Isernhagen HB: Gleich zwei Ideen fürs alte Feuerwehrhaus
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Isernhagen Gleich zwei Ideen fürs alte Feuerwehrhaus
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17:21 07.11.2018
Begegnungsstätte oder Kanalbetriebsgebäude? Für das mittlerweile freigewordene alte Feuerwehrhaus in Isernhagen H.B. gibt es gleich zwei Ideen. Quelle: Archiv (Frank Walter)
Isernhagen H.B

Da sind Diskussionen programmiert: Während viele Einwohner und auch der Ortsrat das alte Feuerwehrhaus in H.B. zu einer Begegnungsstätte umbauen lassen möchten, hat das Rathaus eine andere Ideen für das Gebäude. Thema wird das in der öffentlichen Sitzung des Ortsrates am Donnerstag, 8. November, ab 18.30 Uhr – ausnahmsweise im TSV-Klubhaus.

Seit das Landrat-Müller-Haus 2012 der Vergrößerung des NP- zum Edeka-Markt zum Opfer fiel, schwelt in H.B. die Diskussion über ein neues Dorfgemeinschaftshaus. Der Übergangslösung im ehemaligen Gasthaus Winter folgte der Umbau des hinteren Teils des alten Plus-Marktes zu einer Begegnungsstätte – was aus Sicht mancher Nutzer aber auch nur eine Übergangslösung darstellen kann. Der Dorftreff sei wenig ansprechend und zu klein, wenn mehrere Chöre für Großprojekte probten, die Pfeiler stünden im Weg, es fehle ein zweiter Raum, die Lösung mit der Einbauküche sei nicht ideal, so einige Kritikpunkte.

Nicht bei allen beliebt: die Begegnungsstätte Isernhagen H.B. Quelle: Jarolim-Vormeier

Manchen Nutzern macht auch der geflieste Fußboden zu schaffen, auf dem zu Supermarkt-Zeiten Tiefkühltruhen standen, wie Christa Edler sich erinnert. Edler belegt seit mehr als 30 Jahren Yoga-Kurse in H.B., und nach dem Gasthaus Winter mit seinem Parkettboden sei die jetzige Begegnungsstätte die deutlich schlechtere Lösung. „Für uns ist das eine Zumutung. Die Kälte kriecht von unten durch die Yogamatten“, schildert sie das Problem. In einem so großen Ortsteil wie Isernhagen H.B. müsse doch etwas Besseres möglich sein.

Etwas Besseres, das fordert seit längerem auch der Ortsrat. Der Blick der Politiker ging dabei in Richtung des Feuerwehrhauses An der Beeke. Mit dem Umzug der Brandbekämpfer in den Neubau im Haselhöfer Vorfeld könnte doch das alte Feuerwehrhaus zum neuen Dorftreff umgebaut werden, so die Idee.

Ursprüngliche Pläne, das 923 Quadratmeter Grundstück für Wohnbebauung zu vermarkten, wären damit erledigt. Wegen des sehr begrenzten Baufensters und eines Schmutzwasserpumpwerkes im hinteren Bereich samt Leitungen, die nicht überbaut werden dürfen, wäre ohnehin kein guter Preis zu erzielen.

Eine Umnutzung zum neuen Dorftreff fordern aktuell auch einige Nutzergruppen der Begegnungsstätte mit gleich zwei – allerdings ähnlich formulierten –Unterschriftenlisten. Allein aus dem Bereich der Chöre sollen mittlerweile schon mehr als 100 Unterschriften zusammengekommen sein.

Doch aus Rathaus-Sicht soll nun eine ganz andere Nutzung aufs Grundstück kommen: Künftig soll der Kanalbetrieb das ehemaligen Feuerwehrhaus belegen. Deshalb müsse die Idee des neuen Dorftreffs für H.B. aus seiner Sicht zurückstehen, so Bürgermeister Arpad Bogya. „Vielleicht ist die Begegnungsstätte später woanders zu verwirklichen.“

Soll aus Verwaltungssicht umziehen: der Kanalbetrieb am Hainhäuser Weg. Quelle: Frank Walter

Bislang beherbergt die ehemalige Kläranlage am Hainhäuser Weg den Kanalbetrieb. Doch um die Arbeitsstättenrichtlinie einzuhalten, besteht aus Verwaltungssicht dringender Handlungsbedarf: Eine Stellungnahme des Gewerbeaufsichtsamtes zwinge die Gemeinde dazu, umgehend für das weibliche Personal in die Umkleide-, Sanitär- und Duschbereiche zu investieren. Mit weiteren Unterhaltungsmaßnahmen wären am bisherigen Standort mehr als 100.000 Euro zu investieren, heißt es in der entsprechenden Beschlussvorlage.

Der alte Feuerwehrstandort ist aus Verwaltungssicht als neue Unterkunft für den Kanalbetrieb hingegen gut geeignet. Anders als für eine Umnutzung als Begegnungsstätte – Kostentreiber dabei wäre unter anderem der Umbau der Fahrzeug- zu einer „Warmhalle“ – wäre der Umbauaufwand dafür überschaubar.

Von Frank Walter

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