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Isernhagen Ferien beginnen mit einem Jugger-Turnier
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Ferien beginnen mit einem Jugger-Turnier
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16:24 28.06.2018
Mit Stäben, sogenannten Q-Tips und einem Ball mit Kette versuchen die Spieler den Läufer der Gegner daran zu hindern, den Jugg ins Mal zu bringen. Quelle: Sandra Köhler
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Altwarmbüchen

Q-Tips: Mit diesem Wort verbindet man gemeinhin ein kleines Stäbchen mit Watte-umwickelten Enden, das zum Schminken oder fürs Ohrenreinigen verwandt wird. Die Q-Tips, die beim Jugger-Turnier auf dem Gelände der Heinrich-Heller-Schule zum Einsatz kamen, waren wesentlich größer dimensioniert. Sie wie auch bunte Schilde, ein an einer Kette befestigter Ball und diverse Stäbe dienen bei dem Trend-Mannschaftssport dazu, den Läufer des gegnerischen Teams daran zu hindern, mit dem Jugg genannten Ball ein Tor zu erzielen. Mehr als 40 Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 14 Jahren aus Isernhagen, Hemmingen, Wunstorf und Laatzen haben sich am ersten Ferientag in einem Turnier gemessen, das die Isernhagener Jugendpflege als Titelverteidiger ausrichtete. „Keine Totenwache, das darf man nicht“, wiesen sich die Mitspieler gegenseitig auf regelkonformes Spiel hin.

„Ich mag Jugger, weil es mal was anderes ist und man so viele Geräte hat“, sagte die elfjährige Vianne aus Hemmingen. Sie hatte bereits Erfahrungen mit dem im Bereich des Live-Rollenspiels entstandenen Mannschaftssport. Gretja hingegen erlebte ihre Jugger-Premiere. Und war begeistert, weil man dabei so viel in Bewegung ist. Was ob der Ausrüstung martialisch aussieht, sei in Wirklichkeit ein Spiel, das sehr vom Agieren im Team und fairem Umgang miteinander lebe und deshalb verstärkt in der Jugendarbeit zum Einsatz komme, sagte Lars Brinkmann. „Deshalb wird es auch in sozialen Brennpunkten eingesetzt. Jugendliche können sich dabei kontrolliert austoben“, erläuterte der Leiter des Jugendtreffs Isernhagen N.B.. „Ich finde es anstrengender als Fußball.“

Den mit den sogenannten Pompfen verzierten Pokal für das Juggerturnier der Jugendpflegen hat Mattes mit anderen in der Holzgruppe im Jugendtreff Isernhagen N.B. gebaut. Quelle: Sandra Köhler

Wegen der sehr unterschiedlichen Voraussetzungen – manche Spieler üben Jugger einmal wöchentlich aus, andere waren totale Neulinge – wurde in Altwarmbüchen mit vereinfachten Regeln gespielt. „Bei den Deutschen Meisterschaften sind zum Teil bis zu fünf Schiedsrichter auf dem Platz“, sagte Brinkmann. Jugendliche aus dem Jugendtreff haben das Spielmaterial selbst hergestellt und auch den Wanderpokal, den zwei gepolsterte Spielgeräte zieren, die sogenannten Pompfen. Mattes hat mitgebastelt. Er besucht den Jugendtreff seit drei Jahren und spielt Jugger seit zwei Jahren mit Begeisterung: „Ich mag das Spiel, weil es Spaß macht“, berichtet der 13-Jährige. „Am liebsten bin ich an den Q-Tips, aber auch den Ball mag ich gerne.“

Ferienpass bietet Spaß bei 65 Aktionen

65 Aktionen mit knapp 800 Plätzen bietet der Sommerferienpass der Gemeinde Isernhagen: „Ich bin sehr zufrieden, aber das ginge nicht ohne die tolle Unterstützung von den Vereinen und Verbänden“, sagt Jugendpfleger Thomas Jüngst. Mit im Boot: Imkerverein Burgwedel, Kirchengemeinde St. Marien, WSV Altwarmbüchen, TuS Altwarmbüchen, Polizeikommissariat Burgwedel, Nordhannoversches Bauernmuseum, Altwarmbüchener Tauchclub, Malschule Isernhagen, Schach-Drachen Isernhagen, SV Isernhagen F.B. von 1938, Gärtnerei Rothenfeld, Altwarmbüchener Badminton Club, Schützenverein Isernhagen, Reit- und Voltigierverein Kirchhorst, Wildnispädagoge Torsten Vogel, Jugendrotkreuz Isernhagen, Schützenverein Isernhagen N.B., Hegering Isernhagen, eben-eser Gemeinde, Golfclub Isernhagen.

550 Teilnehmer aus rund 350 Familien nutzen in diesen Sommerferien das vielfältige Angebot, ihre Ferien kurzweilig zu gestalten. „Aber wir hätte auch 1600 Plätze vergeben können, haben zum Teil 50 Kinder auf der Warteliste“, erklärt Jüngst. Besonders begehrt: Bogenschießen, „Säen – Ernten – Schmecken“ in der Gärtnerei, ein Tag rund um das Pony, „Wildtiere vor unserer Haustür“ vom Hegering sowie sämtliche Kreativangebote. „Auch unsere erste Eltern-Kind-Aktion Kanufahren ist super gefragt“, bilanziert der Jugendpfleger. Restplätze für einzelne Veranstaltungen gibt es trotzdem noch: Sie sind im Internet unter www.unser-ferienprogramm.de/isernhagen aufgelistet. Für Daheimgebliebene hat zudem der Jugendtreff Neuwarmbüchen, Immenzaun 13, jeden Donnerstag in den Ferien geöffnet. Der Jugendtreff Altwarmbüchen, Bernhard-Rehkopf-Straße 11, kann in den ersten drei Ferienwochen besucht werden. ks

Von Sandra Köhler

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