Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Isernhagen Gemeinde rückt Integration in den Fokus
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Gemeinde rückt Integration in den Fokus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:59 29.10.2018
Roland Epp, Leiter der Stelle für Integration, und Irene Sassenburg-Fröhlich sprechen über eine Vorlage. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
Altwarmbüchen

Aktuell wohnen rund 400 Flüchtlinge in der Gemeinde Isernhagen. Sie stammen überwiegend aus Syrien, dem Irak, dem Iran und aus Afghanistan. Auf dem Gipfel der Flüchtlingswelle kamen Familien und Einzelpersonen mit Bussen in Isernhagen an und besaßen lediglich einen Rucksack und die Kleider, die sie am Leibe trugen – ihre Unterbringung war die größte Herausforderung. Mittlerweile sind die Flüchtlinge längst angekommen, und Aufgaben haben sich verändert. Jetzt geht es um Integration.

Deshalb hat die Gemeinde nun eine neue Stelle für Integration und Inklusion geschaffen, die Irene Sassenburg-Fröhlich bekleidet. Ihre Stelle ist im Team für Flüchtlingsangelegenheiten angesiedelt. Die Diplompädagogin kümmert sich darum, wie die Gemeinde Flüchtlinge integriert. „Die geflüchteten Menschen nehmen am Leben in der Gemeinde teil und sind dabei, ihr Leben nach und nach autonomer zu gestalten“, sagt die 55-Jährige. Deshalb müsse auch die Hilfe eine andere sein. Es gehe darum, die Familien und Geflüchteten bei der Wohnungssuche, der Suche nach einer geeigneten Schule, Ausbildungsstellen und dem möglichen Beruf zu unterstützen.

Aktuell arbeitet Sassenburg-Fröhlich ein Integrationskonzept für die Gemeinde aus. Bislang liegt ein Teilentwurf vor, der 29 Seiten umfasst. Die Schlussfassung will sie in der letzten Ratssitzung dieses Jahres vorstellen. In dem Vorentwurf heißt es: „Wir verstehen Integration als einen wechselseitigen Prozess, der Teilhabe ermöglichen soll und das friedliche Zusammenleben verschiedener Kulturen auf einer gemeinsamen, unserem Grundgesetz entsprechenden, Wertebasis mit einschließt. Dafür sind Sprachkenntnisse, Integrationskurse, Zugang zu Bildung und Weiterbildung, Beteiligung an Wirtschaft und Arbeitsmarkt, menschenwürdige Wohnbedingungen und das Wohnumfeld ebenso wichtig, wie eine hinreichende rechtliche Stellung und eine Förderung der politischen Beteiligung der Zuwanderer.“

Sassenburg-Fröhlich plant für dieses und nächstes Jahr zudem drei Veranstaltungen. Zunächst geht es um den Unterricht an Grundschulen. In einer Informationsveranstaltung soll es um Themen wie etwa die Schulpflicht und die Anerkennung von Lehrern gehen. „Auch mehrere Dolmetscher sollen dabei sein“, sagt die 55-Jährige. In der zweiten Veranstaltung will Sassenburg-Fröhlich berufliche Möglichkeiten für geflüchtete Menschen aufzeigen. Beim dritten Treffen, bei dem auch das Helfernetzwerk Isernhagen dabei sein soll, wird das Thema geschlechterspezifische Diskriminierung thematisiert.

Sassenburg-Fröhlich kennt das Altwarmbüchener Rathaus bereits seit 1985. Nach mehreren Stationen in der Verwaltung hatte sie für acht Jahre den Posten der Personalratsvorsitzenden inne. Zuletzt leitete sie das Amt für Schule, Kultur und Sport. „Der Schulneubau und die Diskussion um die Ganztagsschulen sind dabei große Themen gewesen“, berichtet Sassenburg-Fröhlich. Sie hat bereits viele Kontakte inner- und außerhalb der Verwaltung knüpfen können. „Für meine neue Aufgabe muss ich das Netzwerk allerdings noch ausbauen.“

Das Thema Inklusion, für das Irene Sassenburg-Fröhlich ebenfalls verantwortlich ist, will sie nach der Fertigstellung des Integrationskonzeptes angehen.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

Im Zusammenhang mit einem Einbruchsversuch in Altwarmbüchen sucht die Polizei Hinweise zu einem Transporter mit ausländischem Kennzeichen.

29.10.2018

Die vor eineinhalb Jahren erlassene Gestaltungssatzung für Isernhagens Altdörfer reicht der CDU nicht aus. Die Verwaltung soll ein neues ordnungspolitisches Instrument vorschlagen.

29.10.2018

Mit dem Pianisten Sam Armstrong präsentiert die Reihe „Weltklassik am Klavier“ ein neues Talent. Der 24-Jährige widmet sich bei seinem Konzert im Isernhagenhof dem Komponisten Claude Debussy.

29.10.2018