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Isernhagen Blitzer an der L381 sind nicht erlaubt
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Blitzer an der L381 sind nicht erlaubt
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14:09 07.12.2018
Blitzersäulen wie in Fuhrberg darf es an der L381 in Isernhagen derzeit nicht geben. Quelle: Archiv (Carina Bahl)
Isernhagen

Für Raser bleibt das Isernhagener Gemeindegebiet bis auf weiteres ein recht ungefährlicher Ort: Die vom Rat geforderten Blitzersäulen an der Burgwedeler Straße/L381 in Isernhagen H.B. und N.B. dürfen dort nicht aufgestellt werden. Die Entscheidung über eine Alternative – einen gepanzerten Blitzeranhänger – vertagte der Finanzausschuss des Isernhagener Rates am Donnerstagabend. So bleibt es Isernhagen-weit neben Polizeikontrollen vorerst bei der mobilen Blitzanlage, mit welcher ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes stundenweise unterwegs ist.

„Wenn die Polizei Nein sagt, ist auch Nein“: Kurz und knapp fasste Bürgermeister Arpad Bogya im Finanzausschuss die Konsequenz aus einer Stellungnahme der Polizeiinspektion Burgdorf zusammen. Im Juni hatte der Rat beschlossen, dass die Gemeinde 2019 zwei Blitzersäulen samt Wechselkamera an der L381 aufstellen soll. Politiker hatten den Beschluss auch als wichtiges Zeichen für die Bürger in H.B. und N.B. gefordert, die sich seit Jahren gegen den stetig zunehmenden Verkehr auf der Umleitungsstrecke für die Autobahnen wehren.

Doch aus Sicht der Polizei gibt es keine Grundlage für eine stationäre Geschwindigkeitsüberwachung an der Burgwedeler Straße. Während Anwohner kritisieren, dass viele Autofahrer dort zu schnell unterwegs seien, hatte sich die Inspektion Burgdorf tatsächliche Ereignisse angesehen – und dafür eine sogenannte Unfalltypenkarte erstellt. In den Jahren 2015 bis 2017 hatten sich demnach 33 Verkehrsunfälle ereignet, bei drei dieser Unfälle war jeweils ein Beteiligter schwer verletzt worden. Zweimal krachte es zwischen Rad- und Autofahrern beim Einbiegen oder Kreuzen, ein Schwerverletzter resultierte aus einem Wendemanöver. Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit sei lediglich bei drei der 33 Unfälle die Ursache gewesen, so die Polizeiinspektion, die deshalb ihr Einvernehmen für die Blitzersäulen versagt. Und nicht nur dort: Auch im restlichen Gemeindegebiet gebe es derzeit keine Unfallschwerpunkte, bei denen Geschwindigkeit die Ursache sei.

Im Finanzausschuss sorgte die Stellungnahme der Polizeiinspektion für Erstaunen: Schließlich stehe in Isernhagen-Süd doch auch eine Blitzersäule, obwohl an dieser Stelle wohl nie ein Unfallschwerpunkt gewesen sei, so Matthias Kenzler (FDP). Laut Bürgermeister Bogya kann das für Isernhagen nicht als Maßstab gelten: Er wisse nicht, was die Landeshauptstadt mit der dortigen Polizei besprochen habe. „Egal: Für uns ist die PI Burgdorf zuständig.“

Ändern könnte sich die Beurteilung der Polizei für die L381, falls eine aktuelle Lärmberechnung der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr ergeben sollte, dass eine temporäre Geschwindigkeitsbegrenzung anzuordnen ist – beispielsweise Tempo 30 für Lastwagen in der Nacht. „Dann können wir auch sagen, dass das Tempo kontrolliert werden muss“, so der Bürgermeister. Das Ergebnis der Berechnung soll bis zur nächsten Finanzausschuss-Sitzung im Februar vorliegen, so die Erwartung.

Bis dahin zurückgestellt ist auch die Entscheidung, ob die Gemeinde für 140.000 Euro einen Blitzeranhänger anschaffen wird. Dieses mobile Gerät könnte an allen mehr als 40 zugelassenen Messpunkten in Isernhagen eingesetzt werden, an denen auch das Ordnungsamt das Tempo Gerät kontrolliert. An der Burgwedeler Straße allerdings, wo auch laut der Politik eine Kontrolle am nötigsten wäre, gibt es bislang keinen einzigen Messpunkt. Solche könnten erst bei der geplanten Sanierung der L381 geschaffen werden – „vermutlich in zwei bis drei Jahren“, so Bürgermeister Bogya.

Von Frank Walter

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