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Hemmingen Zink im bauhof: Totlachen statt kaputtärgern
Aus der Region Region Hannover Hemmingen Zink im bauhof: Totlachen statt kaputtärgern
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00:30 06.06.2018
Ausdrucksstark: Anka Zink bei ihrem Auftritt im bauhof. Quelle: Achim von Lüderitz
Hemmingen-Westerfeld

„Schön kuschelig habt ihr’s hier“, begrüßte Anka Zink die Gäste am Freitagabend bei ihrem Auftritt im ausverkauften Kulturzentrum bauhof und tupfte sich ein paar Schweißperlen von der Stirn. Im Westen der Republik, in der die Künstlerin Zuhause ist, hätte man in den vergangenen Tagen einige Niagarafälle registriert, „vor allem in meinem Keller“. Und schon war die Künstlerin, neben Kabarettistin auch Autorin, Schauspielerin und Entertainerin, ganz in ihrem breitgefächerten Metier.

„Totlachen statt kaputtärgern“ ist ihr Lebensmotto, das sich auch bei ihrem neuen Programm „Zink extrem positiv“ wie ein roter Faden durch ihren immer wieder von tosendem Beifall unterbrochenen Auftritt zog. Positiv bleiben, trotz der Hiobsbotschaften der vergangenen Jahre von Wirtschaftskrise, Euro-Verfall, Griechenland-Krise bis hin zum Diesel-Skandal und Handelskrieg und der gerade in Kraft getretenen neuen Euro-Datenschutzverordnung. Eine Software zum Herabsetzen der Werte wie bei VW hätte sie gern auch für ihre Waage im heimischen Badezimmer, sagte sie und bekundete Mitleid für Ex-Chef Winterkorn, dem man nun vielleicht sein ganzes mühsam angehäuftes Vermögen abnehmen könnte. Bis auf den nicht unerheblichen Teil, den er rechtzeitig seiner Ehefrau überschrieben hätte. „Zu der muss er jetzt aber weitaus netter sein als zu den meisten seiner ehemaligen Angestellten.“

Aber auch die Politik bekam ihr Fett weg. Von Trump und Merkel über Söder bis hin zu Dobrint, der allerdings nicht für die Kruzifixe, sondern mehr für die Autobahnkreuze zuständig gewesen sei. Auch für die Farbe der Bestuhlung im Bundestag hatte die Kabarettistin aus Köln einen Vorschlag parat. Sie plädierte für knallrot ganz links, grün in der Mitte und dazwischen schamrot für die SPD.

In ihrem humorvollen, nie verletzenden Redeschwall ging sie auf Gott und die Welt ein, auf Nachbarn, Ausländer, Religion, Handys und Mindesthaltbarkeitsdatum. Irre komisch ihre mit großem schauspielerischen Können gespickten Einblicke in ihre Besuche in der Rückenschule und ihre bleibenden Erinnerungen an ihren ersten Yoga-Unterricht.

Anka Zink hätte sicher noch Stoff für mehrere Stunden gehabt, doch nach etwa zwei Stunden musste auch diese Veranstaltung mal zu Ende gehen. Die rund 100 Besucher wischten sich ein letztes Mal an diesem Abend die Lachtränen ab.

Von Achim von Lüderitz

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