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Isernhagen IGS lässt großen Wetterballon steigen
Aus der Region Region Hannover Isernhagen IGS lässt großen Wetterballon steigen
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00:18 29.06.2018
Insgesamt 24 Liter Helium benötigt der Ballon, um sich schließlich aufzurichten. Quelle: Philipp Bader
Altwarmbüchen

Immer höher und höher steigt der Ballon hinauf in Richtung der geschlossenen Wolkendecke. Mit offenen Mündern und winkenden Händen blicken die Schüler der IGS Isernhagen dem Kautschuk-Gefährt hinterher. Seit nunmehr einem Jahr arbeiten 27 Sechstklässler in ihrem Wahlpflichtkurs „Wetter“ zusammen und beschäftigen sich mit Themen rund um das Klima. „Wir wollten die Schüler da möglichst früh heranführen“, sagt Lehrer Jan Ahrenshop.

Der große Höhepunkt in diesem Schuljahr ist der Wetterballon, welchen die Schüler am Dienstag steigen lassen durften. Am Rande des IGS-Sportfestes versammelten sich die Jugendlichen um den Kautschuk-Ballon. Insgesamt 24 Liter Helium standen zum Aufpumpen bereit. „Das dauert dann doch länger als erwartet“, meinte der stellvertretende Schulleiter Ulf Linxweiler. Im Unterricht hatten die Schüler außerdem eine „Sonde“ gebastelt. „Das hat sehr viel Spaß gemacht, vor allem, wenn man sich für Natur interessiert“, meinte der zwölfjährige Daniel. Der kleine Styroporkasten wurde dabei mit einer kleinen digitalen Kamera und einem GPS-Gerät versehen. „So können wir die ganze Zeit verfolgen, wo unser Ballon landen wird. Voraussichtlich in der Nähe von Paderborn“, sagte Lehrer Ahrenshop.

Auf einem der kleinen Sonden-Flügel saß der Pilot des Fluggeräts: „Igsi“, ein Igel-Stofftier, begab sich als Schulmaskottchen auf eine große Reise. Das von den Schülern liebevoll „Horst-Dieter“ benannte Tier trug ein Trikot des TSV Isernhagen. Der Verein hatte ebenso wie die Bürgerstiftung und ein örtlicher Malermeister das Projekt mit Spenden finanziert. Mit jedem Liter Gas hob sich auch die weiße Hülle immer weiter an, bis der Ballon schließlich aufrecht schwebte. Bevor sich das Gefährt aber in Bewegung setzen durfte, rief Ahrenshop beim Tower des Langenhagener Flughafens an, welcher die Starterlaubnis erteilte.

Mit vereinten Kräften hielten die Schüler die Sonde fest, während der Wind bereits am Ballon zu zerren begann und Ahrenshop den Start vorbereitete. Für dieses Ereignis unterbrach Linxweiler sogar das Fußballturnier. In einem Halbkreis bauten sich alle Klassen auf und begannen mit einem Countdown. Der Wind erfasste den Ballon, der langsam in Richtung Nordosten aufstieg, bis er in den tief hängenden Wolken verschwand.

Gemeinsam mit seinem Kollegen Gian Hammermeister fuhr Ahrenshop den gesendeten Koordinaten der Sonde hinterher. Der Wind trug das Fluggefährt dann doch anders als erwartet - es segelte nach Südsüdwest in Richtung Hessen. Und dort nahm Horst-Dieters Reise ein unrühmliches Ende: Der Wetterballon legte insgesamt 154,9 Kilometer zurück und verfing sich dann in einem Baum in einem Waldstück bei Fritzlar – leider dann auch noch in 20 Metern Höhe. Wie genau die IGS ihren Wetterballon nun wieder vom Baum bekommt, das ist noch offen: Ein ortsansässiger Baumkletterer ist derzeit ausgebucht, die Feuerwehr verlangte für einen Einsatz 700 Euro.

Von Philipp Bader

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