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Isernhagen Kunsthandwerk hat seinen Preis
Aus der Region Region Hannover Isernhagen Kunsthandwerk hat seinen Preis
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00:18 31.10.2018
Der Kunsthandwerkermarkt im Isernhagenhof bietet vor allem Werkstücke aus klassischen Materialien, wie Leder, Ton, Holz, Wolle, Glas und Papier. Quelle: Patricia Chadde
Isernhagen F.B

Zweimal jährlich kommen Michele und Wolfgang Posorski aus Osterode im Harz als Veranstalter nach Isernhagen. Im Februar und Oktober organisieren sie einen selbst ernannten Qualitäts-Kunsthandwerkermarkt. Am Wochenende war es nun wieder soweit. „Rund ein Viertel der 45 Aussteller sind neu dabei, die anderen inzwischen gute Bekannte“, wie Wolfgang Posorski berichtet. Er sitzt an der Kasse im Isernhagenhof und nimmt von erwachsenen Besuchern drei Euro Eintritt. Bei der Anzahl der Gäste wird ein beachtliches Sümmchen zusammen kommen, denn die Interessierten strömen gerne in Gruppen herein und das ganz unabhängig von der Uhrzeit. Die Parkplätze der Umgebung sind voll besetzt.

Gleich im Eingansbereich gibt es ein Angebot, was selten zu finden ist. Silke Toepfer hat eine beeindruckende Hutsammlung und viele interessierte Kundinnen tragen sie gleich mal Probe. „Der Hut sucht sich die Trägerin aus“, verrät die Modistin und übt sich in Geduld. Ihre Kreationen aus Filz, Samt und 1970er Materialfundstücken liegen bei 240 Euro – eine Summe, die nicht spontan ausgegeben wird. „Ich stehe hier um Werbung für mich zu machen“, erklärt Silke Toeper. Wer sich in einen Hut verguckt hat, geht ein paar Mal am Stand vorbei und kauft vielleicht erst ein paar Tage später im letterschen Atelier.

Am liebsten kaufen Besucher schöne Dinge für sich selbst

Kleine, außergewöhnlich Dinge bis zehn Euro wechseln dagegen sofort den Besitzer, ob Papierweihnachtssterne oder vorgefaltete Servietten. Am liebsten kaufen die Besucher schöne Dinge für sich selbst. Helke Häußler findet beispielsweise die Glaseiszapfen sehr apart. Die kommen gleich heute Nachmittag an die Korkenzieher-Weidenäste im Wohnzimmer und wandern im Dezember dann an den Weihnachtsbaum.

Am Stand des Gürtel Ateliers Berlin hat sich Stefan Grote eine Schnalle samt Lederband ausgewählt und kann zuschauen, wie der zukünftige Gürtel zusammengefügt wird. Dank des richtigen Augenmaßes sitzen die Löcher für den Schnallenstachel gleich perfekt, denn die Neuerwerbung wird sofort in die Hose gefädelt und getragen.

Bei Kaffee, Kürbissuppe und Pastasalat wird geklönt

Auf der Empore des Isernhagenhofes hat man einen guten Blick auf die zahlreichen Stände. Am Kaffeetisch, von Stefan Rautenkranz stilvoll mit Quitten dekoriert, kommen die Ausstellungsbesucher ins Plaudern und tauschen sich über ihre entdeckten Schätze aus. Thurid Winklers Pappmaché Figuren kommen gut an, die Blüten geschmückten Töpferarbeiten aus Katja Seilers Tonküche finden ebenfalls Beachtung. Bei Kaffee, Kürbissuppe und Pastasalat wird geklönt, die Stimmung bei den Besuchern des Kunsthandwerkermarketes ist gelöst.

Doch Aussteller wünschen sich mehr Umsatz. Ihr Kunsthandwerk, ob Buchbinde- oder Tischlerarbeiten, wird sehr bewundert. Nur entsprechend kaufen liegt nicht im Trend. Mantel und Jacken werden gerne anprobiert, Skulpturen ausgiebig betrachtet. Aber das meiste müssen die Aussteller wohl wieder mit nach Hause nehmen. Wer dagegen etwas erwirbt, möchte sich zukünftig vor allem selbst daran erfreuen. Ausgenommen dekorative Kleinigkeiten zu Weihnachten. Tannenbäume aus gefalteten Serviettenstapeln und Teelichtsammlungen mit Nikolausdekor sind als Mitbringsel für liebe Menschen geplant.

Von Patricia Chadde

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