht viel zu sehen. Die Bagger rücken erst am Donnerstag an, weil sie noch auf einer anderen Baustelle feststecken, erläuterte Bauleiter Eckhard Grübbel. Die Firma Grübbel aus dem nordrhein-westfälischen Bad Oeynhausen ist der Generalunternehmer für das Vorhaben für 3,7 Millionen Euro, nur die Tischlerarbeiten werden extra ausgeschrieben. Im Februar oder März 2019 soll der Neubau fertig sein. Die Elemente werden in Bad Oeynhausen produziert und auf der Stahlbetonplatte in Hemmingen-Westerfeld zusammengesetzt. „Wir versuchen vor dem Winter noch viele Arbeiten wie zum Beispiel an der Fassade zu erledigen“, sagte Grübbel.

Wer die Kinder über drei Jahre in drei Gruppen sowie die Jungen und Mädchen unter drei Jahren in zwei Gruppen betreuen wird, ist noch unklar. Das sogenannte Interessenbekundungsverfahren laufe bis Juli, sagte Bürgermeister Claus Schacht. Nach den Sommerferien, die im August enden, werde entschieden.

„Wenn die Firma fertig ist, können wir gleich den nächsten Kindergarten bauen“, sagte Schacht. Die Zahl der Kinder im Hemminger Stadtgebiet steige vor allem durch Zuzüge. Schacht erinnerte in seiner Ansprache noch einmal daran, dass das Gelände, auf dem der Kindergarten entsteht, bisher tabu für Projekte war. „Niemand hat daran gedacht hier zu bauen“, sagte er im Hinblick auf den Hochwasserschutz. Doch neueste Berechnungen haben ergeben, dass der größte Teil des Areals trocken bleiben wird.

Bei dem Neubau orientiert sich Hemmingen an der Nachbarstadt Pattensen, denn dieser wird dem bereits vorhandenen Kindergarten an der Ruther Straße ähneln. Warum das Rad zwei Mal erfinden - wichtig war dem Hemminger Rat und der Verwaltung, dass der Neubau zügig entsteht.

Weil der Friedhofsparkplatz, der dann auch Kita-Parkplatz sein wird, auch Baustellenzufahrt sein wird, gilt schon jetzt in dem Bereich der Weetzener Landstraße Tempo 50 statt Tempo 70. Daran wird sich auch nichts ändern, wenn die Kita eröffnet ist, denn die Ortstafel wird noch in Richtung Friedhof versetzt und außerdem wird eine Linksabbiegerspur geschaffen. Das Stück der Weetzener Landstraße also, auf dem Fahrer zwischen dem Lidl-Markt nahe der B3 und den Einmündungen in die Wohngebiete in Friedhofsnähe noch 70 Kilometer pro Stunde fahren können, ist somit auf wenige Meter geschrumpft.

Wer weiß, vielleicht halten am neuen Kindergarten bald auch Linienbusse an der von der Stadt seit Jahren geforderten Haltestelle. Bislang wurde sie von der Region abgelehnt, weil sie sich wegen des Friedhofs allein nicht lohne, wie es hieß. Bei 100 Kindern und dem ebenfalls an der Weetzener Landstraße geplanten neuen Feuerwehrgerätehaus könnte das bald anders aussehen.

Von Andreas Zimmer

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