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Hemmingen In den Schulen gibt es zu wenig Räume
Aus der Region Region Hannover Hemmingen In den Schulen gibt es zu wenig Räume
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00:30 08.06.2018
Laut Schulentwicklungsplan fehlen in der KGS Räume. Der Grund für die jetzigen Arbeiten auf dem Schulgelände ist aber kein Anbau, sondern die Campus-Umgestaltung. Quelle: Andreas Zimmer
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Hemmingen

In den drei Grundschulen im Hemminger Stadtgebiet und in der KGS gibt es zu wenig Räume. Das ist eines der Ergebnisse des Schulentwicklungsplans, den die Stadt am Montagabend im Fachausschuss im Rathaus vorgestellt hat.

In den Grundschulen fehlen unter anderem große Räume zum gemeinsamen Essen und für Räume für die Inklusion. Letzteres gilt auch für die KGS, wo es aber auch an Räumen für den allgemeinen Unterricht und vor allem für den naturwissenschaftlichen Unterricht mangelt.

Die Stadt hatte die Beratungsgesellschaft Dr. Garbe & Lexis aus dem nordrhein-westfälischen Leverkusen mit dem Plan beauftragt. Mitarbeiterin Petra von Berlepsch erläuterte ihn und bescheinigte der Stadt: „Ihre Schulen sind in einem guten Zustand. Die Verwaltung kümmert sich. Und besser geht immer.“ Sie empfahl den Fokus zunächst auf die Zeit bis 2023 zu legen, auch wenn die Planung bis 2028 reicht. Die Schulen sollten „zwei Schritte zurücktreten“ und erst einmal selbst prüfen, welche vorhandenen Räume sie künftig anders nutzen könnten und möchten.

Danach, das zeigte die Diskussion im Fachausschuss, ist ein Raumprogramm notwendig. Weil die Stadtverwaltung dies aus Personalgründen nicht erarbeiten kann, soll der Auftrag an einen Externen vergeben werden. Der Ausschussvorsitzende Jens Beismann (SPD) erläuterte: „Wir sind nicht überrascht, dass etwas zu tun ist, denn das lag im erwarteten Bereich, aber wir konnten das, was zu tun ist, bisher nicht ermessen.“ Mögliche Anbauten, im Ausschuss war von bis zu sieben Räumen in der KGS die Rede, sind nicht ausgeschlossen. Bürgermeister Claus Schacht sprach von einem „Megaprogramm“ für die KGS. Der Verwaltungschef erläuterte, dass sich in Hiddestorf bereits ein Architekt um die Grundschule kümmert, für Hemmingen-Westerfeld habe der Rat bereits Geld im Haushalt beschlossen und in Arnum seien nach den Sommerferien Workshops mit der Beratungsgesellschaft vorgesehen.

Irritiert zeigten sich einige Kommunalpolitiker über die fehlende Verwaltungsvorlage zu dem großen Thema. „Wovor hat die Verwaltung Angst?“, fragte Roman Binder (Bündnisgrüne). Ohne Vorbereitung falle es schwer gezielt Fragen zu stellen. Schacht entgegnete: „Wir haben vor gar nichts Angst.“ Der Plan sei erst in der vergangenen Woche den Grundschulen vorgestellt worden. „Bei jeder Runde haben sich immer wieder Fragen ergeben. Wir haben uns die Zeit genommen, das sorgfältig vorzubereiten. Heute ist der Auftakt für die Diskussion.“ An dieser sollen auch Eltern und Lehrer beteiligt werden. Kerstin Schönamsgruber (SPD) sagte, sie frage sich, wie sie als Kommunalpolitikerin nun handeln solle. Welche Räume die Schulen umnutzen, müssten diese selbst entscheiden. Hierbei sei sie außen vor.

Der Schulentwicklungsplan soll nun in der nicht öffentlichen Sitzung des Verwaltungsausschusses am 21. Juni und in der nächsten Sitzung des Fachausschusses am 22. August weiter beraten werden. Jan Dingeldey (CDU) forderte die Verwaltung auf konkrete Vorschläge zu machen. „Ich diskutiere im August nicht im luftleeren Raum. Es hilft mir nicht, wenn ich wie heute Abend gesagt bekomme, dass in der KGS 755 Quadratmeter für Klassenräume fehlen.“

Petra von Berlepsch gab zu bedenken, dass einige Gruppenräume in der KGS nicht regelmäßig genutzt werden, weil sie offenbar weit ab liegen. Andererseits fehle es an Lehrerarbeitsplätzen. Der kommissarische Schulleiter Andreas Gonschior räumte ein, es gebe „an manchen Stellen extensiv genutzte Räume“. Es sei möglich sie zum Beispiel für andere Zwecke auszuweisen, doch ob sie angenommen werden, sei eine andere Frage. Gonschior begrüßte aber die Planung: „Ich bin froh, dass wir in den Prozess einsteigen.“

In der Grundschule Hemmingen-Westerfeld fehlen laut von Berlepsch 381 Quadratmeter für Räume, vor allem für eine Mensa. In Hiddestorf sind es 324 Quadratmeter, dort fehle ein Besprechungszimmer und das Lehrerzimmer ist zu klein, und in Arnum sind es 60 Quadratmeter. Auch dort fehle eine Mensa und ein kleiner Besprechungsraum.

Von Andreas Zimmer

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