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Hemmingen Grüne: „Fataler verkehrspolitischer Rückschritt“
Aus der Region Region Hannover Hemmingen Grüne: „Fataler verkehrspolitischer Rückschritt“
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16:47 23.04.2018
Noch in diesem Monat soll dieses und die anderen Tempo-30-Schilder abgebaut werden. Quelle: Andreas Zimmer
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Devese/Hemmingen-Westerfeld

 Bis Ende April wieder Tempo 50 anstatt Tempo 30 auf der Ortsdurchfahrt in Devese: „Inakzeptabel und nicht sachgerecht“ nennt Ulrike Roth, Fraktionsvorsitzende der Bündnisgrünen im Hemminger Rat, diese Anweisung des Verkehrsministeriums an die Region Hannover. Roth warnt vor einem „fatalen verkehrspolitischen Rückschritt“.

Die Entscheidung des Landes „macht den Eindruck, dass die Situation vor Ort nicht bekannt war“. Die Grünen schlagen daher einen Ortstermin morgens im Berufsverkehr vor, wenn auch viele Schüler unterwegs sind. Roth befürchtet: „Durch die B-3-neu wird sich das Verkehrsaufkommen in Devese nochmals erhöhen“. 

Verwundert stellt Roth fest: „Da wird eine spürbar wirksame Maßnahme aufgehoben, da es für diese Anordnung keine fachlichen Gründe gibt.“ Die Fraktionsvorsitzende ergänzt: „Im Umkehrschluss heißt das, erst müssen Unfälle passieren, damit eine rechtssichere Begründung für eine Tempo-30-Anordnung vorliegt. Dies ist unverantwortlich und zeigt, wer in der Verkehrspolitik das Sagen hat. Es geht nicht um die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern und die geringere Verlärmung von Anliegern, sondern allein um die flüssige Fahrt des motorisierten Verkehrs ohne Verkehrsbeschränkungen.“ Dabei sei der Verkehr zu den Stoßzeiten alles andere als flüssig. „Der Rückstau von der Ampel morgens erfasst manchmal den ganzen Ort.“ 

Roth gibt zu bedenken: „Da die vorhandene Breite der Ortsdurchfahrt keinen Raum für die Anlage eines eigenen Radweges oder Sicherheitsstreifens bot, wurde die Straße so konzipiert, dass der Radverkehr auf der Straße mitfahren soll. Gleichzeitig wurde aber auch eingeräumt, dass wegen der hohen Verkehrsbelastung auch die Mitnutzung des Gehweges für Radfahrer frei gestellt wird. Dies ist zweifellos auch erforderlich, denn nicht jeder traut sich bei einer Verkehrsbelastung von zirka 9000 Fahrzeugen pro Tag im Verkehr mitzufahren.“ Roth macht jedoch deutlich: „Die Benutzung des Gehweges für Radfahrer ist alles andere als attraktiv. Sie birgt auch erhebliche Gefahren, denn der Gehweg ist an einigen Stellen sehr schmal und schlecht einsehbar.“ Als Beispiel nennt sie die Einmündung der Köthnerreihe. „Die Grundkonzeption der neuen Ortsdurchfahrt mit einer Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn geht nur dann auf, wenn die Geschwindigkeit der Autos zum Schutz der Radfahrer möglichst niedrig ist.“

Auch auf der Facebookseite dieser Zeitung wird das Thema diskutiert. „Endlich!“, schreibt ein Mann. Eine Frau fordert: „30 muss bleiben, dann fährt wenigstens jeder maximal 50.“ Ein anderer Mann schreibt: „Kann nicht deren Ernst sein: Erst nehmen sie den kürzesten Weg in die Stadt weg und jetzt darf auch wieder durchs Dorf gerast werden.“

Von Andreas Zimmer

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