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Isernhagen Isernhagen – weiblich und multikulturell
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00:16 28.03.2018
Bunt und vielfältig: Frauen aus 14 Nationen bereiten ein köstliches Büffet. Quelle: Jarolim-Vormeier
Altwarmbüchen

Frauen unter sich: Sie klönen über Gott und die Welt, bedienen sich am köstlichen Büfett und tanzen: Das internationale Frauenfest ist in Isernhagen ist längst eine Instituion, die am Sonnabend 50 Frauen aus 14 verschiedenen Heimatländern in die Begegnungsstätte in Altwarmbüchen zusammen brachte – wo gemeinsam gefeiert und geschlemmt wurde.

Beate Feuge (von links), Thanaa Tomeh und Maria Pruszynská klönen über ihre Familien. Quelle: Jarolim-Vormeier

Auf der bunten, reichhaltig gedeckten Tafel vereinten sich „Fatayer“, ein arabisches Hefegebäck, mit Lamm, mit “Taboulé“, dem syrischen Bulgursalat. Spanische Tortilla mit buntem Salat aus Armenien und gefüllten Weinblättern aus der Türkei. Und das philippinische „Puto saman“ (Bananenblätter gefüllt mit Klebereis, Ingwer und Kokosmilch) verwöhnte Gaumen, Nase und Auge gleichzeitig.

„Weil nur Frauen da sind, gibt es keine Hemmungen“, sagte Azadeh Weinrich-Kroll, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Isernhagen, die zu dem Frauenfest in die Begegnungsstätte eingeladen hatte. „Die Frauen sind bei so einer Veranstaltung offen, weil sie wissen, dass sie willkommen sind und sich wohlfühlen können“, erklärte Flora Collin. Die gebürtige Philippinin weiß nicht nur aus eigener Erfahrung, was es zum Ankommen in einem fremnden Land braucht. Sie leitet schon seit 14 Jahren in Isernhagen den internationalen Frauentreffpunkt, in der aktuell 14 Nationalitäten vertreten sind. „Aber gesprochen wird Deutsch.“

Beim Frauenfest wird natürlich auch getanzt. Quelle: Jarolim-Vormeier

Das war am Sonnabend nicht anders: In deutscher Sprache verständigten sich zum Beispiel Beate Feuge, Thanaa Tomeh und Maria Pruszynská. Alle drei kennen sich schon länger - und auch die Familien. Feuge ist ehrenamtliche Helferin im Helfernetzwerk Isernhagen. Pruszynská ist als Sozialarbeiterin bei der Gemeinde beschäftigt und hat deshalb schon dienstlich einen kurzen Draht zu der Syrerin Tomeh, die seit zwei Jahren in Isernhagen wohnt. Die drei Frauen plaudern über Familienangelegenheiten und die beiden Söhne von Tomeh. „Ich kenne durch mein Job alle Flüchtlinge, die heute in Isernhagen leben“, erklärte die Verwaltungsmitarbeiterin.

Intensive Bindung, Herzlichkeit und die Vermittlung des Gefühls, dass man Talente hat: „Dies den Frauen, die neu in Isernhagen sind, zu vermitteln, ist wichtig“, sagte Flora Collin. Ein Kernanliegen des Festes sei es,  Frauen die Gelegenheit zu geben, frei zu sprechen. Denn das, so die ausgebildete Integrationslotsin, „gibt Frauen Kraft“.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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