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Isernhagen Der Ernst-Jünger-Buche geht es an die Krone
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Der Ernst-Jünger-Buche geht es an die Krone
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14:14 10.08.2018
Spezialist Jan Irmer stutzt die Äste der Rotbuche. Quelle: Jarolim-Vormeier
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Kirchhorst

Einen Koloss stutzen, das kann nicht jeder. Professionelle Baumkletterer rückten in dieser Woche an, um die sogenannte Ernst-Jünger-Buche auf dem Kirchhorster Friedhof „kontrolliert zu reparieren“. Mit etlichen Seilen, Karabinerhaken und einer am Gürtel eingeklinkten Motorsäge arbeiteten Jan Irmer, Michael Alder, Mathias Oppolzer, Renée Schröder und Martin Windisch in 30 Meter Höhe.

Seinen Namen hat der Baumriese, der für die Dauer der Arbeiten mit einem Bauzaun gesichert ist, von Schriftsteller Ernst Jünger, der während des Zweiten Weltkrieges im Kirchhorster Pfarrhaus gelebt und seine Initialen „E.J.“ in die Rinde der etwa 125 Jahre alten Rotbuche geritzt hatte. Gutachterin Claudia Amelung hatte Riss an einem großen Ast einen großen Riss direkt am Stamm entdeckt. „Deshalb muss der Astansatz sachgemäß angebunden und von der oberen Last befreit werden“, erläuterte die Sachverständige. Zudem kürzten die Baumkletterer die Krone, die im Durchmesser 23 Meter misst, in der Höhe um vier Meter. um den Baum von der Last zu befreien. Amelung verglich den Riesen mit einem Segelschiff: Je geringer die Angriffsfläche bei Wind sei, umso weniger komme der Baum ins Straucheln.

Amelungs Gutachten hatte ergeben, dass der Baum trotz der Trockenbrüche zu retten sei. „Wegen der Dringlichkeit haben wir auf eine Ausschreibung verzichtet. Das darf nicht lange so bleiben“, erläuterte Regionssprecher Klaus Abelmann. Baumkletterer Martin Windisch hatte den Auftrag deshalb direkt erhalten. Die Kosten von vermutlich rund 5000 Euro trägt die Region wegen des Schutzstatus’ der Buche komplett. Dass die Rotbuche erhaltenswert ist, steht für die Region unzweifelhaft fest. „Die Baumgruppe ist als Naturdenkmal geschützt, und die Buche dominiert die Gruppe und prägt den Friedhof“, so Abelmann.

Für die Rettung des Baumes musste die Region zwischen Denkmal- und Naturschutz abwägen – mit dem schlechteren Ende für einen Hornissenstamm, der der sich in der Buche ein weitverzweigtes Refugium geschaffen hatte. Ein Schädlingsbekämpfer ist den geschützten Insekten in den vergangenen Tagen mit Gift zu Leibe gerückt. Ein Umsetzen des Nestes wäre erst nach der großen Schwirrperiode im Oktober oder November möglich gewesen. So lange habe man mit der Kronensicherung nicht warten können, so Abelmann. Und hätte man das Nest unberührt gelassen, so wären die Baumkletterer von den Hornissen angegriffen worden.

Von Katerina Jarolim-Vormeier und Frank Walter

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