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Isernhagen Bislang sechs Ladesäulen: E-Mobilität gewinnt an Fahrt
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Bislang sechs Ladesäulen: E-Mobilität gewinnt an Fahrt
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15:25 08.02.2019
Das A2-Center gilt unter Fachleuten als guter Standort für E-Ladesäulen. Quelle: Carina Bahl
Isernhagen

Der Ausbau der Infrastruktur für Elektroautos schreitet auch in Isernhagen voran. Und es gibt viele weitere potenzielle Standorte für Ladesäulen, doch noch bereitet die Wirtschaftlichkeit den Betreibern Probleme. Dies waren die Kernpunkte eines Vortrag, den Vertreter von Avacon und Isernhagen Netz GmbH am Donnerstagabend im Umwelt- und Klimaschutz-Ausschuss des Rates hielten.

Rund 30 reine E-Fahrzeuge waren im Februar 2018 in Isernhagen angemeldet. Hinzu kamen etwa 130 Hybrid-Fahrzeuge, teils mit Plugin-Technik – auch diese können aufgeladen werden. Doch längst nicht nur Isernhagener nutzen die Ladesäulen im Gemeindegebiet, sondern auch E-Auto-Besitzer aus anderen Orten – vor allem die Säulen im Gewerbegebiet an der Opelstraße, das täglich Tausende von Autofahrern ansteuern. Und etliche Studien und auch die Autohersteller gehen davon aus, dass der Absatz von E-Autos weiter an Fahrt gewinnt.

Bislang sechs Ladesäulen in Isernhagen

Maximilian Sender, Manager für Elektromobilität beim Energieunternehmen Avacon, berichtete insgesamt von sechs öffentlich nutzbaren Ladesäulen in Isernhagen: am A2-Center (zwei Säulen), am Obi-Markt, am Rathaus und am Hotel Hennies (alle Altwarmbüchen) sowie am Rewe in Isernhagen F.B. Die Ladesäulen verfügen jeweils über zwei Stellplätze, so dass zwei E-Autos parallel geladen werden können. „Das ist für den ländlichen Raum eine gute, eine solide Abdeckung“, meinte Sender. Drei der Anlagen werden von der Isernhagen Netz GmbH, einem Tochterunternehmen der Energiewerke Isernhagen (Ewi), betrieben. Vor allem der Standort am A2-Center sei wirklich gut, so Sender: „Der könnte als einer der ersten wirtschaftlich zu betreiben sein.“

Denn noch ist die Wirtschaftlichkeit ein echtes Hemmnis: „Bislang ist es schwierig bis unmöglich, die Säulen kostendeckend zu betreiben“, sagte Sender. Momentan dienten die Ladestellen noch vorrangig der Steigerung der Attraktivität der Märkte, vor denen sie stehen. Langfristig könne das aber nicht so bleiben, fügte Lars Pfisterer, Geschäftsführer der Isernhagen Netz GmbH, hinzu: „Irgendwann muss sich das auch tragen“, man könne mit den Ladesäulen nicht dauerhaft rote Zahlen schreiben.

Abrechnung nach Kilowattstunden

Bislang lässt sich Ewi den Ladevorgang nicht bezahlen, und das trotz einer Investition von 25.000 bis 40.000 Euro pro Säule. Dies liegt laut Lars Pfisterer daran, dass man noch nach einem passenden Bezahlsystem-Anbieter suche. Statt auf eine minutengenaue Abrechnung oder eine Pauschale pro Ladevorgang setzt die Isernhagen Netz GmbH auf ein Bezahlmodell auf Grundlage der geladenen Kilowattstunden. „Das ist das Fairste“, meinte Pfisterer – aber dazu fehlt laut Sender noch eine Freigabe des Eichamtes.

„Maximal noch bis zum Ende des ersten Halbjahres“, so Pfisterer, könnten Nutzer der drei E-Ladesäulen am A2-Center und hinter dem Rathaus ihre Fahrzeuge kostenlos aufladen. Angesichts der steigenden Nutzerzahlen „kostet das sonst richtig Geld“.

Weitere Standorte denkbar

Dass angesichts der steigenden Verbreitung von E-Autos auch in Isernhagen der Bedarf an Ladestationen zunimmt, ist sowohl Pfisterer als auch Sender bewusst. „Für zwei bis drei weitere Stelle“, bot Pfisterer dem Ausschuss an, könne man die Netzsituation und die Kosten ermitteln. Eine lange Liste mit möglichen weiteren Standorten an Super- und Baumärkten, Hotels und dem Schulzentrum hatten Sender und er in den Umwelt- und Klimaschutz-Ausschuss mitgebracht.

Ob es aber Ladesäulen dereinst auch an der Stadtbahn-Endhaltestelle in Altwarmbüchen und am Bahnhof Isernhagen geben wird, wie die Grünen es vor Monaten beantragt hatten, scheint zumindest fraglich. Der E-Auto-Besitzer sollte lange genug, aber nicht zu lange am Standort sein, erläuterte Avacon-Fachmann Maximilian Sender. „Sonst blockiert er die Säule für andere, was für den Betreiber keinen Sinn macht.“ Bei Schnellladestationen sei eine Batterie durchschnittlicher Größe bereits nach etwas mehr als einer Stunde schon wieder bei 80 Prozent ihrer Kapazität angelangt.

Von Frank Walter

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