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Hemmingen Streit um Kita-Plätze: „Es brodelt“
Aus der Region Region Hannover Hemmingen Streit um Kita-Plätze: „Es brodelt“
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00:29 08.06.2018
In Arnum sind die Kindergartenplätze knapp. (Symbolbild) Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Hemmingen

„Es brodelt in Arnum“, sagte Jan Dingeldey (CDU). Der Grund: Weil es in Arnum keine freien Kindergartenplätze mehr gibt, müssen Eltern ab August dieses Jahres ins etwa vier Kilometer entfernte Hiddestorf fahren.

Einige von ihnen sind am Montagabend in die Sitzung des Fachausschusses im Hemminger Rathaus gekommen. Sie warfen der Stadtverwaltung vor, die Lage falsch eingeschätzt zu haben. Ein Mann sagte, es sei gut gewesen, dass in Arnum neue Krippenplätze geschaffen worden seien, doch es sei vorhersehbar gewesen, dass diese Jungen und Mädchen zu einer bestimmten Zeit in den Kindergarten wechseln.

Volker Kolsch, Leiter des städtischen Familienservicebüros, machte deutlich: „Innerhalb eines halben Jahres hat sich die Situation geändert.“ Laut Verwaltung waren im Oktober 2017 in Arnum 266 Jungen und Mädchen gemeldet, die das Alter für den Besuch einer Einrichtung im kommenden Kindergartenjahr haben. Im April 2018 waren es bereits 15 mehr. Dingeldey sagte, es könne trotzdem nicht angehen, dass Eltern, die direkt neben einem Arnumer Kindergarten wohnen, nun nach Hiddestorf fahren müssten. Kolsch entgegnete, die städtische Satzung gebe die Kriterien vor.

Auf Dingeldeys Frage, ob Container eine Lösung seien, erklärte Fachbereichsleiterin Walburga Gerwing, dass die Verwaltung dies für die Kita I in Arnum geprüft habe. Die Kosten betragen 120.000 Euro. „Die Planungszeit aber beträgt ein Jahr“, sagte Gerwing.

Eine Mutter regte an, die für ein halbes Jahr im Mehrzweckraum in der Kita Arnum I untergebrachte Gruppe etwas länger dort zu belassen. „Der Raum ist groß und die Kinder haben sich dort wohlgefühlt“, sagte sie. Kolsch hingegen sprach von einer „sehr anstrengenden Situation“ vor allem für die Mitarbeiter. „Wir können da keine Dauerlösung schaffen.“ Kolsch befand sich in einer Zwickmühle: Er hatte nach eigenen Angaben dem Landesjugendamt, das eine Ausnahme gemacht hat, sein Wort gegeben, dass die Stadt nicht um eine Verlängerung bitten werde. Kolsch fügte hinzu, außerdem sehe das Gesetz einen Mehrzweckraum in jedem Kindergarten vor.

Gerhard Ney (SPD) gab zu bedenken, dass sich die Ausgangslage geändert habe, unter anderem durch den Zuzug von Flüchtlingen. Jan Dingeldey (CDU) sieht freie Bahn: „Es liegt kein ablehnender Bescheid vor.“ Also sollte mit politischem Einfluss versucht werden das Landesjugendamt zu überzeugen.

Ein Vater schilderte, er habe zwei Kinder in Kindergärten in Arnum, die auch Mitglied in Arnumer Vereinen seien. Mit dem dritten Kind müsse er nun nach Hiddestorf, später wechsele es vielleicht zurück nach Arnum. Das sei ungünstig, um Freundschaften zu bilden und Mitglied in Vereinen zu werden.

Der Ausschussvorsitzende Jens Beismann (SPD) hatte die Sitzung für Zuhörerfragen unterbrochen, musste aber, als es teilweise hoch her ging, einen Mann ermahnen: „Sie können sich nicht einfach das Rederecht greifen.“

Der Fachausschuss hat nun einstimmig empfohlen, das Geld für die Personalkosten bereitzustellen. Es dreht sich nicht nur um 25 neue Plätze, bisher geplant in Hiddestorf, sondern auch um elf Plätze in Hemmingen-Westerfeld. Am Donnerstag, 7. Juni, steht das Thema auf der Tagesordnung der Ratssitzung. Sie ist öffentlich und beginnt um 19 Uhr im Rathaus in Hemmingen-Westerfeld.

Von Andreas Zimmer

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